Neue Ideen zum Gleisselbstbau in 0m

Jürgen Hans von Jaffas Moba-Shop entwickelt in Zusammenarbeit mit OOK ein neues Verfahren zum Selbstbau von 0m-Gleisen, und zwar ganz ohne Spurlehren.

Die Schwellen bestehen aus Birkensperrholz, die „Kleineisen“ aus Kraftplex. Wie der Gleisselbstbau damit funktionieren soll, ist hier beschrieben.

6 comments on Neue Ideen zum Gleisselbstbau in 0m

  1. Hallo Otto,
    ich habe verstanden dass man („Schnelli“?) auch beschäftigt ist mit die Entwicklung von Weichen. Ich möchte fragen -wegen Anlageplanung- welche Länge diese Weichen so etwa werden. Ist das in Bereich von 0,25-0,30 Meter oder mehr?
    Danke und Grüsse.
    Martin

  2. Einzelschwellen haben den Vorteil den Abstand zwischen den Schwellen frei wählen zu können, so dass verschieden lange Gleisjoche oder geschweißtes Gleis mit durchlaufender Schwellenlage nachgebildet werden kann.
    Für einen Anfänger ist ein fester Schwellenrost sicherlich einfacher zu verlegen. Die Flexibilität leidet jedoch darunter.
    Toll wären verschiedene Unterlagsplatten mit gegenüberliegenden Löchern, wie hier gezeigt, mit diagonal versetzten Löchern, wie sie z.B. bei Lenz-Bahnen eingesetzt wurden und mit 3 Löchern, wie sie z.B. in Sachsen oder auch bei Lenz-Bahnen auf den letzten Schwellen an der Verbindung der Gleisjoche eingesetzt wurden.
    Die Größe der Unterlagsplatten könnte immer gleich sein, so dass sie im Prinzip in jede Schwelle passen. Egal was das Vorbild sagt. Man muss hier sowieso Kompromisse eingehen, da eine maßstäbliche Umsetzung nicht bzw. nur bei einer puristischen Umsetzung möglich wäre.
    Lässt man die Bohrungen in der Schwelle weg, bekommt der Nagel zusätzliche Stabilität und man könnte die Schwellen mit jeder Form von Unterlagsplatte einsetzen. Joachim W.

  3. Ich werde im Testbericht über Jaffas Gleis in einer Woche noch ausführlich darauf eingehen, hier nur ein paar Worte vorab zu dem Vorschlag von Alexander, die Schwellen durch Stege zu einem Gleisrost zu verbinden. (Im Spur 0-Forum kam der gleiche Vorschlag von anderer Seite.)
    Jaffas Einwand des wesentlich höheren Materialeinsatzes wollte ich auch bringen. Andererseits kann ich nach ca. hundert Metern selbstgebautem Gleis sagen, dass das Auslegen der Einzelschwellen überhaupt kein Problem ist. Auf dem gezogenen Strich der Gleismitte trage mit einem extra dafür markierten Lineal die Schwellenabstände ein (bei mir 17mm).
    Geht schneller, als wenn ich bei der geringsten Biegung des Gleises erst die Stege auftrennen muss.

  4. Zur Materialwahl: Das Sperrholz weist eine Maserung auf, die sich mittels Drahtbürste noch hervorheben lässt, das Holz kann mit Beize behandelt werden – all das geht mit MDF nicht.
    Ein Rost mit Stegen würde den Materialeinsatz knapp vervierfachen, die Maschinenzeit beim Lasern verdoppeln. Bereits die Einzelschwellen mit Kleineisen sind in der Herstellung und im Endpreis vermutlich bereits grenzwertig.
    Noch weitere Fragen?

  5. Hallo Gleisbauer,

    zwei Fragen dazu: Warum (immer) Sperrholzschwellen? Hat schon mal jemand MDF probiert? Spricht etwas kategorisch dagegen?
    Ist es nicht wünschenswert, statt Einzelschwellen einen durch dünne Stege verbundenen, leicht flexiblen Rost zu lasern? Wem der Schwellenabstand nicht passt, kann diese Stege ja auch ratzfatz entfernen.
    Uuups – das waren jetzt doch mehr als zwei Fragen…

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