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Donnerstag 26. November 2020

Auflösung des „Rätsels“ vom 30. Oktober

Hier werden mehrere solcher „Nissenhütten“ inspiziert und dann beschlossen, dass man damit noch etwas anfangen kann: Kübelwagen der Nassauischen Kleinbahn rekonstruieren. Ausführlicher steht das in diesem Beitrag.

Dienstag 24. November 2020

Überarbeitete Montageanleitung für Jaffas PKB-Wagen

Eine Besonderheit von Jaffas Lasercut-Bausätzen ist, dass sie die Anmutung von Bauteilen, die üblicherweise aus einem Stück daher kommen (aus Messing oder Kunststoffspritzguss) durch Zusammenfügen mehrerer Elemente erzeugen. Das macht den Zusammenbau natürlich aufwändiger, zumindest aber ungewohnt, wenn man erstmals mit dieser Technik zu tun hat.

Dieser Herausforderung versucht Jaffa durch besonders detaillierte Montageanleitungen zu begegnen, die man auch schon vor dem Kauf des Bausatzes gratis herunterladen kann, um zu schauen, ob man sich das zutraut.

Feed-back von bisherigen Bausatzbauern hat gezeigt, dass die Montageanleitung an manchen Stellen noch klarer sein könnte, deshalb wurde sie jetzt stark überarbeitet und weist zahlreiche neue Bilder, neue Bezeichnung der Bauteile und einen angepassten Text auf.

Dies ist nur ein Screenshot aus Jaffas Moba-Shop 0m-Seite. Daher funzt der PDF-Link hier nicht, zum Runterladen muss man auf die Shop-Seite gehen.

In der Bezeichnung des Links ist übrigens das Datum enthalten (hier 201118), so dass man schnell feststellen kann, ob man die aktuelle Version besitzt.

Hinweis: Diese Montageanleitung gilt für den G-Wagen und den O-Wagen!

Montag 23. November 2020

Ein heimlicher Südharzer in Georgenthal

Vor langer langer Zeit hat Michael Lückert aus Leipzig mal Fahrzeuge der Gera – Meuselwitz – Wuitz-Mumsdorfer Eisenbahn in H0m nachgebaut. Doch die GMWE verwand nach und nach von der Bildfläche.

Viele Jahre später, anfang der 2000er Jahre, stieß Michael im Internet auf die IG Hirzbergbahn, deren Schmalspurabteilung sich die Rettung und Restaurierung von Fahrzeugen ehemals thüringischer Schmalspurstrecken auf die Fahne geschrieben hatte. Und da gehörte ja die GMWE dazu – toll! Im Mai 2018 besuchte er die Jungs das erste Mal in ihrer Werkstatt in Georgenthal und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Da standen perfekt aufgearbeitete Wagen seiner Lieblingsstrecke, andere waren in Arbeit.

Darüber, was er dort in Georgenthal vorfand, hat Michael kürzlich eine Bildreportage im Bimmelbahn-Forum gebracht. Ich hatte schon die vielen Bilder von aufgearbeiteten und in Aufarbeitung befindlichen Wagen mit Staunen bewundert. Aber so richtig Klick machte es bei mir, als der mir (u.a. aus dem Harz- und Harzbahnforum) gut bekannte Feldbahn-Alex in Michaels Strang schrieb, der wunderschöne Ow-Wagen sei gar kein Gera – Meuselwitzer, sondern ein ehemaliger Südharzbahnwagen.

Von der IG Hirzbergbahn in Georgenthal (Thüringen) mustergültig aufgearbeiter Wagen der Gera – Meuselwitz – Wuitz-Mumsdorfer Eisenbahn (ex SHE). Auffällig das auf Druck arbeitende Bremsgestänge. Foto: Michael Lückert

Ich griff reflexartig zum Buch über die Fahrzeuge der Harzer Schmalspurbahnen von Bethke/Finke/Schweers: In der Tat, auf S. 40 findet man die O-Wagen 290 – 294 der Südharzbahn mit drei Zeichnungen und dem Vermerk: „Ganze Serie Gebrauchtkauf, vermutlich aus Heeresbeständen. Da baugleich mit Reichsbahn-Ow ex Gera-Pforten Hersteller vermutl. Waggonfabrik Bremen.“

Es ist also keineswegs Mogelei, wenn die Hirzberger den ehemaligen SHE-Wagen als GMWE-Wagen darstellen. Er gehört zu den beiden Exemplaren, die 1949 bei Streckenteilung der SHE in Tanne verblieben waren und nicht zurückgeführt wurden. Wieder was gelernt.

Samstag 21. November 2020

Schmale Spuren 4/20 kommt erste Dezemberwoche

Heute bekam ich vom Verlag Simrock die Meldung, dass das Heft 4 in der ersten Dezemberwoche zum Versand kommen soll.

Das Inhaltsverzeichnis hatte ich schon am 16. November eingestellt. Ggf. bitte scrollen.

Suchbild für Spitzfindige: Das Cover des Heftes ist seit dem ersten Zeigen geringfüging verändert. Wer findet den Unterschied?

Wenn der Jahrgang 20 von SSMV komplett ist, kann es ja Weihnachten werden.

Freitag 20. November 2020

Vorbild-Hemmschuh

Kaum hatte ich Schnellis Hemmschuhe gepostet, kam eine Mail von Wolf D. Groote mit diesem Foto:

Das ist jetzt nicht irgendein Hemmschuh, sondern genau der originale Hemmschuh aus Hüinghausen, den Wolf Groote für Schnelli vermessen und fotografiert hat.

Was sagt uns dieses Bild? Mir sagt es, dass man gerne ein wenig mit Feile und/oder Mini-Flex an die Hemmschuhe dran gehen und sie ein wenig verrunden kann. Und vielleicht auch ein bisschen biegen. Jeder nach seiner Façon.

Donnerstag 19. November 2020

…und schon wieder Schnelli

Eigentlich wollte ich dies schon gestern gepostet haben, gleich nachdem das Päckchen aus Buseck bei Gießen eintraf, aber da streikte in unserer Gegernd das Internet.

Und was war in dem Päckchen? Dies hier:

Das sind Schmalspur-Hemmschuhe nach dem Vorbild solcher in Hüinghausen. Foto: Schnellenkamp

Gibts denn einen Unterschied zwischen Regelspur- und Schmalspurhemmschuhen? Das eigentlich nicht, aber die Hemmschuhe müssen auf die jeweilige Schiene passen, und da Schmalspurbahnen in der Regel kleinere Schienen mit schmaleren Schienenköpfen haben, würden gewöhnliche Hemmschuhe zu leicht runterfallen. Deshalb gibts halt spezielle für schmalere Schienenköpfe. Und da finde ich es gut, dass Schnelli dran gedacht hat und uns eine Extrawurst brät. Die vier güldenen Teile kosten 8,- Euro und sind im Spur 0-Kaufhaus zu haben.

Montag 16. November 2020

Schmale Spuren 4/20 in der Zielgeraden

Nanu, schon wieder ein Vierteljahr um? Muss wohl, denn gestern bekam ich vom Verlag Simrock das Inhaltsverzeichnis und das Cover der Ausgabe 4 von Schmale Spuren, dem Fachblatt für Schmalspurbahnen mit dem sympathischen Schwerpunkt Null-Maßstab.

Sobald ich den genauen Erscheinungstermin erfahre, liefere ich den nach. Bezüglich Bestellungen dieses Heftes (oder eines Abos) bitte auf die Verlagsseite schauen

Und nochmal Schnellis Rollwagen

Ich habe mal das kleine Tütchen ausgepackt und sowohl die Kuppelbolzen in die Aufnahme eingesetzt (links) als auch die Vorlegekeile auf die Fahrbahnschienen gesetzt. Sie halten in der Tat magnetisch.

Sonntag 15. November 2020

Mehr zu Schnellis Rollwagen

Man sieht allerlei Details hier, eigentlich alle, die das Vorbild hat. (Wenn man die rechte Maustaste drückt und „Grafik anzeigen“ wählt, dann sieht man noch mehr.) Was man nicht sieht, sind die Unterlegkeile, die ich in dem beiliegenden Tütchen belassen habe . Sie haften mit magnetischer Wirkung auf der Lauffläche und tun das, was sie beim 1:1 Rollwagen auch tun, sie halten den aufgerollten Wagen an seinem Platz.
Ich bin ja nicht DT, deshalb gebe ich unumwunden zu, dass dies eine fake-Situation ist. Ein aufgerollter G-Wagen mit hochgesetztem Bremserhaus hat keine Chance, je nach Sonnenberg (Harz) zu kommen, da von beiden Seiten her Tunnel durchfahren werden müssen, die allenfalls einen regelspurigen O-Wagen tolerieren würden.

Die meisten Anlagen und Module heutzutage haben aber keine Tunnel, da sehe ich große Chancen für diesen wunderbaren Rollwagen, sich durch die Lande zu verbreiten. Und das hat er auch verdient.

Freitag 13. November 2020

Sie ist da, sie ist da!

Eigentlich hätte es sich gehört, dass Herr Rollwagen der Frau Weiche den Vortritt gelassen hätte. Dafür bekommt Frau Weiche jetzt etwas mehr Bilder.

Also: Schnellis Weiche ist eine Enttäuschung. Er hat uns nämlich mit der Vorausweiche, die ich auch schon in einem Beitrag vom 4. August vorgestellt hatte, „getäuscht“. Alle Welt hatte gedacht, das sei die definitive Weiche, aber das war eine Täuschung, der nun die Ent-Täuschung folgt.

Die definitive Weiche ist nämlich wirklich gut.

In der Gesamtansicht erkennt man die 1:5,5-Geometrie, aber auch den teilweise etwas luftig wirkenden Schwellenabstand. Die wirklichen Pluspunkte erkennt man so noch nicht, was natürlich auch an der tiefschwarzen Farbe der Schwellen liegt.
Im Vergleich mit der OOK-Selbstbauweiche (mit fehlendem Radlenker – peinlich) erkennt man die Detaillierung des Herzstücks mit den korrekten Verbolzungen der (hier nicht sichtbaren) Abstandselemente. Das ist (im Wortsinn) vorbildlich.
Noch ein Vergleich mit der Selbstbauweiche. Hier geht es um die Spurstange zwischen den Zungen. In der Draufsicht unterscheidet sich Michael Schnellenkamps Variante kaum von der händisch zusammengefrokelten mit den zu groben Gabelköpfen. Dies ist ein großer Schritt nach vorn, dass Schnelli endlich diese verdammten Stellschwellen eliminiert hat, die jeder noch so tollen Weiche immer den Realismus nehmen.

Die Gleitplatten für die Zungen sind korrekt eingeformt, bedürfen aber der farblichen Hervorhebung, wenn sie zur Geltung kommen sollen, eine schöne Aufgabe für den Modellbahner.

Dies ist übrigens Schnellis Vorbildweiche in Hüinghausen (Märkische Museumsbahn). So sieht bei Kleinbahnen eine Spurstange aus, die unten einen Angriffspunkt für die Stellstange hat. Das ist bei der Schnelliweiche auch so. Allerdings sieht man auch eine Optimierungsmöglichkeit für die nächste Weichengeneration: Bei einem korrekten Zungenprofil greifen Gabelköpfe um den erweiterten Schienenfuß.

Alles in allem hat Michael Schnellenkamp mit dieser Weiche der Spur 0m einen mächtigen Dienst erwiesen. Farblich* behandelt und eingeschottert wird sie jede Anlage nicht nur betrieblich, sondern auch optisch bereichern.

*Irgendeine Firma hat mal aufgebracht, Gleismaterial mit schwarzen Schwellen herauszubringen und fast alle haben es nachgemacht, auch Schnelli. Dabei gibt es schwarze Schwellen beim Vorbild nur, wenn sie frisch aus dem Imprägnierkessel kommen und in der ersten kurzen Zeit der Liegedauer, denn durch den Abrieb von den Schienen und Bremsklötzen werden sie schnell braun, so braun, wie wir sie überall kennen. Henke Schwellenband war übrigens braun, das nur zur Erinnerung.

Aber das ist ein Effekt, den der Modellbahner leicht selber herstellen kann. Ich mache das mit gewöhnlicher Abtönfarbe aus dem Baumarkt (s. Vergleichsfotos oben).

Donnerstag 12. November 2020

Er ist da, er ist da!

Der langerwartete Rollwagen von Michael Schnellenkamp ist da!

Da der Tw 51 noch keine Kupplung hat, steht der Rollwagen noch separat, aber beide Fahrzeuge auf dem 400mm-Radius der beiden hintereinander liegenden Weichen auf dem noch rohen B-Teil von HOHENPLETTBERG
Da können wir sehen, wie sich der Rollwagen in die Kurve legt. Die 400mm Radien der Weichen durchfährt er auch ohne zu Hakeln.

Eine ausführlichere Besprechung mit mehr Bildern folgt.

Montag 9. November 2020

Dra Schlufter Schtratejen

Im Harzer Dörfchen Schluft gibt es die so genannte Rentnergang: ehemalige Waldarbeiter, Bergleute und Sägewerksarbeiter etc. Die treffen sich zwangsläufig fast jeden Tag und reden über die wenigen immer gleichen Themen der Gegend. Willy Banse und Karl Peix waren schon eine Weile am Diskutieren, als Ernemanns Hermann mit dem Fahrrad vorbei kam und was Spezielles wissen wollte.

Die Sprachfärbung ist Lutterberjisch, weil ich die am besten kenne. Es ist dem Chöttinger Dialekt sehr ähnlich und bildet einen Gegensatz zu der Art, wie in Wernigerode, St. Andreasberg oder in Bad Sachsa gesprochen wird.

Sonntag 8. November 2020

Ich weiß, ich weiß, das ist nicht Meterspur

Das ist 0n3, 3′ oder 91,5cm in 1:48*. Ich hatte 40 Jahre den Model Railroader im Abo und über zehn Jahre die Narrow Gauge & Short Line Gazette, ich kenne mich einigermaßen aus.

Aber heute musste ich mal zwei meiner Grundsätze über den Haufen werfen, dass hier erstens nur Meterspuriges hingehört und dass zweitens dieser Blog unpolitisch ist. Daher diese kleine softe Gemeinheit:

Irgendwie musste ich meine Erleichterung zum Ausdruck bringen, dass dieser Spuk vorbei ist. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.

*91,5cm : 48 ergibt eine Spurweite von 19mm im Gegensatz zu den 22,2mm von 0m.

Samstag 7. November 2020

Neue Zeichnung von Jan Reiners Personenwagen aufgetaucht

Die farbige Zeichnung der Personenwagen 21 – 30 der Kleinbahn Bremen – Tarmstedt befand sich schon seit einiger Zeit in dem Verzeichnis der Verbreitung der Langblattfeder-Drehgestelle. Jetzt ist aber ein ältere Zeichnung aufgetaucht mit einer völlig anderen Fensterteilung.

Seit einiger Zeit baue ich an diesem Verzeichnis, das eigentlich ein Katalog ist, der die Fahrzeuge dort zumeist mit Typenzeichnung und Foto vorstellt. Die dort gezeigten Wagen sind als Selbstbauprojekte in der Baugröße 0m besonders geeignet, da Jaffa die dazu erforderlichen Drehgestelle als Bausätze im Programm hat.

Freitag 6. November 2020

AHA-Produkte auf KS-Messestand

Bleiben wir noch ein wenig bei der Erinnerung an Axel Hartig, den großen Nestor der Spur 0m.

Lauter AHA-Produkte, also von Axel Hartig entwickelte 0m-Modelle auf einem Messestand von KS-Modelleisenbahn. Da offenbar MITTELPUFFER 18 aktuell war, muss das Bild 1999 entstanden sein, ich weiß aber nicht mehr, wo.

Dass der von Weinert herausgebrachte vierachsige Weyerwagen dabei ist (unterste Reihe 2. von rechts) liegt daran, dass Axel für diesen Wagen sofort nach Erscheinen Stirnwände mit mittiger Tür entwickelte und Reiner Emmermacher komplette Wagen mit diesen Stirnwänden anbot.

Mittwoch 4. November 2020

Wer ist denn dieser Herr im Sakko, der so stolz seine gesuperten IIm-Modelle zeigt?

Und was haben gesuperte IIm-Modelle im 0m-Blog zu suchen? Nun, dieser Herr ist Axel Hartig, bei der Jahreshauptversammlung 1985 des FREMO in Hamm, wo er als überzeugter IIm-Bahner ankam – und die er als heftig 0m-Infizierter am Ende verließ. Dort waren erstmals die Anfänge von 0m zu sehen gewesen – und der Funke sprang sofort über, mit ungeahnten Folgen. Die IIm-Modelle habe ich bei meinen Besuchen immer bei Axel im Regal stehen sehen, die waren nicht mehr interessant. Für ihn gab es nur noch eine Baugröße: 0m. Aus Gefälligkeit seinen alten Freunden gegenüber konstruierte er meist auch 0e-Varianten, aber eher nolens volens.

Axel ist heute vor sechs Jahren nach schwerer Krankheit von uns gegangen.

Dies nehme ich zum Anlass, das Andenken an diesen großen Nestor der Spur 0m wach und hochzuhalten.

Fünf Freunde in Paris in der Métro-Station Gare de l’Est. Anlässlich der Expométrique in Les Lilas 1994 hatten sich (von rechts) Axel, Wilfried Link, Helmut Heinert, Herbert Fackeldey und OOK nach Paris aufgemacht. Eine Ausstellung mit „métrique“ im Namen zog sie magisch an. Foto: Günter Lappe (der Sechste im Bunde)
Nachdem ich die Präsidentschaft des FREMO aus privaten Gründen niedergelegt hatte, wurde Axel zum zweiten Präsidenten gewählt. Rechts von ihm seine beiden Nachfolger im Amt, alle zusammen aufgenommen bei der FREMO Jahrestagung 2003 in Braunlage von einem unbekannten Fotografen.

Axel fing schon kurz nach der Hammer JT mit der Konstruktion von 0m-Bausätzen an, das erste Fahrzeug war ein kleiner G-Wagen der Harzquerbahn, den Prototypen schenkte er mir, so dass sein erster Wagen dann auch mein erster Wagen war.

Die Zahl der 0m-Fahrzeuge, die Axel im Laufe von mehr als fünfundzwanzig Jahren als Bausätze herausgebracht hat, ist Legion. Meine eigenen Anlagen wären ohne Axel und seine Produktion kaum je auf einen grünen Zweig gekommen. Mir kam natürlich besonders zugute, dass Axel genauso ein Fan der Harzbahnen war wie ich, was sich in seiner Modellauswahl niederschlug.

Dies sind nicht etwa alle Wagen von Axel, die ich habe, sondern „nur“ alle Fahrzeugtypen. Von den meisten Typen laufen mehrere Exemplare auf der BAE. Ganz links hinten der erwähnte kleine NWE-G-Wagen, ein Geschenk von Axel.

Ich kann mich noch gut an die letzten Male erinnern, als Axel – schon schwer herzkrank – mich besuchte. Früher war er dann zu Rainer Emmermacher weitergefahren (der z.B. die SHE-Trichterwagen herausgebracht hatte), der nur ein paar Straßen weiter wohnte. Axel hatte ihn in die Teileproduktion für seine Bausätze engagiert. Und nach Rainers sehr frühem Tod sagte Axel dann immer: Er fehlt mir jeden Tag.

Und das sagen wohl alle Null-Emmer auch: Axel, du fehlst uns jeden Tag.

Kommentar von Hubert Wetekamp

Auch ich denke oft an Axel Hartig zurück, habe ich ihm doch den Beginn meiner 0m / On3 Karriere mit zu verdanken. Hatte ich 1986 nicht nur die Hammer Spur 0 Module, sondern auch seinen Bahnhof Güntersberge mit zur Fremo-JHV nach Buchenberg transportiert. Ob ich die auch nach Asendorf und später nach Kiel befördert habe kann ich mich nicht erinnern, aber an das FKSB-Herbstreffen in Kiel sehr wohl, wurde dort doch der Startschuss für meinen 0m Bahnhof gegeben.
Da uns der Kaiserweg weggefallen war und ich für 4 Wochen später eine Ausstellung zugesagt hatte, musste eine Lösung her. Und Axel sagte mir sofort seine Unterstützung beim Weichenbau zu.
Montags nach der Veranstaltung war er bei mir zu Hause und wir haben den Gleisplan festgelegt, Dienstag morgen hat er bei Nemec die benötigten Teile geordert und am Wochenende die 4 vorbereiteten Weichen angeliefert. Die erste Weiche haben wir dann zusammen installiert, die anderen drei durfte ich allein.
Und wie geplant, haben wir dann in Unna mit einem betriebsfähigen Arrangement die Ausstellung bestückt, Güntersberge an einem Ende und mein Bahnhof Westönnen am anderen. Ohne Axel wäre das nicht möglich gewesen.
Gruß
Hubert The Goose

Hubert hat diesen Kommentar auch im SNM-Forum veröffentlicht und dort ein paar interessante Fotos aus der 0m-Geschichte eingestellt.

Montag 2. November 2020

Genug gepult – Halbzeit bei meinen Steinkübelwagen

Sehen schon aus wie Harzer Steinkübelwagen, oder? Sind aber noch lange nicht fertig. Zumindest bin ich mit der Auspulerei fertig, will sagen mit dem Entfernen der „supports“, die bei einem so komplizierten Modell natürlich reichlich vorhanden sind.

Als nächstes stehen die Montage der Handbremswelle und des Bühnengeländers an. Immerhin brauchte ich die Hauptbremswelle mit ihren Hebeln sowie den Hardy Bremszylinder und den Vakuum Hilfsbehälter nicht zu montieren, die sind nämlich – genauso wie die Bremsklötze – allesamt mit drangedruckt, sehr praktisch. Dafür habe ich gerne ein paar zusätzliche supports entfernt.

Subjektive Anmerkung: Eins ist merkwürdig. Diese Steinkübelwagen hatten in der Realität nie meine Aufmerksamkeit, waren mir irgendwie fremd. Aber jetzt, seitdem durch die Synergie von Hans-Jürgen Eike und Christian Sawade-Meyer diese Modelle entstanden sind, finde ich sie total faszinierend und freue ich sehr, dass ich sie bald in den Fuhrpark der BAE einstellen kann.

Sonntag 1. November 2020

Nachtrag zum „Görlitzer“ Drehgestell in den Einträgen vom 17. und 18. August

Zunächst wurde nur das Drehgestell gezeigt, verbunden mit einer Rätselfrage. Dann konnte ich diverse erhellende Zuschriften veröffentlichen. Gerade heute fiel mir aber auf, dass ich das ganze Fahrzeug, das diese Drehgestelle hat, noch nicht gezeigt habe, das will ich hier nachholen.

Die Reichsbahn-Vergangenheit des Wagens DEV 4 ist unverkennbar, allein die herabklappbaren Bühnengitter wie bei den Donnerbüchsen weisen darauf hin. Ursprünglich für Nagold – Altensteig gebaaut und dort eingesetzt, kam er später zur Inselbahn Wangerooge, von wo ihn der DEV loseisen konnte. Die ganze detaillierte Geschichte findet man im DEV-Fahrzeugverzeichnis. Foto: Jürgen Hans 4.7.2020

Hier noch einmal das Bild vom Drehgestell:

Zwar meterspurig, aber in allen Details ein Drehgestell Görlitz leicht. Foto: OOK
Jaffa ging es hier hauptsächlich um die Befestigung der Hängeeisen für die Bremsklötze, aber weitere Details des Drehgestells sehen wir auch. Foto: Jürgen Hans

Samstag 31. Oktober 2020

Saugstelle Drei-Annen-Hohne

In meinem Eintrag vom vergangenen Dienstag habe ich sie schon kurz erwähnt, die Speisewasser-Saugstelle in Drei-Annen-Hohe, dem bekannten Bahnhof, wo die Brockenbahn von der Harzquerbahn abzweigt.

Dort wollte ich heute morgen eigentlich nur durchfahren auf meinem Weg von Braunlage nach Wernigerode, aber dann stand da so ein dummes Schild, das besagte, dass die Straße nach Wernigerode gesperrt ist. (Umleitung über Elbingerode) So’n Pech aber auch!

In dem Moment fiel mir ein, mal nachzuschauen, ob es diese Saugstelle dreißig Jahre später immer noch gibt.

Die 1’E1′-Maschine des Brockenzuges hat soeben das Wassernehmen am Wasserkran beendet und gleich darauf ertönte der Abfahrtpfiff. Jetzt ballert sie mit weit ausgelegter Steuerung und offenen Zylinderhähnen hinter der alten Saugstelle vorbei.
Nachdem der Zug weg war, inspizierte ich die alte Saugstelle noch genauer. Mit der ursprünglichen Konstruktion, die ich am Dienstag* gezeigt habe, hat sie nur noch die Funktion gemein. Der Bock ist aus groben Teilen zusammengedengelt, nachdem der alte filigrane vermutlich durchgerostet war. Diese Variante dürfte aber für die meisten Modellbahner leichter herzustellen sein.
*ggf. nach unten zum Dienstag scrollen

Zur Nicht-Nissenhütte vom Freitag

Es hat zwei interessante Zuschriften gegeben, die ich aber aus einem bestimmten Grund noch nicht veröffentliche. Gleichzeitig wurde mir nämlich gesteckt, dass mit genau diesen gewölbten Teilen in Kürze etwas geschehen wird. Wenn das soweit ist, dann komme ich auf das Thema zurück.

Freitag 30. Oktober 2020

Ja, das hat was mit Meterspur zu tun

Eigentlich ist dieser Blog dazu gedacht, zu informieren. Aber immer wieder kommt es vor, dass Bilder hereinkommen, die man nicht einfach so „das ist das“ präsentieren möchte, die sich also anbieten, mit einer Rätselfrage verbunden zu werden. So auch in diesem Fall.

Eine Nissenhütte ist es nicht, eine Schweinehütte auch nicht, allenfalls stammt das Material aus einer Eisenhütte. Eins sei noch verraten, die Oberseite gehört eigentlich nach unten, jedenfalls war das so, als es hier noch Meterspur gab. Foto: W.Groote

Ach, übrigens: ein sehr ähnliches Teil mit gleicher Funktionalität gibt es seit einiger Zeit als 3D-Druck in 1:45.

