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Freitag 16. April 2021

Straßenbahn-Panto so gut wie aus

Jaffas Reutinger Straßenbahn Tw kam zunächst mit einem Stromabnehmer, von dem alle wussten: ganz gut, aber nicht gut genug:

Da sprang Schnelli in die Bresche, der schon seit einiger Zeit was Elektrisches plante. Es dauerte nicht allzu lange, bis er einen Stromabnehmer in Bausatzform anbieten konnte, der das Herz aller veritablen Straßenbahnfreunde höher schlagen ließ (rechtes Bild).

Da er selber mit seinem Tramprogramm noch nicht so weit war, überließ er diese wunderschönen Stromabnehmer Jaffa zum Alleinvertrieb.

Aber so schön diese Teile sind, so speziell sind sie auch, und ich konnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sie in größerer Stückzahl absetzbar sein würden. Aber dies ist nicht das erste Mal, wo ich mich sehr freue, Unrecht gehabt zu haben. Vor einigen Tagen meldete Jaffa: fast ausverkauft.

Aber es gibt auch eine gute Meldung: Nachschub ist geordert und schon auf dem Weg nach Gehrden. Keine Ahnung, ob die zweite Pantoserie auch vor dem Suezkanal warten musste, jedenfalls sind sie bald da – und es wird keinen Lieferstopp geben.

Freitag 9. April 2021

Herzynia Weichenvertrieb jetzt mit eigener Website

Im 0m Einsteigerhandbuch und in der Zeitschrift Schmale Spuren habt ihr sicher schon das Logo von Herzynia gesehen:

Seit heute gibt es auch eine Website, auf der alle Weichen im Herzynia-Programm beschrieben sind. Und eine Bestell-email ist auch drin. Schaut mal rein:

https://herzynia-weichen.jimdofree.com/

Ostersonntag 4. April 2021

Deutscher Beifang auf schweizer Heimreise

Am 27. März, also erst vor wenigen Tagen, war der bekannte St. Galler Schmalspurfreund Dr. Markus Strässle zu einem Bahnevent in Broc-Fabrique an der ehemaligen GFM (von dem er noch ausführlich in Schmale Spuren berichten wird, wie er mir versicherte). Bei der Heimreise kam er mit dem MOB-Zug durch den Bf Chernex, wo die MOB ihre Hauptwerkstätte hat und konnte aus dem Zug ein Lökchen fotografieren, das manchem von uns ziemlich bekannt vorkommen dürfte:

Wer es kennt, das Lökchen, wird auch wissen, dass es ein Schwesterchen hat, ein Zwillingsschwesterchen sogar, und gar mancher hofft mehr oder weniger heimlich, dass die auseinandergerissenen Zwillige bald einmal wieder zu einem doppelten Lottchen, pardon Lökchen zusammengekuppelt werden können.

Samstag 3. April 2021

Jaffas neue Tutorials

Die virtuellen Spur 0-Tage haben bei Jaffa einiges bewirkt und seiner medialen Kreativität, die schon immer überdurchschnittlich war, einen neuen Schub gegeben. Dabei ist nicht nur ein virtueller Messestand entstanden, sondern auch eine Reihe kleiner Tutorials, z.B. diesem hier:

Die Supports sind der Pferdefuß des 3D-Druck. Je nach Verfahren und Material sind es unterschiedlich viele, bei dem gedruckten Gehäuse der MKB 10 sind es ziemlich viele. Sie zu entfernen, ohne am guten Stück versehentlich was zu beschädigen, erfordert Sorgfalt, aber auch ein wenig Wissen um die jeweils optimale Technik mit dem optimalen Werkzeug. Das wird hier detailliert und in angenehmer Form beschrieben:

Weitere sind in Vorbereitung.

Donnerstag 1. April 2021

MV 8 Varianten

Bei der MV 8, die Schnelli mir zu Testfahrten überlassen hatte (sie ist wieder zurück in Buseck) handelt es sich um die Variante mit senkrechten (statt abgeschrägten) Seitenwänden. Dazu gab es im Spur 0-Forum eine Kritik von „hespertalbahn“:

„Ganz nett soweit, aber:

Während auf dem oberen Bild (auf dem Schnellenkamp’sche Testring) eine der Hohenlimburger Loks (mit den nach oben eingezogenen Führerhausseiten) zu sehen ist, sieht man unten die beiden Wandsbeker Loks (mit den geraden Führerhausseiten).

Bei den beiden Wandsbeker Loks gingen die Stirnfenster -im Gegensatz zu den Hohenlimburger Loks- bis unmittelbar zur Motorhaube herab (so wie auch bei den drei MV8 der Rhein-Sieg-Eisenbahn).“

Dazu folgt noch ein Link zu einem Bildbeleg. Es ist natürlich schade, dass dieser Fehlerhinweis erst nach dem Abschluss des Formenbaus gekommen ist, aber da kann man dem Schreiber keinen Vorwurf machen, er hat keine Bringschuld.

Mein Kommentar:

Wem schadet dieser Fehler? Denjenigen, die eine 0m-Anlage nach dem Vorbild der Wandsbeker Industriebahn bauen, also nach meiner Schätzung zwischen 0 und 1 Modellbahnern. Ebenfalls meine persönliche Vermutung ist, dass die meisten Erwerber der MV 8 das Vorbild Hohenlimburg im Visier haben. Und die anderen: ihre eigene Privatbahn, die sie so nennen, wie sie wollen. Und da kann diese „Variante“ einer Wandsbeker MV 8 mit nicht ganz heruntergezogenen Fenstern ohne Weiteres laufen, ohne dass jemand „Falsch!“ rufen dürfte.

Ich gehöre keineswegs zu der „Bei Schmalspur geht alles“-Fraktion, nein, wirklich nicht. Aber als „Betreiber“ einer selbsterfundenen Bahngesellschaft hat man doch gewisse Freiheiten, egal ob es sich um Schmal- oder Regelspur handelt. Als Direktor der meterspurigen Braunlage – Andreasberger Eisenbahn habe ich von diesen Freiheiten schon häufiger Gebrauch gemacht.

Vielleicht ist es sogar gerade gut, dass für Modellbahner, die weder Hohenlimburg noch Wandsbek noch Steinhuder MeerBahn noch Appenzell noch Rhein-Sieg als Vorbild wählen wollen, eine „Sonderbauart“ für genau ihre individuelle Bahn existiert.

Zu den älteren Journalbeiträgen: