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Freitag 17. September 2021

Eine ganz besondere Todesanzeige

Da muss schon einiges zusammenkommen, bis ich eine Todesanzeige in meinem Blog veröffentliche. Das ganz Besondere an dieser seht ihr sogleich selber auf den ersten Blick:

Mit frdl. Genemigung seiner Tochter Annette Schmidt

Das sieht man nicht alle Tage: zwei sehr bekannte Meterspur-Dampflokomotiven in einem Nachruf. Welche Loks das sind, muss ich euch sicher nicht erzählen. Aber wer Gerd Schmidt war, wissen bestimmt nicht alle meine Blog-Leser.

Gerd Schmidt gehörte wie auch ich zum Gründungsvorstand des Nienburger Eisenbahn- und Modelleisenbahn-Clubs (NIEMEC). Wir waren damals nicht immer einer Meinung, haben auch gestritten, aber aus der Distanz der Jahrzehnte betrachtet fragt man sich, warum man das nicht besser konnte. Sicher etwas, was man sich für die Gegenwart vornehmen kann.

Als ich 1987 von Nienburg nach Bremen zog, beendete ich auch meine Mitgliedschaft in NIEMEC (wie meine gesamten modellbahnerischen Aktivitäten). Daher wusste ich auch lange nicht, dass Gerd das Amt des Kassenwartes beim Deutschen Eisenbahn-Verein, dem Träger der Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen, übernommen hatte. Wer wäre dazu auch besser geeignet gewesen als er, der jahrzehntelang u.a. Buchhaltungswesen an den Berufsbildenden Schulen in Nienburg unterrichtet hatte.

Was ich auch erst vor nicht allzu langer Zeit erfahren habe: Gerd hatte auch mit 0m angfangen und dieses Hobby im Altersheim weiter betrieben.

Die Todesnachricht mit einem Link zu dieser besonderen Anzeige erreichte mich etwas zeitversetzt, und ich war sehr beeindruckt und berührt, was da als Ausdruck seines letzten Willens zu lesen war: die Bitte, statt der üblichen Blumen- und Kranzspenden eine Spende an den DEV zu überweisen, da ihm die Musums-Eisenbahn bis zu seinem Tode eine Herzensangelegenheit war. Dieser Bitte habe ich natürlich sofort entsprochen.

Und wisst ihr was? Ich fände es super, wenn ihr diese schöne Anzige nicht nur bewundert, sondern Gerd Schmidts letztem Wunsch auch entsprechen würdet. Muss ja keine Riesensumme sein. Jeder Euro zählt.

Gruß

Otto

Donnerstag 16. September 2021

PwPost der Ronsdorf – Müngstener Eisenbahn von Jaffa 0m

Da hat Jaffa mal wieder schneller geschossen als Wyatt Earp auch nur mit der Hand an den Colt kam. Nachdem ich gestern erstmals hörte, dass er den superkurzen PwPost mit 2m Achsstand jetzt entwickele, bekomme ich heute schon diese Bilder:

Das ist alles wirklich noch sehr roh, die meisten Anbauteile fehlen noch und das Bühnengeländer ist zu hoch.

Die originalen von v.d.Zypen gebauten Fahrzeuge liefen nicht nur bei RME, sondern auch bei den üblichen bergischen Verdächtigen: bei der Wermelskirchen – Burger Eisenbahn, der Hohenlimburger Klb. und der Barmer Bergbahn.

Im Modell dürfte das Fahrzeug mit dem superkurzen Achsstand wohl auch durch so superenge Kurven laufen, also solche mit 30cm Radius.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Wagen weiter geht.

Mittwoch 15. September 2021

Ist der nicht süß?

Kürzer als mein Jumper, und dennoch vereint dieser Winzling Gepäck und Postabteil und auch noch eine offene Plattform. Und warum erzähle ich euch das? Weil eine szenebekannte Lasercut-Firma dieses Wägelchen in Kürze als Bausatz 1:45, also 0m, herausbringt. In den nächsten Tagen, vielleicht sogar schon morgen, kann ich euch dann den Prototypen zeigen.

Der Wagen ist natürlich eine wunderbare Erzänzung zum bereits seit einiger Zeit lieferbaren (und gut verkauften) BC4 der Ronsdorf – Müngstener Eisenbahn. er lief aber nicht nur dort, sondern auch bei diversen anderen Meterspurbahnen. Ich werde berichten. OOK.

Dienstag 14. September 2021

Lagerschuppen der Wiedaer Eisenhütte

In Schmale Spuren 2/21 brachte ich einen Artikel „Hermann Grenzels Wiedaerhütte“. Hermann Grenzel war in der Station Wiedaerhütte der Südharzbahn aufgewachsen und hat schon als Schüler alle Gebäude der Eisenhütte vermessen und Maßzeichnungen angefertigt. Und er hat ein H0m-Modell der Station gebaut. Das alles ist ausführlich in dem Artikel dargestellt (das Heft ist noch lieferbar).

Die Station Schlufterhütte auf meiner 0m Anlage ist ein Klon dieser SHE-Station. Einiges konnte identisch hergestellt werden (z.B. das EG), anderes musste freier gehandhabt werden, u.a. deshalb, weil die über ein Dutzend Hüttengebäude meinen gesamten Anlagenkeller eingenommen hätten. Deshalb ersetzte ich sie durch eine alte Hammerschmiede, auch aus Wieda, aber an anderer Stelle im Ort.

Jetzt hat sich BAE Mitmacher Rudi daran gemacht, das offene Lagergebäude von Wiedaerhütte für die BAE in 1:45 nachzubauen. So sieht es auf Hermann Grenzels H0m-Diorama aus:

Ausschnitt aus einem Foto in Schmale Spuren 2/21

Auf der Basis von Hermann Grenzels Kugelschreiberskizze fertigte ich zunächst eine Grafik der Schmalseite an, damit Rudi schon mal anfangen kann, die Längsansicht beginne ich heute.

Damit kommt ein weiteres Identität stiftendes Ausstattungselement auf die BAE, mal abgesehen davon, dass es an der Modellhütte tatsächlich an einem Lagerschuppen mangelt. Im Gegensatz zum Original in Wiedaerhütte wird dies hier nicht der Versand-, sondern der Empfangsschuppen, in dem ankommende Kohle, Schrott, Eisenmasseln und Formsand gelagert werden. Denn die Schlufterhütte arbeitet nicht mehr als Hütte, sondern nur noch als Eisengießerei (so wie das bei der Wiedaerhütte in den letzten Jahrzehnten ihres Bestehens auch war).

Donnerstag 9. September 2021

Doch 0m im ADJ

Die neue von mir herausgegebene Fachzeitschrift Anlagen Design Journal (ADJ) ist kein 0m-Magazin, nicht mal eine 1:45-Zeitschrift, sondern ein Maßstab übergreifendes Fachblatt für Anlagen mit den Schwerpunkten Landschaftsdesign und vorbildentsprechender Betrieb.

Und doch kann da auch mal was Null-Emmiges drin sein, so wie jetzt in der gerade gestern erschienenen Ausgabe 2:

Dies ist nur ein Ausschnitt aus einem größeren Bild und das, worum es in dem Spezialartikel zum Thema Landschaftsdesign geht, ist nur ganz am Rande zu sehen. Hier geht es um den typisch Harzer Personenzug mit der BB-Mallet ACHTERMANN auf dem 3,3%-Gefälle von Oderteich nach Königskrug. Näheres über das ADJ hier: www.edition-jaffa.de

Dienstag 7. September 2021

Die Museums-Eisenbahn 3/21 wieder sehr interessant für uns

Lassen wir uns von dem breitspurigen Tw auf der Titelseite nicht beirren. Diese Ausgabe der DME bringt zwar zu mehreren Spurweiten etwas, aber die Meterspur dominiert eindeutig.

Der Artikel über die Ellok Typ Letmathe von den hochkarätigen Autoren der Schmalpurszene (Knupfer, Löttgers, W.-D.Richter, Rudat) umfasst immerhin neun prallvolle Seiten, und mit prallvoll meine ich auch, dass es hier richtig viel zu lesen gibt. „Noch ist Erhalt möglich!“ heißt der Aufruf. Aber wo dieser Erhalt stattfinden soll, diese Information findet sich ein wenig versteckt, einmal im Vorspann und einmal im allerletzten Absatz: bei den Bergischen Museumsbahnen in Wuppertal-Kohlfurth. Der Aufruf ist honorig, allein es fehlt ein Spendenkonto.*

Das doppelseitg abgedruckte historische Foto in der Heftmitte zeigt einen Zug der Kleinbahn Bremen – Tarmstedt (Jan Reiners) im Endbahnhof Tarmstedt. Dieses Bild allein wäre den Kauf dieser Ausgabe wert.

Alle meterspurbezogene weitere Meldungen, Infos und Bilder aufzulisten, wäre etwas viel Arbeit. Es ist – wie immer in der DME – ne Menge. OOK.

*Auch erst nachträglich entdeckt: Auf S. 22 ganz oben steht: Informationen zu den Hagener Loks und zur Möglichkeit, die Spendenaktion zur Rückholung einer Maschine zu unterstützen, findet der Leser auf der Internetseite der Bergischen Museumsbanen www.bmb-wuppertal.de

Sonntag 5. September 2021

Auf nach Dischingen!

Zweimal der Bahnhof Dischingen der Härtsfeldbahn, im Hintergrund das völlig restaurierte Original, davor ein 1:22,5-Diorama mit einem Modell des EGs. Seit dem epochalen Buch von Dr. Seidel wissen wir auch, was die quadratische Tafel an der Seite des Führerhauses bedeutet: die Wettervorhersage. Foto: Walter Gekeler


An den beiden Sonntagen 5. und 12. September finden die Saisonabschlussfahrten der erst kürzlich verlängerten Härtfeld Museumsbahn statt.
Am Sonntag, 12. September ist der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“, an
dem der denkmalgeschützte Bahnhof Dischingen geöffnet wird.
Fahrkartenschalter, Warteraum und Güterschuppen sind seit der Stilllegung der
Bahnstrecke 1972 in einen Dornröschenschlaf gefallen und können nun im
Originalzustand besichtigt werden. Es gibt Führungen durch das Denkmal. Auf der
alten Güterrampe und bis hinaus in den Garten führt zudem eine Gartenbahnanlage
mit Modellen auch von der alten Härtsfeldbahn, eine Attraktion für große und kleine
Kinder. Für das leibliche Wohl sorgt gegenüber dem Bahnhof der Faschingsverein
Dischingen. Die Verbindung zwischen der erst Anfang August eingeweihten
Endstation Katzenstein am Ufer des Härtsfeldsees und dem 2,6 km entfernten
Bahnhof Dischingen stellt stets im Anschluss an die Züge ein historischer Omnibus
her. Der Eintritt zum Denkmal ist frei, nur für die Zug- und Omnibusfahrten muss der
übliche Unkostenbeitrag entrichtet werden.
Die Abfahrt der Züge in Neresheim ist um 09:45, 11:10, 13:10, 14:50, 16:30 und
17:55 Uhr, in Katzenstein um 10:20, 11:45, 13:45, 15:25, 17:05 und 18:25 Uhr. Im
Fahrpreis inbegriffen ist die kostenlose Beförderung von Fahrrädern und
Kinderwagen. Der jeweils erste und letzte Zug verkehren mit Dieseltriebwagen T 33,
die restlichen Züge als Dampfzüge mit Dampflok 12. Aufgrund der gestiegenen
Inzidenzwerte gilt für eine Mitfahrt wieder die 3G-Regel, also geimpft, genesen oder
getestet zu sein. Zudem ist eine Kontaktdatenregistrierung auf Papier oder über die
Luca-App im Fahrkartenschalter Neresheim oder bei den Schaffnern auf den
anderen Stationen notwendig. In den Zügen gilt Maskenpflicht. Alle Infos zum
Fahrplan, zu den Corona-Regeln und Ausflugsvorschläge unter www.hmb-ev.de.
Für Gruppen ab 16 Personen wird um Reservierung unter reservierung@hmb-ev.de
gebeten. Für kleinere Gruppen ist immer Platz, kommen Sie einfach frühzeitig zum
Fahrkartenschalter. Es braucht keine Vorausbuchung, auch können keine Fahrkarten
zurückgelegt werden.

Mittwoch 18. August 2021

Fortschritte beim Zusammenbau der Lok RUR in Hüinghausen

Lange habe ich nichts gezeigt von den weiteren Arbeiten an der RUR, aber ein Blick in das Tagebuch von kleinbaan.de zeigt, dass viel passiert ist, hier nur zwei, na sagen wir mal drei Beispielbilder (von 17):

Die diversen Absperrhähne sind am Dom angeflanscht, der Regler montiert, und das Kesselspeiseventil in Bildmitte sitzt ebenfalls. Das dicke Teil links unten am Kessel ist das so genannte Umschaltventil. Was kann an so einer kleinen Lok umgeschaltet werden? Der Weg des Abdampfes von den Zylindern kann entweder direkt ins Freie führen oder aber in die Kondensationsanlage auf dem Dach. Die drei grauen Ringe werden in Kürze die Kesselbekleidung halten.

Ausprobieren der genauen Lage des Körtig Doppelluftsaugers am Kessel

So, nun ist sie dran, die Kesselbekleidung. Eine solche haben alle Dampfloks, aber bei Tramwayloks, wo Lokführer und Heizer ganz nah neben dem Kessel stehen, muss die Isolierung besonders gut sein. Alle Fotos: Roland Molz

Montag 16. August 2021

Nachschlag beim HMB-Beitrag

Beim Beitrag über die Eröffnung des zweiten Abschnittes der Härtsfeld Museumsbahn (s. quadratisches teaser-Bildchen oben rechts) hat es einen Nachtrag mit drei Fotos gegeben mit teils besonderen Perspektiven.

Ein Beispiel:

Dienstag 10. August 2021

Völker, seht ihr die Signale?

Kürzlich schien MIBA-Spezial 130 mit dem Titel „Signale – Auswahl – Technik – Praxis“. Das soll hier nicht rezensiert werden, dafür gibt es andere Stellen. Es wird eine gute Übersicht der bei deutschen Bahnen angewandten Signalformen geordnet nach Epochen gegeben, was fehlt ist – abgesehen vom Bayerischen Hauptsignal von Viessmann – ein Länderbahnsignal, wie es vor der Schaffung der Einheitssignale in diversen Bauformen existierte und bei Privatbahnen bis über die Mitte des 20. Jh. hinaus in Anwendung stand.

Solche wollte ich für meine BAE, denn auch bei der Südharzbahn hatte es solche Signale gegeben. Als Weinert dann mit seinen wunderbaren 0-Signal-Bausätzen herauskam, bat ich Rainer Emmermacher, der damals noch lebte, mir drei davon zusammenzulöten, aber eben als Länderbahnsignale:

• ohne Mastschild, stattdessen der Gittermast rot-weiß-rot gestrichen

• mit durchbrochenem Signalflügel

• mit großer Stellrinnenscheibe an der Vorderseite des Mastes

Genau so machte er es auch, die fertigen Signale sahen (und sehen) dann so aus:

Der T 12 der BAE brummt ohne Halt am Hp1 zeigenden ESig C von Sonnenberg vorbei. Das Signal steht links vom Gleis, weil es sonst im tiefen Einschnitt in der Kurve aus der Entfernung nicht erkennbar wäre (auf eine Schachbretttafel wurde verzichtet).

Sonntag 8. August 2021

BAE der Wiederinbetriebnahme näher gerückt

Am gestrigen Samstag konnte erstmal seit dem Ausbruch der Pandemie wieder etwas intensiver an der Anlage gearbeitet werden. Am Vormittag waren wir zu fünft, es wurde Anlage und Werkstätten völlig neu aufgeräumt und neue Ordnungssyteme geschaffen, nachdem durch die Flutung und nachfolgende hastige Rettungsmaßnahmen alles durcheinander geraten war.

Am Nachmittag kam dann noch unser OB 33-Spezialist hinzu, und unter seiner Leitung konnte die Telefonanlage weitgehend fertiggestellt werden. Sie funzt bereits, nur zwei Apparate müssen noch angeschlossen werden. Da steht der baldigen Betriebsaufnahme von der Seite nichts mehr entgegen. Es sind aber in Sonnenberg noch zwei Weichen zu reparieren.

Montag 2. August 2021

Endlich!

Ende letzten Jahres wollte ich schon von der Eröffnung der Streckenverlängerung der Härtsfeld-Museumsbahn berichten (https://0m-blog.de/ooks-journal-okt-bis-nov-2020/), die fiel aber aus, weil ein Unwetter einen Teil des neuen Bahndamms unterspült hatte. Aber hier zur Erinnerung eines der Fotos von Olaf Grosse, die ich damals zeigte:

Bei meiner Ankunft am Vorabend der Eröffnung machte ich kurz am Härtsfeldsee Station, dem künftigen Endpunkt der HMB. Einsam und verlassen der Bahnhof mit dem neu erbauten kleinen EG:

Endlich!

Jetzt hat es aber endlich geklappt. Nachdem auch in diesem Jahr die Eröffnungsfahrt erneut verschoben werden musste, war es gestern morgen endlich so weit:

Lok 12 wird aufgerüstet für den Tag, nimmt gerade Wasser.

Der erste Zug eines Betriebstages ist bei der HMB traditionsgemäß eine Triebwagentour, die letzte übrigens auch, dazwischen die Dampfzüge.

Den ersten Dampfzug erwartete ich dann am Härtsfeldsee:

An dieser Stelle ist der Zug noch fast komplett oberhalb der Deichkrone zu sehen, danach verschwindet er teilweise dahinter.

Der Zug ist im Bf Katzenstein am Härtsfeldsee angekommen, leider etwas entfernt vom EG. Die zahlreich aufgespannten Regenschirme sagen genug über das Wetter.

Lok 12 hat zum Umsetzen abgekuppelt und zieht Richtung Dischingen vor. Für mich war die Show damit beendet, ich musste die Heimfahrt antreten.

Den Härtsfeld-Museumsbahnern einen Riesenglückwunsch zur endlich erfolgten Verlängerung, vor allen Dingen aber auch ein Riesenkompliment für die jahre-, was sage ich: jahrzehntelange Geduld und Tapferkeit in der Verfolgung dieses ehrgeizigen Zieles gegen so manche Widrigkeit. Viel Erfolg und allzeit gute Fahrt bis Katzenstein – und eines Tages sicher auch bis Dischingen.

Samstag 31. Juli 2021

Zwei Fremde im Albula-Bahnmuseum Bergün

Kürzlich meldete Dr. Markus Strässle (St. Gallen), dass ein ex Misoxer Triebwagen der Rhätischen Bahn dem Bahnmuseum Albula in Bergün überstellt worden ist. Da mich meine D-A-CH-Kreuzfahrt auch über Bergün führte, konnte ich mich gleich überzeugen, dass das stimmt. Vorgestern abend „erwischte“ mich mein BAE-Freund Nico bei der Inspektion.

Mein Auto steht auf dem neuen Anschlussgleis des Bahnmuseums, das vom Nordende des Bahnhofs (Seite Filisur) ausgefädelt wird. Als das große Gebäude noch Zeughaus der Schweizer Armee war, fädelte aus dem Ladegleis ein Ziehgleis nach SSW in Richtung Val Tuors aus, von dort war in das Zeughausgleis zurückzudrücken.

Samstag 24. Juli 2021

Mal richtig viel 0m (und noch mehr 0n3)

Vorgestern konnte ich einer Einladung zur Besichtigung einer 0n3 Clubanlage in einem kleinen Ort in der Nähe von Winterthur (CH) folgen. Nun halte ich diesen Blog ja in der Regel strikt themenrein, nämlich Meterspur und 0m (und da auch ohne RhB), und wenn ich da eine Ausnahme mache, dann hat das Gründe.

Der Hauptgrund ist der, dass es mich einfach umgehauen hat, was ich zu sehen bekam. Zunächst die 0n3-Anlage, die der eigentliche Grund der Einladung war:

Das ist Cororado Narrow Gauge von Feinsten. Und nie hätte ich mir vorstellen können, dass eine solche Anlage in der Gestaltungsqualität auf dieser Seite des Atlantiks zu finden sein könnte. Na ja, die Schweizer halt!

Amerikanisch waren aber nicht nur das Vorbild und die Gestaltung, amerikanisch (oder was wir dafür halten) waren auch die Dimensionen. Ein kleiner Club mit weniger als einem Dutzend Mitglieder ist Erschaffer dieser Anlage in der Größe von zwei Dritteln einer Dreifelder-Sporthalle.

Ich war eigentlich immer der Ansicht, dass ich ziemlich gut in der Gestaltung von Felsen bin. Aber was ich da vorgestern sah, verweist mich doch auf die Plätze. Da werde ich noch versuchen, mehr Informationen zu erhalten, wie diese gewaltigen Felsmassierungen (das Bild zeigt nur einen winzigen Ausschnitt)) hergestellt worden sind. Das wäre mal was für ADJ: https://www.jaffas-moba-shop.de/buecher/

Nun zehn Kilometer weiter: 0m

Auch hier schicke ich noch einmal voraus, dass ich zwar ein Fan (und Kenner) der Rhätischen Bahn bin, sie aber in meinen Publikationen – print oder online – bewusst hintan halte, einfach weil 0m nach anderen, speziell deutschen Vorbildern, bisher jahrzehntelang zu kurz gekommen ist.

Da ich mir aber mittlerweile schon mal selber auf die Schulter klopfen darf, weil es mir doch gelungen ist, 0m deutsch in den Fokus zu rücken, kann ich es mir jetzt erlauben, weniger streng zu sein. Insbesondere, wenn eine 0m-Anlage nach Vorbild Rhätische Bahn so mitreißend und überzeugend gemacht ist wie diese:

Auch hier spielt Größe eine Rolle: Was wir hier sehen, ist ein 12m langer Gang auf einem Dachboden (auf dem Estrich, wie die Schweizer sagen), und ganz hinten knickt der Gang um 90° und es kommen weitere 12m.

Noch eine kleine Kostprobe:

Dass die Ge 6/6 II von Model Rail eine scharfe Lok ist, dürfen wir glauben, auch wenn sie hier mit etwas Bewegungsunschärfe ins Bild rauscht. Die BoBoBo, wie die Schweizer RhB-Fans den Typ nennen, kommt hier im ursprünglichen Grün, denn die ganze Anlage spielt in der Zeit vor dem Auftauchen roter Fahrzeuge.

Vielleicht später einmal mehr über diese beiden Anlagen.

Samstag 17. Juli 2021

Die BAE lebt wieder !

Morgen jährt sich der Tag der Flutkatastropohe, nein nicht an der Ahr, sondern im Keller meines Hauses mit der BAE-Anlage. Gerade gestern waren zwei treue* BAE-Freunde hier und haben die seither nicht betriebsfähige Anlage wieder flott gemacht. Von den Vorgängen habe ich keine Bilder gemacht, da selber intensiv mit Aufräumarbeiten beschäftigt war.

Aber am Schluss, als die Freunde schon weg waren, habe ich dieses Bild an der Grube Charlotte Elise aufgenommen:

Ich hoffe, dass bald die restlichen Arbeiten erledigt werden können, die vor der Wiederinbetriebnahme mit Fahrplanverkehr nötig sind, insbesondere die Fertigstellung der neuen OB 33 Fernsprechanlage. Ohne funktionierende Fernsprechverbindung zwischen den Zugpersonalen und dem Zugleiter darf nur ein Zug auf der ganzen BAE verkehren. Das ist nicht das, was wir wollen.

*Der ältere von den beiden ist seit über 25 Jahren bei der BAE.

Sonntag 11. Juli 2021

Diesel- und Inselbahntage in BruVi

Jeden Sommer zur gleichen Zeit finden die Diesel- und Inselbahntage auf der Museumns-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen statt, in diesem Jahr am WE 3./4. Juli. Ich konnte dabei sein, weil ich vorher in Bremen zu tun hatte und traf am Sonntag früh auf meinen Freund und langjährigen BAE-Mitmacher Nico.

Mitzufahren war nicht so sehr unsere Absicht, denn mit Maske auf einem zugewiesenen Platz zu sitzen, entsprach nicht so sehr unseren Vorstellungen, obwohl wir die Notwendigkeit durchaus einsahen. Da Nico DEV-Mitglied ist und von daher durchs Nicht-Mitfahren kein Einnahmeverlust entstand, beteiligte ich mich durch den Kauf einer Tageskarte am Aufwand, den die tapferen Museumsbahner trieben.

Der Wismarer Schienenbus T 41 war selbstverständlich mit von der Partie; sein perfekter Erhaltungs- und Pflegezustand war bewundernswert.

Der Fahrplan am Sonntag war sehr entspannt. Aber es waren ja Corona bedingt auch keine Riesenmengen an Fahrgästen zu fördern. Die Züge waren jedoch erfreulich gut gefüllt.

Hier wird ein PmG mit Cabrio zusammengestellt, der im Bild unten in Heiligenberg mit dem wartenden T 41 kreuzt.

Einige der aus den Bollywood-Filmen bekannten Komparsen hatten sich eingefunden und mimten Fahrgäste der Vorkriegszeit.

Eine weitere Zugkreuzung in Heiligenberg beobachteten wir (Nico und ich) von Bomhoffs Biergarten auf der anderen Seite der B 6 aus. Immer wieder beeindruckend, was der DEV alles an Fahrzeugen zu bieten hat.

Also, wer mal so richtig tief in Meterspur schwelgen und sich ein Bild machen will, was es da so alles gibt, sollte einen der nächsten Betriebstage nutzen.

Montag 28. Juni 2021

Der tote Punkt ist überwunden

Zwei Wochen kein Eintrag in OOKs Meterspur-Blog, na, das ist ja fast so lange wie in anderen Blogs, ganz ungewöhnlich. Die beiden Hauptgründe sind schnell genannt. Zum einen steht unser Haus nach dem Wasserschaden in der entscheidenden Phase der Rekonstruktion und ich muss hier mehr räumen und montieren als mir lieb ist. Das andere ist, dass aus Gehrden keine wirklichen Erfolgsmeldungen kamen, so wie wir das seit anderthalb Jahren gewöhnt sind. Da stagnierte es ganz heftig.

Jetzt aber ist der tote Punkt überwunden, in Gehrden und hier im Hause. Jaffa hat schon im Spur 0-Forum seinen „Gang nach Canossa“ gepostet. Da er mir seine Text vorab überspielte, kann ich in ähnlicher Form berichten, aber das als Gang nach Canossa zu bezeichnen, dafür sehe ich keinerlei Grund.

Nix Canossa

Als Jaffa die Bestellbarkeit und Lieferbarkeit der Kastenlok Typ RUR noch im zweiten Quartal 2021 ankündigte, glaubte er mit der Konstruktion des Antriebs für die RUR kurz vor der definitiven Lösung zu stehen.

Die problemlose Entwicklung des antriebslosen Rollmaterials hat ihn da wohl etwas zu zuversichtlich werden lassen: Das von ihm entwickelte Low-Cost-Antriebsfahrgestell für die RUR erwies sich als nicht alltagstauglich. Was im Testbetrieb unter Laborbedingungen annehmbar funktionierte, erwies sich als nicht stabil und zuverlässig unter Belastung und hatte von Anfang an nicht die Laufeigenschaften, die ein Käufer erwarten kann.

Der Versuch, an verschiedenen Stellen zu optimieren, brachte bestenfalls marginale Änderungen. So hat er die konsequente Entscheidung getroffen, einen kompletten Reset für diesen Antrieb zu machen. Das heißt neben der terminlichen Verzögerung, dass es auch die Low-Cost-Variante zu einem Komplettpreis als Bausatz von 198 € nicht geben wird.

Wie Phönix aus der Asche

Aber deshalb ist das Projekt nicht gestorben; zumal alles oberhalb des Fahrwerks – Aufbauten, Kessel und Zurüstteile – ja bereits seit Monaten lieferfähig wären. Jetzt hat mit Uwe Stehr jemand den konstruktiven Part übernommen, der im FREMO H0e-Bereich ein bekannter Antriebbauer ist und komplett andere Antriebskonzepte realisiert: Fahrgestellrahmen als 3D-Druck, Achsen kugelgelagert, eine Achse mit Pendellager, Glockenankermotor. Und dann auch noch zwei Antriebsvarianten: eine mit einer zentralen Schneckenwelle, die die beiden Achsen antreibt, und eine zweite, bei der die Kraftübertragung auf die Achsen über Zahnräder geschieht. Nach dem Stand der Dinge wird Jaffa die zweite Variante auf den Markt bringen, die außerdem den Vorteil hat, dass sich eine größere Schwungmasse unterbringen lässt.

Auf jeden Fall aber sind beide Achsen direkt angetrieben und die Kuppelstange läuft nur noch »dekorativ« mit:

Der erste Prototyp ist lauffähig … es ist also Land in Sicht.

Allerdings mit dem Wermutstropfen, dass mit dieser Ausstattung der ursprünglich genannte Preis nicht zu halten ist.

Mehrwert des Neustarts in Sachen Antriebe

Das Gute an diesem konstruktiven Neuansatz ist, dass damit auch der Grundstock gelegt ist, für alle anderen 2-Achsantriebe, die von Jaffa 0m zu erwarten sind: Die Achsgetriebekapseln mit Kugellagern und der Umlenkung von der Schneckenwelle auf das Stirnzahnrad der Achse wird als Baueinheit bei allen Antrieben identisch sein. Bei Antrieben mit größerem Achsabstand wird der Motor neben der Antriebswelle und zwischen den Achsen montiert, so dass der Antrieb z.B. für Tram-Antrieb und Drehgestellantriebe sehr flach baut und Unterflur angeordnet werden kann. Für extrem kurze Achsabstände wie bei der RUR, wo aber nach oben Luft ist, gibt es zwischen Schneckenwelle und Motorritzel ein Zwischenzahnrad.

Es ist also zugleich die Basis gelegt für ein Antriebsfahrgestell des Straßenbahn Triebwagens und die Drehgestellantriebe des Wismarer Tw Typ Frankfurt.

Noch ’ne Hängepartie

Bei den Bausätzen für die Heusinger-Steuerung zur Superung des Magic-Train-B-Kupplers gabs ein vergleichbares Problem, das zu Verzögerungen führte: Die Anfertigung der Gestängeteile als 0,5er Neusilber-Ätzblech war gewissermaßen Routine, Kreuzkopf und Gleitbahnträger waren als 3D-Druck vorgesehen. Aber letzteres ist eben auch nicht die solide 100-Prozent-Lösung, sondern bleibt mit leichtem Bauchgrummeln verbunden. Deshalb lassen wir jetzt eine kleine Auflage gießen und werden den Steuerungsbausatz alternativ mit Gleitbahnträger/Kreuzkopf aus Resin oder gegen Aufpreis aus Messingguss anbieten.

Soviel für den Moment zum Thema Triebfahrzeuge. Bei dem sonstigen Rollmaterial gibts dafür nur gute Nachrrichten.

Neues zum Rollmaterial 0m

Und ein erstes Produkt, bei dem wahlweise diese Achsen oder die Speichenachsen eingesetzt werden können, gibt es auch bereits im Shop: Weyer-Drehgestelle, die übrigens – weil vorbildgerecht – auch für 0e erhältlich sind (eine kleine Anzahl Achssätze für 0e ist ebenfalls vorrätig).

In Kooperation mit Schnellenkamp haben wir uns für Entwicklung von Scheibenradachsen 0m stark gemacht. Die sind nun lieferbar, sowohl bei Schnelli wie auch bei Jaffa 0m.

Diese Achsen sind Grundlage, um das Wagenprogramm vorbildgerecht auszuweiten. Auch der Beiwagen für die Reutlinger Straßenbahn kann jetzt endlich komplettiert werden.

Und ein erstes Produkt, bei dem wahlweise diese Achsen oder die Speichenachsen eingesetzt werden können, gibt es auch bereits im Shop: Weyer-Drehgestelle, die übrigens – weil vorbildgerecht – auch für 0e erhältlich sind (eine kleine Anzahl Achssätze für 0e ist ebenfalls vorrätig).

Weiterhin ist ein universell nutzbares 2-Achs-Fahrgestell kurz vor Vollendung. Es wird standardmäßig mit 3,30 m Achsabstand angeboten, kann aber auch gegen geringen Aufpreis mit variablen Abständen bestellt werden. Das Fahrgestell gibt es – wie bei Vorbild – als gebremste und ungebremste Variante (erstes Bild, hinten die gebremste Variante):

Zunächst wird es diesen Wagen ohne Aufbauten für Eigenkonstruktionen geben, mit kurzem zeitlichen Abstand werden aber
auch zwei Komplettbausätze mit einem 0-Wagen und einem G-Wagen folgen, eventuell auch noch einige Untervarianten dazu.

Die bisher im Shop verfügbaren PKB-Wagen sind eine gute Wahl für Straßenbahn-Szenarien. Aber mit diesen Wagen sind dann auch »richtige« Güterwagen verfügbar.

OOK/Jaffa

Sonntag 13. Juni 2021

Sauerländer Kleinbahner in HOHENPLETTBERG

Auf der Rückreise vom Sauerlande in den Harz machte er einen Schlenker über Hamm, wollte mal sehen, ob sein neuer langer Rollwagen von KS durch die 40cm-Bögen auf den HOHENPLETTBERG-Modulen läuft. Den Schnelli-Rollwagen hatte er auch dabei.

Der lange Rollwagen von KS im 40cm-Bogen im Anschluss Seissenschmidt in HOHENPLETTBERG. Die Drehgestelle rollen zwar gerade noch, klemmen aber.

Man sieht, dass die Spurkränze anschlagen. Also durch 50cm-Bögen läuft er – und mehr (bzw. weniger) hat KS auch nicht versprochen.

Oben der kurze Rollwagen von Schnell, unten der lange von KS mit Schnellenkamp Drehgestellen. Der KS Rolli geht durch 40cm-Bögen, dass es dennoch hier und dort hakelte, kann auch an Ungenauigkeiten der Geise liegen, z.B. Rille zu eng. Das muss im Einzelnen untersucht werden.

Und hier noch ein Bild nur zur Erbauung nach dem Aufsetzen der Hochbauten auf das Modul: Ein Kesselwagen von O-scale models auf dem Schnelli Rollwagen in der Einfahrt zu Seissenschmidt

Freitag 11. Juni 2021

Meterspur-Bonanza in DME 2/21

Heute war die neue DME im Briefkasten:

Die Museums-Eisenbahn in Bruchhausen-Vilsen ist meterspurig, wer wüsste das nicht. Von daher eigentlich keine so große Überraschung, dass das neue Heft prallvoll mit großartigen Meterspurartikeln ist. Und dennoch, diesmal ist wirklich mehr als großartig. Das ergreifende Titelbild aus der Sammlung Wolf-D. Groote illustriert einen fünfseitigen Artikel über den Bf Schafbrücke der KAE von Gerd Wolff, ergänzt um eine Seite über den Bf Lüdenscheid aus der Feder von Wolf D. Groote, Synergie vom Feinsten.

Weitere illustrierte Meterspur-Meldungen betreffen die Probefahrten der Chiemseelok in Wernigerode, den Neuzugang ex Steinhelle – Medebach bei der Märkischen Museumsbahn (über den hier auch schon berichtet wurde), zwei aktuelle Seiten über die Brohltalbahn und – last not least, wie könnte es anders sein – sieben Seiten über Fahrzeugaufarbeitungen in BruchhausenVvilsen, darunter auch die Lok JAN REINERS der ehemaligen Klb. Bremen – Tarmstedt.

Jetzt noch ganz hinter vorgehaltener Hand: Auf S. 30/31 eine geradezu begeisterte (und begeisternde) Rezension der Broschüre Ich fang an mit 0m von Ma Petitesse. Autor: MS = Dr. Markus Strässle

Mittwoch 9. Juni 2021

Und noch ne Rezi …

… und zwar im online-Magazin des Spur 0 Magazin-Forums:

Johann Baptist Schrall, in den Foren als JBS unerwegs, hat eine ziemliche ausführliche wohlwollende Rezension geschrieben, schon vor einiger Zeit, aber irgendwie blieb sie in den SNM Mahlwerken hängen, so dass es eine Weile gedauert hat, bis sie an der sichtbaren Oberfläche auftauchte. Jetzt aber könnt ihr sie hier lesen:

https://www.spurnull-magazin.de/zum-weiterlesen/buecher/ich-fang-an-mit-0m-ein-schmalspur-handbuch/

Montag 7. Juni 2021

Spannende Bilder aus Hohenlimburg

Im Meterspur- und 0m-Forum (Bereich II.2) hat der User BW Hagen-Eckesey vier spannde Bilder von der Hohenlimburger Klb. eingestellt, hier eins davon:

Das Einsetzen des Kuppelbaumes ist auch für zwei Mann eine schwere Arbeit. Besondere Beachtung verdient noch die Umlenkrolle links. Wie die verwendet wurde, hat ein anderer User in besagtem Forum, Hannes, im Modell (0m) nachgestellt und darüber ein Video eingestellt.

Von der gleichen Aktion beim Vorbild (in Hohenlimburg und anderswo) gibt es bisher keine Bilder. Sollte ein Leser ein solches Bild haben, wären Blog und Forum sehr daran interessiert.

Freitag 4. Juni 2021

BAE aus neuer Perspektive

Im Meterspur- und 0m-Forum (im Bereich IV.8) hab ich eine kleine Serie laufen mit dem Titel „Coronabilder von der BAE.“ Da ist dieses hier heute hinzugekommen. Wer das Bild gemacht und warum und gegen wen, könnt ihr dort auch lesen.

Mittwoch 2. Juni 2021

Hermann Grenzels Wiedaerhütte

Am 10. Mai stellte ich euch das Heft 2/21 von Schmale Spuren vor. Im abgebildeten Inhaltverzeichnis stand dort unter anderem ein Artikel „Hermann Grenzels Wiedaerhütte“. Den Bahnhof Wiedaerhütte hatte ich schon anno tobak in meinem Buch „Harzer Schmalspur-Spezialitäten I“ beschrieben und dokumentiert. Dort war auch schon erwähnt, dass ich die Gebäudezeichnungen nur deshalb anfertigen konnte, weil Hermann Grenzel, der als Sohn ds Bahnhofsvorstehers seine Kindheit und Jugend dort verbrachte, schon als Schüler alle dortigen Gebäude vermessen und skizziert hatte. Also nicht nur das EG, sondern auch wichtige Gebäude der Eisenhütte. Die realisierte er dann später auf seiner kleinen H0m-Anlage Wiedaerhütte. Hier ein Ausschnitt:

Alle Gebäude sind in der korrekten Anordnung wie beim Vorbild aufgestellt, aber diese Perspektive ist durch kein einziges Vorbildfoto dokumentiert. Umso wertvoller ist diese Modelldarstellung, die die alte Gießerei (es gab auch eine neue) und das offene Versandlager zeigt. Im besagten Heft von Schmale Spuren gibt es mehr Fotos von der H0m-Anlage und auch einige weitere Skizzen von Hermann Grenzel. Unter anderem diese hier:

Deshalb ist es auch möglich, dass ein 1:45 Modell des Lagers irgendwann einmal an der Schlufterhütte der BAE zu sehen sein wird.

Donnerstag 27. Mai 2021

Freundliche Rezensionen der 0m-Broschüre

„MK“ ist Martin Knaden, der MIBA Chefredakteur.

Hinter dem Kürzel PW verbirgt sich Peter Wieland, der Modellbahn-Redakteur des eisenbahn magazins.

Bessere Rezensionen konnte ich mir nicht wünschen.

Samstag 15. Mai 2021

Alles paletti?

Ein ausgewiesener 0e-Fan malt die Hintergrundkulisse für eine 0m-Anlage.

Wilfried Link hatte die Hintergrundkulissen gesehen, die Helmut Heinert (Lummerland und so) bei der BAE II in Bremen gemalt hatte und engagierte den Künstler dann auch für seine ebenfalls 0m-spurige LBW.

Nachdem Helmut fertig meldete, warf Wilfried den Benzinmotor seines Wismarer Schienenbusses an und ließ ihn in einer Abnahmefahrt vor dem neuen Waldrand vorbeirattern.

Perfekt ist der Übergang zwische gemalter Kulisse und realer Modelllandschaft gelungen. Wilfried ist leider schon eine Weile nicht mehr unter uns, und wo der Schienenbus heute sein Brot verdient, entzieht sich meiner Kenntnis.

Montag 10. Mai 2021

Das Heft 2/21 von Schmale Spuren wird zur Zeit gedruckt

Die Sernftalbahn war das Gegenbild zu den Schweizer Hochleistungmeterspurbahnen RhB, FO, BVZ, MGB etc., eher eine elektrische meterspurige Bimmelbahn. Hans Waldburger, der legendäre Schweizer Eisenbahn- und Schmalspurbahnfreund, liebte sie besonders und hat auch ein Buch über sie geschrieben.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, was im neuen Heft von Schmale Spuren über die 0m-Anlage nach dem Vorbild der Sernftalbahn stehen wird.

Aber für die Freunde deutscher Meterspur steht auch etwas im Heft, ein ziemlich ausführlicher Artikel sogar über die Station Wiedaerhütte der Südharzbahn von MaPetitesse. Und zwar die ganz persönliche Perspektive von Hermann Grenzel, der der Sohn des Bahnhofsvorstehers war und hier seine Kindheit und Jugend verlebt hat. Und alles ringsherum vermessen und skizziert hat. Zum Beispel die Gebäude der Wiedaer Eisenhütte.

Donnerstag 29. April 2021

Verbretterung bei Güterwagen

Im Meterspur- und 0m-Forum hat ein User seinen total selbstgebauten GG (Vorbild HSA) vorgestellt und dabei erwähnt, dass er die Befestigungselemente für die Bretter an den L und U-Eisen „branchenüblich“ durch Eindrücken von Nietimimation in die Evergreen-Profile erzeugt hat.

Das löste einen Kommentar aus, der darauf hinweis, wie es beim Vorbild gemacht wird. Da dies eine wichtige generelle Information zum Thema Vorbildwissen ist, ist das jetzt in einem besonderen Thema gelandet.

Diesen Wagen habe ich Mitte der Siebziger bei der Selketalbahn aufgenommen. An diesem Beispiel kann man die Prinzipien gut erkennen. Im genannten Forum geht es dazu wesentlich mehr ins Detail inkl. original Vorschriften:

https://www.meterspur-und-0m-forum.de/ im Bereich IV.2

Mittwoch 28. April 2021

„Darf man denn das Bild mal sehen, das Jaffa da gemacht hat?“

Das schrieb einer noch gestern abend. Und die Frage ist berechtigt. Andererseits konnte ich daraus schließen, dass er ganz offensichtlich das BAE-Buch nicht besitzt. Sonst hätte er sich an diese Doppelseite 218/19 erinnert, wo das Bild in 48cm Breite prangt:

Das ist ein Einblick in den Bereich hinter dem großen Bunkergebäude, in den man als Fahrpersonal nicht schauen kann. Und im Untergeschoss kann dort bei Betrieb auch keine Leiter stehen, den auch dort fahren Züge und laufen Zugpersonale herum.

Dienstag 27. April 2021

Was macht Jaffa denn da?

Fotos wie dieses heißen bei uns „making of“-Bilder, weil es nicht eigentlich um das Motiv des Bildes geht, sondern darum, wie es entstanden ist. Das Bild, nicht das Motiv. Aber was kann man hier erkennen? Jaffa fotografiert von oben herab den Steinbruch Königskopf auf meiner Braunlage-Andreasberger Eisenbahn, die zum Glück in Spur 0m angelegt ist, sonst dürfte sie hier nicht rein.

Was man nicht sehen kann ist, dass Jaffa im Untergeschoss der Anlage auf einer Leiter steht und seinen Oberkörper durch eine Luke in der Landschaftsoberfläche hinter den Türmen der Harzer Wollsackverwitterung gezwängt hat. Viel höher kann er nicht, denn da kommt schon die 2,44m hohe Kellerdecke.

Dass Jaffa so viel Aufwand treibt, um genau diese Steinbruchanlage zu fotografieren, hat einen Grund. Es sind dort viele von ihm erzeugte Elemente integriert: Der Derrick, das Treibehaus des Derricks, der Lorenschrägaufzug, die Schärfbude und vor allen Dingen die richtig funktionierenden Schüttruschen in der Steinwand unterm Bunkergebäude.

Normalerweise herrscht hier im Bf. Königskrug jeden Monat einmal intensiver Betrieb. Doch auch hier hat Corona die eiserne Hand drauf gelegt und still ruht der Bruch.

Freitag 16. April 2021

Straßenbahn-Panto so gut wie aus

Jaffas Reutinger Straßenbahn Tw kam zunächst mit einem Stromabnehmer, von dem alle wussten: ganz gut, aber nicht gut genug:

Da sprang Schnelli in die Bresche, der schon seit einiger Zeit was Elektrisches plante. Es dauerte nicht allzu lange, bis er einen Stromabnehmer in Bausatzform anbieten konnte, der das Herz aller veritablen Straßenbahnfreunde höher schlagen ließ (rechtes Bild).

Da er selber mit seinem Tramprogramm noch nicht so weit war, überließ er diese wunderschönen Stromabnehmer Jaffa zum Alleinvertrieb.

Aber so schön diese Teile sind, so speziell sind sie auch, und ich konnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sie in größerer Stückzahl absetzbar sein würden. Aber dies ist nicht das erste Mal, wo ich mich sehr freue, Unrecht gehabt zu haben. Vor einigen Tagen meldete Jaffa: fast ausverkauft.

Aber es gibt auch eine gute Meldung: Nachschub ist geordert und schon auf dem Weg nach Gehrden. Keine Ahnung, ob die zweite Pantoserie auch vor dem Suezkanal warten musste, jedenfalls sind sie bald da – und es wird keinen Lieferstopp geben.

Freitag 9. April 2021

Herzynia Weichenvertrieb jetzt mit eigener Website

Im 0m Einsteigerhandbuch und in der Zeitschrift Schmale Spuren habt ihr sicher schon das Logo von Herzynia gesehen:

Seit heute gibt es auch eine Website, auf der alle Weichen im Herzynia-Programm beschrieben sind. Und eine Bestell-email ist auch drin. Schaut mal rein:

https://herzynia-weichen.jimdofree.com/

Ostersonntag 4. April 2021

Deutscher Beifang auf schweizer Heimreise

Am 27. März, also erst vor wenigen Tagen, war der bekannte St. Galler Schmalspurfreund Dr. Markus Strässle zu einem Bahnevent in Broc-Fabrique an der ehemaligen GFM (von dem er noch ausführlich in Schmale Spuren berichten wird, wie er mir versicherte). Bei der Heimreise kam er mit dem MOB-Zug durch den Bf Chernex, wo die MOB ihre Hauptwerkstätte hat und konnte aus dem Zug ein Lökchen fotografieren, das manchem von uns ziemlich bekannt vorkommen dürfte:

Wer es kennt, das Lökchen, wird auch wissen, dass es ein Schwesterchen hat, ein Zwillingsschwesterchen sogar, und gar mancher hofft mehr oder weniger heimlich, dass die auseinandergerissenen Zwillige bald einmal wieder zu einem doppelten Lottchen, pardon Lökchen zusammengekuppelt werden können.

Samstag 3. April 2021

Jaffas neue Tutorials

Die virtuellen Spur 0-Tage haben bei Jaffa einiges bewirkt und seiner medialen Kreativität, die schon immer überdurchschnittlich war, einen neuen Schub gegeben. Dabei ist nicht nur ein virtueller Messestand entstanden, sondern auch eine Reihe kleiner Tutorials, z.B. diesem hier:

Die Supports sind der Pferdefuß des 3D-Druck. Je nach Verfahren und Material sind es unterschiedlich viele, bei dem gedruckten Gehäuse der MKB 10 sind es ziemlich viele. Sie zu entfernen, ohne am guten Stück versehentlich was zu beschädigen, erfordert Sorgfalt, aber auch ein wenig Wissen um die jeweils optimale Technik mit dem optimalen Werkzeug. Das wird hier detailliert und in angenehmer Form beschrieben:

Weitere sind in Vorbereitung.

Donnerstag 1. April 2021

MV 8 Varianten

Bei der MV 8, die Schnelli mir zu Testfahrten überlassen hatte (sie ist wieder zurück in Buseck) handelt es sich um die Variante mit senkrechten (statt abgeschrägten) Seitenwänden. Dazu gab es im Spur 0-Forum eine Kritik von „hespertalbahn“:

„Ganz nett soweit, aber:

Während auf dem oberen Bild (auf dem Schnellenkamp’sche Testring) eine der Hohenlimburger Loks (mit den nach oben eingezogenen Führerhausseiten) zu sehen ist, sieht man unten die beiden Wandsbeker Loks (mit den geraden Führerhausseiten).

Bei den beiden Wandsbeker Loks gingen die Stirnfenster -im Gegensatz zu den Hohenlimburger Loks- bis unmittelbar zur Motorhaube herab (so wie auch bei den drei MV8 der Rhein-Sieg-Eisenbahn).“

Dazu folgt noch ein Link zu einem Bildbeleg. Es ist natürlich schade, dass dieser Fehlerhinweis erst nach dem Abschluss des Formenbaus gekommen ist, aber da kann man dem Schreiber keinen Vorwurf machen, er hat keine Bringschuld.

Mein Kommentar:

Wem schadet dieser Fehler? Denjenigen, die eine 0m-Anlage nach dem Vorbild der Wandsbeker Industriebahn bauen, also nach meiner Schätzung zwischen 0 und 1 Modellbahnern. Ebenfalls meine persönliche Vermutung ist, dass die meisten Erwerber der MV 8 das Vorbild Hohenlimburg im Visier haben. Und die anderen: ihre eigene Privatbahn, die sie so nennen, wie sie wollen. Und da kann diese „Variante“ einer Wandsbeker MV 8 mit nicht ganz heruntergezogenen Fenstern ohne Weiteres laufen, ohne dass jemand „Falsch!“ rufen dürfte.

Ich gehöre keineswegs zu der „Bei Schmalspur geht alles“-Fraktion, nein, wirklich nicht. Aber als „Betreiber“ einer selbsterfundenen Bahngesellschaft hat man doch gewisse Freiheiten, egal ob es sich um Schmal- oder Regelspur handelt. Als Direktor der meterspurigen Braunlage – Andreasberger Eisenbahn habe ich von diesen Freiheiten schon häufiger Gebrauch gemacht.

Vielleicht ist es sogar gerade gut, dass für Modellbahner, die weder Hohenlimburg noch Wandsbek noch Steinhuder MeerBahn noch Appenzell noch Rhein-Sieg als Vorbild wählen wollen, eine „Sonderbauart“ für genau ihre individuelle Bahn existiert.

Zu den älteren Journalbeiträgen: