Neue Ideen zum Gleisselbstbau in 0m

Jürgen Hans von Jaffas Moba-Shop entwickelt in Zusammenarbeit mit OOK ein neues Verfahren zum Selbstbau von 0m-Gleisen, und zwar ganz ohne Spurlehren.

Die Schwellen bestehen aus Birkensperrholz, die „Kleineisen“ aus Kraftplex. Wie der Gleisselbstbau damit funktionieren soll, ist hier beschrieben.

9 comments on Neue Ideen zum Gleisselbstbau in 0m

  1. Hallo Alexander, (ich antworte mal für Jaffa),
    3mm Schwellenstärke ist a) Tradition (FKSB ect. schon in den Neunzigern) und b) entspricht am ehestem dem Querschnitt des Originals. Technisch notwendig beim Modellgleisbau ist das nicht. Henkegleis hat übrigens sogar 3,5mm Schwellenstärke in 0e und 0m.

  2. Hallo Gleisbauer,
    eure Initiative kann von uns Modellbahnern nicht hoch genug eingeschätzt werden!
    Zur Frage des Schwellenrostes habe ich einen anderen Vorschlag: es müssen ja nicht unbedingt die Verbindungsstege aussen unter den Schienenprofilen liegen, sondern es reicht ja in der Gleismitte ein Steg. Als Vorbild habe ich die Gleisroste von Menne vor Augen, der diese Lösung schon vor Jahrzehnten wählte und gleich noch ein Befestigungsloch für eine Schraube mit einbaute.
    Jetzt greift aber wieder Jaffas Einwand mit dem Materialeinsatz und der Maschinenlaufzeit. Könnte man nicht eine Verlegelehre bauen, die der Gleisführung angepaßt werden kann und nach der Schwellenmontage (Fixierung) vom „Gleis“ wieder abgezogen wird. Eine aufwendige Lösung in dieser Richtung gab es einmal von einem Schwedischen Hersteller (Jomo-Jiggs oder so).
    Eine andere Idee wäre ein Teil, welches ähnlich den Verlegekreuzen bei Fliesen einfach zwischen 2 Schwellen gelegt wird und damit der Abstand festgelegt ist.
    Ich möchte dies nur als Denkanstoß in die Runde geben, es gibt sicher noch andere und bessere Ideen.
    Weiterhin viel Erfolg und viele Grüsse aus dem nun wieder winterlichen Schwarzwald,
    Dieter

  3. Hallo Otto,
    ich habe verstanden dass man („Schnelli“?) auch beschäftigt ist mit die Entwicklung von Weichen. Ich möchte fragen -wegen Anlageplanung- welche Länge diese Weichen so etwa werden. Ist das in Bereich von 0,25-0,30 Meter oder mehr?
    Danke und Grüsse.
    Martin

  4. Einzelschwellen haben den Vorteil den Abstand zwischen den Schwellen frei wählen zu können, so dass verschieden lange Gleisjoche oder geschweißtes Gleis mit durchlaufender Schwellenlage nachgebildet werden kann.
    Für einen Anfänger ist ein fester Schwellenrost sicherlich einfacher zu verlegen. Die Flexibilität leidet jedoch darunter.
    Toll wären verschiedene Unterlagsplatten mit gegenüberliegenden Löchern, wie hier gezeigt, mit diagonal versetzten Löchern, wie sie z.B. bei Lenz-Bahnen eingesetzt wurden und mit 3 Löchern, wie sie z.B. in Sachsen oder auch bei Lenz-Bahnen auf den letzten Schwellen an der Verbindung der Gleisjoche eingesetzt wurden.
    Die Größe der Unterlagsplatten könnte immer gleich sein, so dass sie im Prinzip in jede Schwelle passen. Egal was das Vorbild sagt. Man muss hier sowieso Kompromisse eingehen, da eine maßstäbliche Umsetzung nicht bzw. nur bei einer puristischen Umsetzung möglich wäre.
    Lässt man die Bohrungen in der Schwelle weg, bekommt der Nagel zusätzliche Stabilität und man könnte die Schwellen mit jeder Form von Unterlagsplatte einsetzen. Joachim W.

  5. Ich werde im Testbericht über Jaffas Gleis in einer Woche noch ausführlich darauf eingehen, hier nur ein paar Worte vorab zu dem Vorschlag von Alexander, die Schwellen durch Stege zu einem Gleisrost zu verbinden. (Im Spur 0-Forum kam der gleiche Vorschlag von anderer Seite.)
    Jaffas Einwand des wesentlich höheren Materialeinsatzes wollte ich auch bringen. Andererseits kann ich nach ca. hundert Metern selbstgebautem Gleis sagen, dass das Auslegen der Einzelschwellen überhaupt kein Problem ist. Auf dem gezogenen Strich der Gleismitte trage mit einem extra dafür markierten Lineal die Schwellenabstände ein (bei mir 17mm).
    Geht schneller, als wenn ich bei der geringsten Biegung des Gleises erst die Stege auftrennen muss.

  6. Zur Materialwahl: Das Sperrholz weist eine Maserung auf, die sich mittels Drahtbürste noch hervorheben lässt, das Holz kann mit Beize behandelt werden – all das geht mit MDF nicht.
    Ein Rost mit Stegen würde den Materialeinsatz knapp vervierfachen, die Maschinenzeit beim Lasern verdoppeln. Bereits die Einzelschwellen mit Kleineisen sind in der Herstellung und im Endpreis vermutlich bereits grenzwertig.
    Noch weitere Fragen?

    1. Hallo jaffa,

      eine hab ich noch: 2mm Sperrholz würden als Schwellenstärke doch auch locker ausreichen? Oder spricht die Gleisbaupraxis dagegen?
      (Ich möchte nicht, dass ihr das 0m-Gleis dahingehend überarbeitet – aber für meine eigenen 0e-Experimente würde mich das interessieren).

  7. Hallo Gleisbauer,

    zwei Fragen dazu: Warum (immer) Sperrholzschwellen? Hat schon mal jemand MDF probiert? Spricht etwas kategorisch dagegen?
    Ist es nicht wünschenswert, statt Einzelschwellen einen durch dünne Stege verbundenen, leicht flexiblen Rost zu lasern? Wem der Schwellenabstand nicht passt, kann diese Stege ja auch ratzfatz entfernen.
    Uuups – das waren jetzt doch mehr als zwei Fragen…

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