Dieses Rätsel wird aber nicht lange als solches stehen bleiben, denn wir haben noch ergänzende Bilder, die wir gerne zeigen möchten, mit ein paar weiteren Informationen. Also nur 30 Stunden Zeit, einen Lösungsvorschlag einzureichen.

Donnerstag 29. Oktober 2020

Machbarkeitsstudie zu Anschlussgleisen im Bf Mägdesprung der Selketalbahn

In umittelbarer Nähe des Bahnhofes Mägdesprung gab es Schwerindustrie, die jedoch nicht ans Bahnnetz angeschlossen war. In einer breit angelegten „Machbarkeitsstudie“ untersucht Voker Dehnke, wie es hätte sein können. Für 0m-Bahner eine wunderbare prototype freelance Idee.

So nah am Bahnhof, und doch keine Anschlussgleise. Lag es an den Höhendistanzen? Volker Dehnke untersucht die Frage im Harz- und Harzbahnforum.

Dienstag 27. Oktober 2020

Körting Elevatoren und Saugstellen

Lok 56 der SHE hat mit ihrem kurzen Güterzug den Bf Brunnenbachsmühle verlassen und strebt jetzt der Endstation Braunlage zu, vorbei an der alten Saugstelle zum Wassernehmen. Foto Slg. OOK.

Die Harzquerbahn und die Südharzbahn sparten sich oft die Anlage von Wasserkränen und Wasserreservoirs für das Speisewasser der Loks, denn kalkarmes Wasser war an vielen Stellen „einfach so“ verfügbar, aus den die Trasse kreuzenden Bächen, so auch nördlich des Bf. Brunnenbachsmühle, wo der namensgebende Brunnenbach die SHE-Strecke kreuzt.

Rest einer Wassersaugstelle in Bf Sorge der Harzquerbahn. Dahinter die Messlatte mit 50cm Unterteilung. Foto: OOK

Am unteren Bf Sorge fand ich gleich nach der Wende noch diesen Rest eines solchen Anschlusses vor. Später konnte ich noch den komplett erhaltenen in Drei-Annen-Hohne dokumentieren. Sowas wollte ich gerne auch auf meiner 0m-Modellbahn haben. Mein Freund Dieter bekam das mit und anerbot sich sogleich, ein paar Exemplare davon in Kleinstserie herzustellen. Eins davon steht jetzt in Sonnenberg (Harz).

Aber wie kommt das Wasser in die Wasserkästen der Lokomotiven, wenn es nicht von oben, sondern von unten kommt?

Links einer der von Dieter angefertigten Saugstellen, hier im Bf Sonnenberg der BAE, rechts die entsprechende Saugeinrichtung mit Dampfstrahlpumpe (Elevator) System Körting an der Lok SHE 56. Ganz unten der Bajonettflansch, an den der Schlauch der Entnahmestelle per Drehbewegung angeflanscht wird. Fotos: OOK.

Die stationären Einrichtungen habe ich ja nun, aber die an den Loks fehlen leider noch. Ich muss nochmal mit unserem 3D-Drucker reden, ob er diese Teile nicht irgendwie zaubern kann. Wenn er denn mal Zeit hat. (Ich weiß ja, was er gerade für hochwichtige Dinge macht.)

Sonntag 25. Oktober 2020

0m Prellböcke

Neulich schrieb mir ein Nullemmer in spe: „Was gibt es eigentlich in 0m für Prellböcke?“ Um die Frage vollständig beantworten zu können, müsste ich wenigstens wissen, was BEMO/Ferro-Suisse oder Model Rail etc. anbieten. Weiß ich aber nicht. Von Schnelli weiß ich, dass er zwar Flexgleis und in Kürze auch eine Weiche im Programm hat, aber keinen Prellbock.

Das einzige, was ich dem Anfrager mitteilen konnte, war demnach, was für Prellböcke es bei der BAE gibt. Nämlich drei Sorten:

Drei Arten von Prellböcken gibt es auf der BAE (von links): a) Das Gleis endet am anstehenden Fels, der meist zu einer senkrechten Wand behauen ist. b) Am Gleisende ist ein Haufen Gestein, Altschotter oder Dreck aufgeschüttet und davor eine Prellwand aus Altschwellen errichtet. c) Die am häufigsten auf der BAE anzutreffende Prellbockvariante ist jedoch die aus zweimal um 45° geknickten Schienen.

Das sind alles Prellböcke, die man leicht selber herstellen kann. Allenfalls für die dritte Variante könnte ich mir eine industrielle Fertigung vorstellen, da könnten dann die Schienen korrekt gebogen werden und nicht, wie bei der BAE, geknickt (nachdem ein Dreieck aus Kopf und Steg mit der Minitrennscheibe herausgeflext worden ist).

Samstag 24. Oktober 2020

Ding-dong, ding-dong

Der Bf Oderteich der Braunlage – Andreasberger Eisenbahn ist laut SbV immer besetzt. Allerdings meist nur virtuell, d.h. es wird beim Betrieb so verfahren, als sei er besetzt. Allerdings ist er zeitweise mit einem realen Fdl besetzt, das macht dann für den Zugleiter einen Unterschied. Deshalb muss der reale Fdl in das Schloss in der Mitte des Panels seinen Schlüssel einstecken und um 90° drehen, dann leuchtet beim Fdl ein Lämpchen auf, das ihm sagt, dass Odt nun real besetzt ist.

Der rote Knopf hingegen dient zum vorgeschriebenen Abläuten eines Ri. Sonnenberg abgelassenen Zuges. Dort ertönt dann ein Läuterwerk mit einer bestimmten Klangfolge, die dem Fdl sagt, aus welcher Richtung ein Zug kommt.

PS: Das Schloss in dem weißen Quadrat rechts dient zum Aufschließen der normalerweise verschlossenen Weiche 4 in Bildmitte, die die Verbindung zwischen BAE und Grubenanschlussbahn herstellt.

Das OT-Rätsel vom 17. Oktober

In dem Beitrag über das Empfangsgebäude von Uchte Kreisbahn gab es einen Ausschnitt aus einer älteren Kursbuchkarte. Darin links oben einige Buchstaben in großer Schrift, von denen man nicht wusste, was da eigentlich stand. Es gab eine Zuschrift, aber die Vermutung stimmte leider nicht.

Wenn man die ganze Karte hat, sieht man den dialgonalen Schriftzug

B R I T I S C H E • B E S A T Z U N G S Z O N E. Alles klar?

Heute Abend wirds noch einen weiteren Eintrag hier geben.

Freitag 23. Oktober 2020

Rangieren in Hohenlimburg

Wer häufiger mal im Historischen Forum der DSO unterwegs ist, kennt bestimmt auch den User Stefan Motz, der schon so manche spannende und oft auch schöne Bilderserie eingestellt hat. Kürzlich postete er einen Potpoutti von Farb- und Schwarzweißbildern von seinem einzigen Besuch in Hohenlimburg.

Am 28.9. 1983 ist die MV 8 gerade – mitten auf der Straße – um den aufgerollten Wagen umgelaufen und wird ihn jetzt Richtung Regelspuranschluss schieben. Foto: Stefan Motz

Es lohnt sich, die ganze Bildfolge anzuschauen, die nochmal spürbar werden lässt, was Hohenlimburger Kleinbahn ausmachte. Hier gehts zu Stefans Bildfolge in der DSO.


Ein Schiff wird kommen: Nur schade, dass Michael Schnellenkamps 0m-Modell der MV 8 immer noch nicht in Sicht ist. Wie er in seinem Newsletter schreibt, weiß er selber nicht genau, wann das Schiff mit den Lokomotiven ankommen wird.

Mittwoch 21. Oktober 2020

Trockene Auflösung des nassen Rätsels

Hier zunächst noch einmal das komplette Rätselbild:

Als Helmut Reichelt mir dieses Bild schickte, hatte ich sogleich ein déjà vu-Erlebnis, oder soll ich sagen eine Assoziation, ein Name leuchtete auf: Alexis Sorbas. Dieses Foto gibt die gleißende mediterrane Sonne genau so wieder wie damals der berühmte schwarz-weiß-Film.

Die einzige Antwort, die nach der Stellung des Rätsels kam, war die von Wolf D. Groote: „Dazu fällt mir nur ein, dass man bei der Togolesischen Staatsbahn auf diesem Wege Fahrzeuge entsorgt hat. So könnte nach dem Hafenbau in Lomé auch die Jung-Lok ex PKB 11 (NKAG I) auf diesem Wege ihr Ende gefunden haben.“

Aber die Auflösung sieht so aus:

Die meterspurigen (inzwischen eingestellten) Peleponnes-Bahnen betrieben zeitweise eine Fährverbindung zwischen Patros und Krionerion. Also so ganz falsch war die Alexis Sorbas- Assoziation nicht.
Als Fährschiff diente ein umgebautes Landungsboot des Zweiten Weltkrieges, das 1943 in Kiel gebaut wurde, die ΡΟΔOΣ (Rodos). Die Klappe des Landungsbootes machte eine landseitige bewegliche Fährbrücke überflüssig. Die griechischen Shiplover bei http://www.shipfriends.gr diskutierten darüber, ob das Schiff bereits verschrottet worden ist oder ob es 2018 als unter Wasser liegendes Wrack bei Salamina geortet wurde.

Wenn keine Güterwagen überzusetzen waren – das geschah wohl dreimal in der Woche – fuhr die Rodos als normale Autofähre. Mehr Details gibt es in dem Buch von Hans-Bernhard Schönborn: “ Schmalspurbahnen in Griechenland“, Sempach 1997, S.106.

Montag 19. Oktober 2020

Körting oder Hardy, das ist hier die Frage

Gestern war im Harz- und Harzbahnforum eine kleine Diskussion über Funktion und Vor- und Nachteile der Vakuum-Bremssyteme von Körting und Hardy entstanden, was mich anschließend dazu bewog, das entsprechende Kapitel in diesem Blog ein wenig zu aktualisieren.

Welcher Bremszylinder ist von Körting, welcher von Hardy? In dem entsprechenden Kapitel stehts. Fotos: Jürgen Hans

Nasses Rätsel weiterhin ungelöst

Leider war in der Rätselfrage vom 6. Oktober das Bild verschwunden*, wie Internet das manchmal so an sich hat. Vielleicht kam daher kein weiterer Lösungsvorschlag, nachdem ein erster sofort gekommen war, der aber nicht ganz ernst gemeint war. Morgen werde ich auflösen, bis dahin also noch etwas Zeit. Also, wo isses? *Ist wieder da. Mit etwas mehr drauf als auf dem Ausschnitt hier.

Samstag 17. Oktober 2020

Ein ganz bescheidenes Empfangsgebäude

Mini-Wartesaal mit Fahrkartenausgabe, Dienstraum und Güterboden, alles ganz kompakt. Und um welche Kreisbahn handelt es sich hier? Foto: OOK.

Uchte war der nördlichste Endpunkt der ehemals (bis Sept. 1949) meterspurigen Mindener Kreisbahn, der auch dieses Gebäude gehörte. Aber vor dem Krieg reichte auch die ebenfalls meterspurige Steinhuder Meer-Bahn bis Uchte, so dass dies ein Gemeinschaftsbahnhof war. Zu gerne wüsste ich, ob es da je Wagenübergang gegeben hat.

In dieser frühen Nachkriegskarte war die StMB-Strecke nur noch bis Bad Rehburg eingezeichnet. Von Bad Rehburg bis Uchte musste ich sie selber hineinzeichnen.

Zusatzrätsel (OT): Was mögen die Buchstaben I und U N bedeuten. bzw. Teil welcher Beschriftung könnten sie sein?

Donnerstag 15. Oktober 2020

„Loss gut soi, schee wann ders gfalle hot“ oder Schottern und Staub Schlucken auf der RHB

Nein, kein Tippfehler, die Rhein-Haardt-Bahn kürzt sich schon immer mit RHB ab und ist meterspurig wie die große Schwester mit dem kleinen h. Hier der malerische Schotterzug, um den es geht. Foto: Harald Hechler

Die Geschichte High Noon im Weinberg, die Harald Hechler in seinem Blog erzählt, ist alt, uralt, von 2006. Aber ich habe sie (leider) erst heute entdeckt. Besser spät als nie, sagt das Sprichwort. Es ist die Geschichte von einem glutheißen Sommertag, an dem der Autor mit besagter RHB nach Bad Dürkheim fährt und unterwegs einer Staubwolke begegnet, hinter der sich ein Schotterzug verbirgt. Nix wie raus an der nächsten Station und auf Schusters Rappen zurück zum Schotterzug.

Viele schöne Bilder gibt es und einen Begleittext, der runter geht wie Pfälzer Roséwein, das muss man gelesen haben. Harald Hechler hat eine leicht poetische Bahnprosa, die ich so noch nirgends gefunden habe, ansatzweise romantisierend aber nie kitschig. Einfach schön.

PS: Ein paar weitere Schmalspur-Bonbons von Harald Hechler findet man hier.

Mittwoch 14. Oktober 2020

0m Module bald in vierter Hand

Das ging jetzt aber fix. Die gestern gemeldeten Module haben schon einen Käufer gefunden (einen, auf den die von mir genannten Voraussetzungen vollinhaltlich zutreffen), der wird sie am Wochenende abholen.

Dienstag 13. Oktober 2020

0m Module aus dritter Hand

Hier haben wir einen Spur 0 Modellbahner, der vor Jahren mal dreizehn 0m Module von jemandem gekauft hat, der sie ebenfalls gebraucht erworben hat. Bei beiden Zwischenbesitzern wurden die Module nur gelagert, aber nie benutzt und sind jetzt „in gute Hände“ abzugeben, also an jemanden, der es ernst meint mit 0m und sie auch benutzen möchte.

Das sind nur sieben der insgesamt dreizehn Module:
5 Stück 90cm x 50cm, 5 Stück Bogenmodul 71/48cm x 50cm,2 Stück 40cm x 50cm und 1 Stück 45cm x 50cm.

Die Module sind durch lange Lagerung und Umstapeln nicht besser geworden, haben gelitten und müssen aufgearbeitet werden. Es handelt sich vermutlich um Selbstbaugleis und -Weichen. Der Verkäufer möchte durch diesen Handel nicht reich werden, aber ein faires Preisangebot leite ich gerne weiter.

Montag 12. Oktober 2020

Meterspur zwischen Sauerland und Rheinland

Die Zahl der Meterspurbahnen, die es einmal gab, ist riesig. Ich will mal versuchen, nach und nach mit diversen Regionalkarten eine kleine Übersicht zu schaffen, welche Bahnen es wo gab. Heute fange ich mal mit dieser Karte an:

Wie der Titel schon sagt, sind reine Straßenbahnbetriebe* nicht eingezeichnet, auch keine Werksbahnen und Museumsbahnen.
*Eine Karte der meterspurigen Straßenbahnen im Ruhrgebiet (mit Güterstrecken) ist in Vorbereitung.

Vollständigkeit ist angestrebt, aber schwer zu erreichen. Ich nehme Änderungswünsche und Ergänzungen gerne entgegen und aktualisiere dann ggf. die Karte oder stelle eine neue ein.

Sonntag 11. Oktober 2020

Wo kommen die Gravensteiner Äpfel her?
Und was hat das mit Meterspur zu tun?

In meinem Eintrag vom 7. Oktober erwähnte ich am Schluss die drei meterspurigen Kreisbahnen, die zur preußischen Zeit im Gebiet von Nordschleswig gebaut wurden, eine davon die Apenrader Kreisbahn, deren nördlicher Ast nach Lügumkloster führte, der südliche nach Gravenstein. Eben!

Heute heißen die Endpunkte der ehemaligen Apenrader Kreisbahn Løgumkloster und Gråsten. Aber der Apfel heißt in Deutschland immer noch Gravensteiner und rangiert unter alte Apfelsorten. Und Apenrade heißt heute Åbenrå, manchmal auch Aabenraa geschrieben.

Hans Schweers und Henning Wall (Verlag Schweers und Wall) hatten sich vorgenommen, die Geschichte dieser drei Kreisbahnen zu erforschen und darüber Bücher zu veröffentlichen und dazu schon manche Reise in das südliche Dänemark unternommen. Leider starb Hans Schweers, bevor es zu druckreifen Ergebnissen kam. Schade, sehr schade.

Samstag 10. Oktober 2020

Endlich die passende Zeichnung zum HVB 21-Foto

Seit längerer Zeit stand im Verzeichnis der Wagen mit Langblattfeder-Drehgestellen ein schönes Foto des C4i 21 von Hagen-Vörde-Breckerfeld. Aber keine Zeichnung. Jetzt gibt es eine. Schaut nochmal rein.

Donnerstag 8. Oktober 2020

Jaffas Personenwagen ist jetzt lieferbar.

Es ist noch allerlei an dem Wagen optimiert worden, aber heute bringt Jaffa die ersten Bausätze zur Post.

Nun ist er fertig, der BC4 der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn als 0m-Modell, der genausogut als Wagen der Eisenbahn Wermelskirchen – Burg oder der Gernrode – Harzgeroder Eisenbahn eingesetzt werden kann, die baugleich waren.
Zug der meterspurigen Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn in der Station Clarenbach. Das ist auch schon der längste Personenzug, der je auf dieser Bahn gesichtet wurde, meist reichte ein einziger Wagen. Ronsdorf ist übrigens ein Stadtteil von Wuppertal. Foto: Archiv Bellingrodt, Slg Brinker mit frdl. Genehmigung.

Mittwoch 7. Oktober 2020

In Dänemark gibts keine Meterspur – oder?

Zumindest gab es in Dänemark (ohne Nordschleswig) nur eine meterspurige Straßenbahn (Århus) und zwei nennenswerte Bahnen: die Skagensbanen Frederikshavn – Skagen war ursprünglich meterspurig, das drei Strecken umfassende Netz auf Bornholm war es bis zu Stilllegung. Und heute?

In Skjoldenæsholm mitten im Busch zwischen Roskilde und Ringstedt haben Straßenbahnfreunde ein imposantes Straßenbahnmuseum aufgebaut und dort auch ein paar hundert Meter Meterspurgleis verlegt, um auch einige Fahrzeuge dieser Spurweite fahren lassen zu können.

Von den zehn vorhandenen Meterspurfahrzeugen sind vier betriebsfähig.

Der meterspurige Tw 36 der Flensburger Straßenbahn begegnet hier dem Tw 12 (Regelspur) aus Odense.
Der Flensburger Tw 36 nochmal in seiner ganzen Schönheit. Ein bisschen weiter als bis Flensburg muss man allerdings reisen, um einmal mit ihm fahren zu können. Fotos (2): Bastian N.

Ohne Nordschleswig?

Nordschleswig gehörte bis zur Volksabstimmung von 1920 zu Preußen, und in dieser Zeit wurden drei meterspurige Kreisbahnen gebaut:

Die Haderslebener Kreisbahn

Die Apenrader Kreisbahn

Die Sonderburger Kreisbahn

Alle drei wurden kurze Zeit nach der Angliederung an Dänemark eingestellt.

Dienstag 6. Oktober 2020

Meterspur geht ins Wasser

Helmut Reichelt sandte mir dieses wirklich rätselhafte Rätsel und schrieb dazu:

„Hallo Otto,

leider ist dieses von mir Anfang August 1979 aufgenommene Foto qualitativ nicht besonders gut, aber es dokumentiert eine Anlage die nicht mehr besteht. In welchem Land und wo? Handelt es sich hier um eine wenig umweltfreundliche  Gelegenheit zur Entsorgung von Meterspur-Fahrzeugen?“

Helmut hat mir die Lösung inzwischen verraten, denn ich wusste es ehrlich gesagt auch nicht. Zuerst dachte ich an Attersee, klar, aber da geht das Gleis nur bis ans Wasser und nicht hinein. Oder ist dies eine Slipanlage für Fischerboote? Bin mir nicht sicher, ob ich das Rätsel dann angenommen hätte, auch wenn es tatsächlich Meterspur ist.

So, jetzt kommt ihr: Wo isses?

Montag 5. Oktober 2020

Ausgepult – fast

Vor einigen Tagen zeigte ich den Anfang meiner Auspularbeit am Fahrgestell des Steinkübelwagens. Mittlerweile habe ich das meiste geschafft:

Die Supports sind zwar fast alle weg, aber noch sieht man hier und dort die kleinen Buckel, die Reste, wo sie abgeschnitten worden sind. Da ist noch Schab- und Feilarbeit nötig, bis der Maler dran kann.

Zugegeben, das Entfernen der Supports ist eine langstielige Geduldsarbeit, aber davon gibt es im Modellbahnhobby einige, oder nicht? Die pinpoint-Lager habe ich mit einem Tropfen Sekundenkleber eingesetzt und dann einen Moment gewartet, bevor ich die Schnellenkamp Radsätze eingesetzt habe. Die schnurren jetzt ohne Ende, wenn man sie „anturnt“. Ich freue mich jedenfalls auf den Wagen.

Brohl mit Carl Bellingrodts Augen

Am 3.8.1952 kam Carl Bellingrodt nach Brohl und wollte hauptsächlich die meterspurige Brohltalbahn fotografieren. Dazu erklomm er einen kleinen Bergrücken, auf den ein steiler Wanderweg im Zickzack bis zu einem Aussichtspunkt namens Königshöhe führt. Von dort aus machte er diese Aufnahme:

Auf der linken Rheinstrecke fährt die 50 2428 mit ihrem Kohlezug Richtung Süden. Von der Königshöhe aus konnte man damals über das gesamte BEG-Gelände bis zum Rhein blicken. Foto: C. Bellingrodt, Slg. Brinker m. freundl. Genehmigung

Helmut Reichelt wollte wissen, was man heute von der gleichen Stelle sehen kann. darüber gibt es eine kleine Dokumentation.

Sonntag 4. Oktober 2020

Ein hübsches kleines Wohnhaus

Wenn so ein Wohnhaus im Meterspur- und 0m-Blog zu sehen ist, darf man erwarten, dass es zumindest etwas mit Meterspur zu tun hat. Hat es.

Heute gibt es in weitem Umkreis keinen Zentimeter Meterspurgleis mehr, aber früher war ja alles besser, wie wir wissen. Früher sah das Häuschen nämlich so aus:

In diesem Gebäude gab es nie eine Zoll-Dienststelle, nur ein Bahnhofsvorsteher tat hier Dienst und wohnte hier auch, eben der der Station Zollhaus der Nassauischen Kleinbahn. Grafik OOK.

Die Grafik stammt aus meinem Buch „Hochbauten an Klein- und Schmalspurbahnen (seit Ewigkeiten vergriffen), in dem auch die anderen Ansichten des Gebäudes in gleicher Machart abgebildet sind, so richtig zum Nachbau in 1:45, oder?

Samstag 3. Oktober 2020

Jünta hat schon eene

Das ist doch …, äh, ist das nicht die, na, wie heißt sie noch? Genau, das ist die RUR, und zwar in 1:45, gebaut vor ca. 30 Jahren von Günter Hardt. Da man immer gut hören konnte, dass Günter ein waschechter Berliner war, nannten wir das Maschinchen immer „Jünta seine Kastenlok“.

Günter war in den Neunzigern mit seiner RUR auf vielen, wenn nicht den meisten FKSB-Modultreffen zu sehen, wo sie freien Auslauf auf über 30m 0m-Modulen hatte. Aber auch auf der BAE II in Bremen war sie gelegentlich bei Betriebstreffen zu Gast (s. Bild).

Sein simples hausgemachtes Antriebskonzept würden wir heute gerne übernehmen, aber der von Günter seinerzeit für sein 0m-Modell verwendete Getriebe-Fauli ist leider nicht mehr erhältlich.

Günter hat sich übrigens eine kleine dichterische Freiheit erhaubt, nicht weil er’s nicht besser wusste, sondern weil es ihm so besser gefiel. Erkennt die jemand?

Also dann, schönen Feiertag.

Freitag 2. Oktober 2020

Das Nähkästchen ist in diesem Fall das interne Forum, in dem sich Jaffa und seine Freunde über die Entwicklung neuer Modelle austauschen. Da ist derzeit viel los, denn – wie vor einigen Tagen hier geschildert – ist die RUR in Deutschland angekommen, und weilt jetzt nur eine Autostunde von mir entfernt. Und die soll es demnächst bei Jaffa als 0m-Modell geben.

Und jetzt geht es darum, wie die ganzen Details, die derzeit noch in soliden Kisten verpackt sind, an die Lok gehören. Das ist ziemlich kompliziert und soll hier auch nicht alles geschildert werden, findet ja wie gesagt im Nähkästchen statt. Aber einen kleinen Blick in dieses Nähkästchen will ich euch werfen lassen:

Das eingesetzte kleine Bild zeigt ein spezielles Kesselspeiseventil, wie Henschel das für die engen Kastenloks konstruiert hat. Die Drehachse des Absperrades liegt nicht wie sonst im rechten Winkel zum Kessel, da würde niemand mehr dran vorbei kommen, sondern parallell dazu. Der Pfeil zeigt, wo das Ventil hin gehört.

Donnerstag 1. Oktober 2020

Supports sind wichtig, müssen aber weg

Support heißt ja wörtlich übersetzt Stütze. Beim 3D-Druck sind sie notwendig, damit die filiranen Teile nicht frei herumschwimmen. Aber nach erfolgten Druck sind sie nur noch lästig. Zu Anfang sieht man manchmal gar nicht, was für ein Modell sich dahinter verbirgt.

Seit gestern besitze ich meine Bausätze für den Steinkübelwagen von Jaffa 0m und habe angefangen, diesen Supports zu Leibe zu rücken. Dabei genieße ich das Privileg, dass Jaffa gestern für mich allein ein kurzes Waggonbauseminar speziell für die Kübelwagen durchgeführt hat. Da bin ich gut aufgestellt für die trickreiche Arbeit.

Man muss nämlich vorsichtig und planvoll zu Werke gehen, sonst fehlen dem Wagen nachher Bremsklötze oder sonstige wichtige Details. Hier mal ein kleiner Einblick in mein Tun:

Gaaanz vorsichtig muss man in der Umgebung der Bremsklötze und Hängeeisen und bei den kleinen Aufstiegsleitern an den Wagenecken vorgehen. Die senkrechten Streben in den Leitern sind ebenfalls Supports und kommen noch weg.

Ich bin mal gespannt, wie lange ich brauchen werde, bis der erste fertige Wagen vor mir steht. Ihr werdet es erfahren.

Zu den älteren Journaleinträgen: