Von Tag zu Tag


Freitag 7. August 2020

Vom Prototypen zum Regalbrettsteher – trauriges Schicksal eines schönen Wagens

Lang, lang ist’s her, schon Anfang der Neunziger baute ich mir den Personenwagen C4i 12 der Südharzbahn aus Polystyrol für meine im Entstehen begriffene 0m-Anlage. Damals – noch in meiner Bremer Zeit – war Axel Hartig häufiger bei mir zu Besuch (und ich bei ihm in Unna). Er hatte damals schon angefangen, Messingbausätze für 0m zu entwickeln, und so fragte ich ihn, ob er nicht auch passende Drehgestelle für meinen in Arbeit befindlichen SHE C4i herstellen hönnte.

Was wäre gewesen, wenn er nein gesagt hätte? Har er aber nicht. Ich gab Axel eine Zeichnung des Drehgestells (und Wilfried Link konstruierte das Urmodell) und einige Zeit später bekam ich das erste Paar von ihm. Somit kam mein SHE-Wagen ans Laufen und war lange Zeit der einzige Personenwagen auf der Anlage. Aber da Axel nun schonmal das Drehgestell gemacht hatte, beschloss er, gleich den ganzen Wagen als Messingbausatz aufzulegen. Ich erwarb zwei und ließ sie mir von Daniel Melzer fertigbauen.

Mit diesen Wagen mit professionellem Finish konnte mein Selbstbau-Erstling nicht mithalten. Da er außerdem gerne entgleiste, bekam er einen netten Platz im „in Reparatur“-Regal.

Das war die Zeit, als von Weinert die Weyer-Personenwagen herauskamen und Axel die so genannten „Eisfelder“ auf Rivasrossi-Donnerbüchsenbasis entwickelte, und mein selbstgebauter Erstling geriet in Vergessenheit.

Als dann ein paar Jahre später die große Anlage in Hamm in Betrieb ging, fehlte es an Personenwagen und der alte C4i mit SHE-Eigentumsmerkmal musste mitlaufen, ging nicht anders. Aber seine Entgleisungfreudigkeit verdarb so manche schöne Zugfahrt.

Sprung in die Gegenwart

In der 0m Gegenwart gibt es die neuen Drehgestelle von Jaffa mit Achsen von Schnelli. Und die laufen „wie geschmiert“, und wie man entgleist, wissen die irgendwie gar nicht. Leider passen diese Langblattfeder-Drehgestelle zwar zu vielen Wagen, nicht aber zu den SHE-Tonnendachpersonenwagen. Aber gestern dachte ich: egal, wichtiger als korrekte Drehgestelle ist ordentliches Laufen, und ersetze das eine entgleisungfreudige Drehgestell durch eins von Jaffa. Das sieht jetzt so aus:

Rechts das korrekte Drehgestell von Axel Hartig, links das falsche“ von Jaffa. Der Wagen läuft jetzt einwandfrei. Vielleicht wird er nun auch mal richtig ordentlich fertiggestellt und fertig dekoriert.

Darf so ein Wagen zwei verschiedene Drehgestelle haben? Ja, darf er. Ich habe zwar jetzt kein Belegfoto parat, aber ich weiß, dass das auch beim Vorbild, zumal beim schmalspurigen, vorgekommen ist. Denn, wie sagt das Sprichwort, in der Not frißt der Teufel Fliegen.

Es gibt aber eine ganz klitzekleine Hoffung, dass Jaffa mal passende Drehgestelle entwickelt. Na, das wär ja was …

Donnerstag 6. August 2020

GHE 501 Kesselwagen jetzt bestellbar

Das war der Moment, auf den ich sehnsüchtig gewartet habe. Heute morgen kam die Mail von Jaffa, dass der vierachsige GHE-Kesselwagen so weit gediehen ist, dass er ihn als bestellbar in seinen Shop einstellen konnte. Und dann die bilder. Schaut selbst (hier zunächst nur eine Auswahl, später mehr):

In einem gesonderten Beitrag gibt es mehr Detailbilder. Und im Spur 0 Forum hat Jaffa diverse Details der Konstruktion und Tipps für den Zusammenbau gepostet (ab Post # 54).

ArGe Schmalspur Vorsitzender Peter Höhn besucht die BAE

Das passte gut. Heute morgen machte Peter auf der Rückseise von seinen Schwiegereltern mit seiner Frau bei der BAE Station. Peter hat seinerzeit eine phantastische Rezension des BAE-Buches in der ArGe-Schmalspur-Info geschrieben und konnte sich das Objekt jetzt erstmals in natura anschauen. Am Schluss äußerte er den Wunsch, mal beim Betrieb mitmachen zu können. Kann er, sobald Corona das zulässt. Foto: Christina Höhn
Peter wollte auch eigene Aufnahmen von der BAE haben.

Dienstag 4. August 2020

Zusammenbau des PKB G-Wagens von Jaffas Mobashop

Detlef Rackys Plettenberger G-Wagen in der Endphase. Die etwas üppig erscheinende Dachunterkonstruktion hat den Grund, dass das gewellte Material für das für den Wagen typische Wellblechdach sonst schwer in Form gehalten werden kann. Foto: dry

Detlef Racky ist mit dem Zusammenbau seines Jaffa-Bausatzes schon in der Zielgeraden und berichtet über seine Bauerfahrungen sowohl im schmalspur-treff-Forum als auch etwas ausführlicher im Spur 0-Forum. Beides auf jeden Fall lesenswert.


PS: Wer den Bausatz noch nicht kennt, klicke in der teaser-Leiste rechts auf das unterste Bildchen.

Sonntag 2. August 2020

Coils auf der Hohenlimburger Kleinbahn: weitere Belege

Gestern erinnerte ich mich, dass ich ja leihweise das Born/Groote-Buch über die Hohenlimburger Kleinbahn* im Regal stehen habe. Schnell mal reingeschaut: Au ja: aufgebockte Wagen, mit Coilladung. Ein sw-Bild auf S. 51 und ein Farbbild auf S. 42, ersteres mit einem Wagen, letzteres mit zweien. Das ist dann aber auch schon alles. Also für beinharte Coilfans wie der vorgestern zitierte Michael vielleicht nicht so ganz überzeugend.

Samstag 1. August 2020

Leserpost

Von Hubert the Goose kam der Kommentar:

Warum in die Ferne schweifen, lag das gute doch so nah 😉
Den Coiltransport hat es doch auch auf der Hohenlimburger Kleinbahn gegeben:

http://www.hfinster.de/StahlArt2/archive-Hohenlimburger_Kleinbahn-KB-1001-25-24.12.1983-de.html

Das ist natürlich richtig und wird ja wohl in der nächsten Zeit an mehreren Stellen in 0m realisiert. Mich hat aber doch ein Coil-Ganzgüterzug sehr beeindruckt, der die ultraschwere Last über mehrere hundert Kilometer befördert. Aufgerollte Regelspurwagen sind natürlich auch toll, aber eigentlich ist es ja Regelspurverkehr mit last mile Meterspur.

Eine weitere email, die ich aus einem ganz anderen 0m-bezogenen Grund bekam, endete so:

Bis dahin bleibe gesund und fülle deinen Blog weiter mit so tollen Themen.“ Das freut mich und wird mir Ansporn sein.

Freitag 31. Juli 2020

Coils oder nicht Coils, das ist hier die Frage

Gar nicht lange her, da fragte ich meinen Freund und BAE-Mitmacher-Urgestein Michael, ob er nicht jetzt, wo 0m so sehr im Aufschwung sei, auch zu 0m wechseln würde. Er hat zwar eine Spur 0-Anlage (die gerade in meinem Rangierbuch Gegenstand eines Kapitels war), aber vorher hatte er eine superschöne und betriebsorientierte 0e-Anlage, der ich immer noch nachtrauere.

Und was antwortet mir Michael? Wär schon nicht uninteressant, aber er habe sich nun mal, seit er 0 mache, und insbesondere seit er am Pfannenberg war, total in die schweren Coiltransporte verknallt. Und „sowas“ könne es da in 0m ja nunmal nicht geben.

Erst wollte ich ihm zustimmen, doch dann erinnerte ich mich, dass ich vor einiger Zeit mal im Internet im Meterspurnetz der spanischen Nordküste unterwegs gewesen war und da auf Bilder wie die beiden folgenden gestoßen war:

Ein Richtung Osten, als Baskenland fahrender Güterzug in Arriondas (Asturias). Mit Coils. Oder etwa nicht? Und mit Kadee-Kupplung. 😉
Und hier, fast am Ziel in Luchana (baskisch: Lutxana; ein kleiner Zwischenbahnhof innerhalb von Bilbao), ein Coil Ganzgüterzug. Bobinero heißen solche Züge auf Spanisch, von la bobina, die Spule.

Michael zeigte sich beeindruckt, wollte aber dennoch nicht zu 0m wechseln. Na gut, man kann nicht alles haben. Hauptsache er macht weiterhin 0m bei der BAE.

Donnerstag 30. Juli 2020

Hubert the Goose: Herzynia-Weichen in Engiadina

Warum sich 0m Urgestein Hubert Wetekamp „the Goose“ nennt, haben wir im Bericht über die NuSSA schon gezeigt. Weiß jetzt jeder. Aber Hubert doesn’t only go american, er macht auch Rhätisches. Im SNM-Forum beschreibt er den Bau seiner Engiadina-Segmente ausführlich. Und die Weichen, die er da verwendet, sind Herzynia-Weichen – ich muss das wissen.

Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass Hubert seine Weichen mit den halben Kleineisen von Jaffas Moba-Shop bestückt hat.

Mittwoch 29. Juli 2020

Am 22. Juli berichtete ich mit drei Bildern von der Ankunft der SPREEWALD bei der Märkischen Museums-Eisenbahn in Hüinghausen. Heute bekam ich ein Bild, das die Lok neben der BIEBERLIES zeigt, die sie nach der HU vertreten soll.

Zwei Schönheiten Seit‘ an Seit‘. Aber ob sie auch einmal zusammen zum Einsatz kommen werden, ist ungewiss. Aber vielleicht klappt es ja, wenn die SPREEWALD ihre HU hatte und bevor die BIEBERLIES dann ihrerseits in HU geht. Foto: Benjamin Riedesel

Das war gemein

Vier Antworten gab es auf die Rätselfrage bezüglich des beautiful american coach „vierzig Kilometer von Durango“ entfernt. Nur eine fiel wirklich auf meine beabsichtigte Fehlleitung herein, bei Durango sofort auf Colorado, USA zu tippen. Aber das Durango im amerikanischen Westen ist ja von hispanischen Einwanderern nach ihrer alten Heimatstadt im spanischen Baskenland benannt.

Die beste Antwort war diese:

Das war gemein 🙂

Der Wagen sieht zwar sehr amerikanisch aus und kann evtl. auch aus den USA stammen, was aber ungewöhnlich ist, sind die extrem langen Plattformen an den Wagenenden mit einer halben Zugangsöffnung. Längere Plattformen kenne ich eigentlich nur von den Privatwagen der Railroadbarons.
Weiterhin sehr ungewöhnlich sind die extrem vielen Fenster und natürlich schlussendlich die Link’N’Pin Kupplung (Trichterkupplung mit Kuppeleisen), die in den USA fast ausgestorben ist.
Und 40 km von Durango, CO entfernt kenne ich eigentlich nur die D&SNG.

Da Du aber kein Land mit angegeben hast, dürfte es sich um das Durango im Baskenland handeln, wo es das Baskische Eisenbahn Museum gibt Das liegt in Azpetita knapp 40 km von Durango entfernt, und die haben mindestens zwei von diesen Wagen.

Gruß
Hubert The Goose

Stimmt. Der Kandidat hat 100 Punkte. Und das baskische Eisenbahnmuseum in Azpeitia hat zwei derartige Wagen, die Spurweite beträgt 1m und nicht 3′:

Meine „Gemeinheit“ war, die Anschriften am Wagen zu tilgen, aber sonst wäre es ja nicht rätselhaft gewesen. Und der Leser, der „Chemin de Fer de Urola“ getippt hatte, hatte auch Recht, wie man sieht. Das Schild am Boden verbietet auf Baskisch und Spanisch das Überschreiten der Gleise.

Auch wenn der Wagen durchaus ein amerikanisches Design hat, so ist er doch in Spanien gebaut worden. Die Drehgestelle Typ „arch bar“ sind zwar amerikanisch, werden dort aber nur bei Güterwagen verwendet. Der hängende Bremszylinder mit der Umlenkwelle sagt uns, dass das Fahrzeug eine Hardy Saugluftbremse hat, sehr europäisch.

Vielleicht ist es nicht jedermanns Geschmasck, so hinters Licht geführt zu werden, mir gefiel aber diese Zuschrift:

Gemeint ist die Museumsbahn in Azpeitia, unweit von Bilbao, Baskenland, Nordspanien.
Etwa auf halber Strecke zwischen Bilbao und Azpeitia gibt es auch ein Durango. :-)) Es macht Spaß, solche Rätsel zu lösen, gerne mehr davon.
Georg


Noch ein kleiner Tipp zu Azpeitia: Auf der Karte sieht man nördlich davon ein kurzes Stück Strecke, das nicht die Signatur „stillgelegt“ hat. Es handelt sich um die zum Museum gehörende Museumsbahnstrecke. Wie der dort verkehrende Zug aussieht, hatte ich in meinem Eintrag vom 16. Juli gezeigt. Die beiden falschen Amerikaner sind natürlich mit im Zuge.

Dienstag 28. Juli 2020

Erste Probefahrt auf HOHENPLETTBERG B

Alle Gleise verlegt (Vignol), alles verdrahtet. Der kleine FO Rangiertraktor Tm 2/2 von Fama hat alles abgefahren und fährt sogar durch die Herzynia-Weichen, obwohl das eigentlich gar nicht gehen darf.
Und jetzt mal Teile A und B von der Publikumsseite aus, damit man sieht, wie’s zusammen gehört.

Aktuelles sehr schönes Video von der Selfkantbahn

Das Video ist im Bimmelbahn-Forum zu finden.

Montag 27. Juli 2020

Beautiful coach near Durango

Eine richtige amerikanische Schönheit, gut unterhalten für die Beförderung von Touristen

Ca. 40 km von Durango entfernt habe ich diesen prächtigen Coach aufgenommen. Aber dem geneigten Leser, äh Forenuser wird auffallen, dass irgendwas nicht stimmt. Aber was? Naja, eigentlich stimmt alles, es muss nur richtig eingeordnet werden.

Diesmal Lösungsvorschläge gerne per Kontaktformular auf der Willkommensseite. Das funzt jetzt.

Edit: Ja, funzt, es sind schon vier Lösungsvorschläge eingetroffen.

Sonntag 26. Juli 2020

Getz seit ihr geplettet, wa?

Endlich geht es massiv weiter mit dem B-Segment von HOHENPLETTBERG. Noch ist alles nur Peco code 100, also Vignol-Schiene, aber als Nächstes werden dann wieder, wie schon beim A-Segment, die L-Profile zur Erzeugung der Rille drangelötet.

Samstag 25. Juli 2020

Härtsfeld-Museumsbahn fährt (bald weiter)

Vor fünfzehn Jahren gab es in MITTELPUFFER 43 (III/05) eine große Reportage unter dem Titel „Auf nach Dischingen“. Thema war die angestrebte Verlängerung der Härtsfeld-Museumsbahn vom temporären Endpunkt Sägmühle zunächst nach Katzenstein und später nach Dischingen.

Immerhin ist die erste Hälfte des Vorhabens, also die Verlängerung bis zur Station Katzenstein am Härtsfeldsee, kurz vor der Fertigstellung.

Am 15. März dieses Jahres konnte nach Jahren der Stückchen-für-Stückchen Streckenverlängerung die Einfahrweiche von Katzenstein verlegt werden. Foto Hannes Ortlieb
Aus knapp drei Kilometer Strecke werden nun in Kürze fast sechs. Und der neue Endpunkt liegt nicht irgendwo, sondern am touristisch interessanten Härtsfeldsee, eine enorme Aufwertung der meterspurigen Museumsbahn.
Noch kommt der Museumszug „nur“ von Sägmühle zurück nach Neresheim, dessen berühmte Abtei im Hintergrund trutzt. Bald wird er von Katzenstein kommen. Foto: Hannes Ortlieb

Die nächsten Betriebstage der Härtsfeld-Museumsbahn sind 2. August, 8./9. August, 6. September, 3./4. Oktober und 6. Dezember 2020. Am Wochenende 8./9. August findet die traditionelle und beliebte Bahnhofs-Hocketse in Neresheim statt:

Der T 33 und der TA 101 bilden zusammen mit der Neresheimer Abtei den Hintergrund für die Hocketse. Foto: Hannes Ortlieb

Bis es soweit ist, wirken die Gleisbauer weiter, um die Streckeneröffnung nach Katzenstein möglichst noch in diesem Jahr zu erreichen:

Am 11.7., also gerade vor 14 Tagen, liegt bereits das erste Gleis und der Bahnsteig wird aufgeschüttet, das Planum für die Weiche am anderen Ende und für das Ausziehgleis ist schon hergestellt. Foto: Frank Baumann, Slg. HMB

Fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit, aber angesichts der zu überwindenden Hindernisse organisatorischer, administrativer und finanzieller Art durchaus realistisch. Immerhin scheint hier vereinsinterne Willenskraft, Stehvermögen und Beharrlichkeit auf mehr regionale und administrative Offenheit, Verständnis und Unterstützung zu treffen als etwa bei BMB und MME in Nordrhein-Westfalen, wo die geplanten Verlängerungen immer noch feststecken.

Jetzt heißt es hinfahren, mitfahren, unterstützen. Fahrplan und weitere Informationen gibt’s auf der neuen HMB Website.

Des Rätsels Lösung

Am 21. Juli stellte ich ein ominöses Bild mit einer roten Lok am linken Bildrand und einem noch ominöseren Rahmen in der Mitte rechts ein mit der Frage, welche Loks das wohl sein könnten. Genau eine Antwort* ist gekommen, die den schwarzen Lokrahmen korrekt erkannte. Zur roten Lok gab es keine Vermutung. Hier mal die Situation aus einer anderen Perspektive:

Das Bild ist in der Werkstatt der Vale of Rheidol Ry. in Aberystwyth in Wales aufgenommen. Das schwarz-rote Teil ist das Mittelteil einer südafrikanischen Garrat, die die Vale of Rheidol von der Schinznacher Baumschulbahn in der Schweiz übernommen hat. Also nicht unsere präferierte Spurweite.

*Gerade hat sich herausgestellt, dass eine Antwort, die per Kontaktformular auf der Willkommensseite geschickt wurde, nicht angekommen ist. Könnte sein, dass das schon häufiger passiert ist, ohne, dass wir das mitbekommen. Es wird überprüft.

Damit wissen wir immer noch nicht, was das schwarze Fahrwerk da an der Wand mal werden soll. Aber vielleicht hilft dieses Bild weiter:

Wer je mal bei der Selfkantbahn war (und welcher echte Meterspurfan war das nicht) hat dieses Lökchen als Rostlaube herumstehen sehen, die traurigen Reste dessen, was mal die Lok RUR der Dürener Dampfstraßenbahn war. Fotos mit freundl. Genehmigung von Roland Molz (kleinbaan.de)

Vor einiger Zeit hat der bekannte Meterspur-Retter Wim Pater sie gekauft und lässt sie auf der Insel aufarbeiten, eigentlich müsste man sagen neu entstehen. Anschließend soll sie dann an diverse meterspurige Museumsbahnen ausgeliehen und dort eingesetzt werden. Zum Beispiel bei der Selfkantbahn.* Darauf darf man sich schon freuen.


Freitag 24. Juli 2020

Axels größter Erfolg

2002 schaltete Axel Hartig diese Anzeige im MITTELPUFFER:

Die Drohung, alle drei Modelle nicht erneut aufzulegen, hat Axel zumindest beim Plettenberger Triebwagen nicht wahr gemacht.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie Axel mehrfach bei mir zu Besuch klagte: „Schon wieder so viele Bestellungen für den Plettenberger Triebwagen! Jetzt sind es schon über 60!“ Axel wollte lieber ein neues Fahrzeug konstruieren als immer wieder die gleichen Bausätze zusammenzupflücken. Aber es half nichts, die Bestellungen hörten und hörten nicht auf.

Und: Wo sind sie alle? Diese sechzig Plettenberger Triebwagen im Maßstab 1:45 müssen doch irgendwo sein. Drei oder vier hat man wohl schon hier und da gesehen, aber 60? Dabei kämen sie jetzt so gut zu Pass, jetzt, wo es diverse Plettenberger Güterwagen in 0m gibt und weitere in Vorbereitung sind.

Dieser dieselelektrische Triebwagen ist schon allein ein kompletter Zug, hat er doch ein Personen- und ein Packabteil. Und er hat normale Zug- und Stoßvorrichtungen und kann Personen- und Güterwagen ziehen – das perfekte Mädchen für alles.

Wenn ihr also noch so einen Bausatz in der Schublade habt, holt ihn vor und baut ihn zusammen – oder, wenn sich euer Thema geändert hat, bietet ihn an, in den Foren oder über mich, ich kann das hier veröffentlichen.

PS: Axel ist nun leider schon seit einigen Jahren tot und wird keine 0m Triebwagen mehr erzeugen. Traurig aber wahr.

Donnerstag 23. Juli 2020

Museumsstraßenbahn in Wuppertal-Kohlfurth fährt wieder

Am kommenden Sonntag 26. Juli fährt erstmals seit dem Corona lockdown wieder die meterspurige BMB Museumsstraßenbahn ab Kohlfurther Brücke. Fahrkarten gibts jedoch nicht wie sonst beim Schaffner, sondern im Vorverkauf an der Haltestelle.

Eine Tageskarte kostet nur 12 €. Fahrplan und Zufahrtsbeschreibung findet man hier.

Mittwoch 22. Juli 2020

Ankunft der SPREEWALD in Hüinghausen

Der DEV in Bruchhausen-Vilsen und die Märkische Museums-Eisenbahn in Hüinghausen haben mal wieder einen kleinen Deal gemacht. Die SPREEWALD wird von der MME hauptuntersucht und vertritt dann die MME-eigene BIEBERLIES solange diese in HU ist. Heute nachmittag rollte der Tieflader mit der SPREEWALD in den Bahnhof Hüinghausen.

Die letzten Meter bis zum Bahnhof Hüinghausen. Foto: Benjamin Riedesel
Der Auflieger des Tiefladers heißt so, weil er jetzt auf dem Gleis 1 aufliegt. Gleich wird die SPREEWALD über die lose verlegten roll down Gleisjoche auf das MME-Gleis herunterrollen. Foto: Benjamin Riedesel.
Das roll down hat geklappt. (Die Jungs machen das nicht zum ersten Mal.) Hier erholt sich die SPREEWALD von den Strapazen der langen Reise in der sauerländischen Abendsonne. Foto: Benjamin Riedesel

Da kann ich nur hoffen, das mein Auto bald wieder heil ist und ich mich auf den Weg nach Hüinghausen machen kann.

Dienstag 21. Juli 2020

Ein nettes kleines Schmalspur-Rätsel

Im Vordergrund rechts liegt der in Aufarbeitung befindliche Rahmen einer deutschen Meterspurlok. Das große rote Teil links fährt auf einer engeren Spurweite, schon in mehr als einem Land, aber nicht in Deutschland. Welche Loks könnten das sein? In einigen Tagen werde ich das Rätsel auflösen.

Montag 20. Juli 2020

Modellbauwerkstatt Halle geht in Richtung 0m

Bis gestern noch firmierte Bernd Mäders Webauftritt auf der Startseite mit

Modellbauwerkstatt-Halle GbR   – Entwicklung und Bau von Kleinserienmodellen in H0e, 0e und 0f

Seit heute ist das nicht mehr so, und im Menü kommt gleich hinter 0 Regelspur und 0e die Baugröße 0m. Bestens. So soll es sein. Neben einigen free lance Wagen, die außer in 0e wahlweise auch in 0m-Ausführung angeboten werden, gibt es in Bernd Mäders Programm zwei kleine Triebfahrzeuge, die auch in der Realität auf Meterspurgleisen liefen/laufen:

Wer kennt ihn nicht, den T 1 der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn? Noch heute wird er regelmäßig zu bestellten Sonderfahrten eingesetzt.

Der SKL 24 Typ Schöneweide wurde für den Gleisbau und die Streckenunterhaltung in den Spurweiten 900 mm, 1000 mm und 1435 mm gebaut. Die Serienproduktion begann 1971. Oberteil, also Ladefläche mit Seitenwänden, Kabine und Dach aus Kunststoffguss mit zahlreichen Anbau- und Zurüstteilen aus Messing. Fahrwerk aus Messing mit einer Pendelachse. Antrieb durch Faulhabermotor (komplett unterflur) Jahresende 2020 lieferbar, aber schon jetzt für einen günstigeren Vororderpreis bestellbar.

Kurz > kürzer > RME

Die Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn war die Domäne der Wagen mit superkurzen Achsständen.

Auch bei einem Achsstand von nur zwei Metern lassen sich ein Pack- und ein Postabteil realisieren. Die RME hats bewiesen.

Diese beiden Wagen sind die jüngsten Zugänge im Verzeichnis der Wagen mit Achsständen unter 2,5m.

Erinnerung an die MHE (Mittelharz-Eisenbahn)

Achtzehn oder neunzehn war ich, als ich erstmals versuchte, eine Harzer Meterspurbahn im Modell nachzustellen. Statt Südharzbahn nannte ich sie Mittelharzbahn, und die Baugröße war H0m.

Als erstes baute ich das EG von Walkenried nach, das ich selber vermessen und fotografiert hatte. Hauptmaterial waren Vollmer Platten 6028. Zu Ehren meiner damaligen Ehefrau nannte ich den Bahnhof Anneliesental.

Die Fahrzeuge waren umgemodelte ZEUKE-Herr Modelle nach sächsischem Vorbild, fälschlicher- und glücklicherweise in H0m, die Lok eine VIK, die mir aber den Fünfkupplern der SHE ähnlich genug aussah.

Außer diesem Bahnhof baute ich noch ein Stück Strecke mit einer Spirale, die es im Harz natürlich nie gegeben hatte, aber so bekam ich wenigtens mehr als einen Meter Fahrstrecke. Später landete das EG auf meiner H0 Felsentalbahn, die ich im Kapitel „Einflüsse und Prägungen“ in meinem BAE-Buch vorgestellt habe. Bis zur Geburt von 0m war es noch eine Weile hin.

Samstag 18. Juli 2020

Prächtige Bilder aus dem Vivarais und Velay

In meinem Eintrag vom 2. Mai zeigte ich meine bescheidene Bildernte aus dem Meterspur-Paradies Vivarais. Jetzt fand ich in der DSO viiiiiel bessere Bilder und auch viel mehr, und auch gleich noch welche von der benachbarten Velay-Bahn. Hier schon mal eine kleine Auswahl als preview.

Freitag 17. Juli 2020

Tage des Eisenbahnfreundes in Bruchhausen-Vilsen

Corona wirkt sich natürlich auch auf die Tage des Eisenbahnfreundes aus. Das Leben in vollen Zügen genießen entfällt, dafür gibt’s aber viele Güterzüge und GmP. Auch nicht schlecht, oder?

Einen ausführlichen Prospekt mit Fahrplänen findet ihr im Museumsbahnforum in der DSO. Und viele weitere Informationen gibts natürlich auf der Seite des DEV.

Einen kleinen Vorgeschmack bekommt ihr durch Torsten Kloses prächtige Reportage über den Dieselfahrtag am 4. Juli dieses Jahres in der DSO. Hier ein kleines preview.

Donnerstag 16. Juli 2020

Schon was vor an diesem Wochenende? Spezieller Tipp

An diesem Wochenende werden vermutlich an diversen Stellen Museumszüge – auch meterspurige – fahren. Dass ich nun gerade diesen etwas abseitigen Tipp gebe, liegt daran, dass ich erstens mit diesem Zug schon gefahren bin und zweitens bei meinen Forschungen für einen bestimmten Artikel für Schmale Spuren auf das Bild stieß und es so schön fand, dass ich aus dem Web rauben musste:

Die Fahrt mit diesem Museumszug ist eine Zugabe beim Besuch des Baskischen Eisenbahn-Museums in Azpeitia. Die Eintrittskarte berechtigt auch zur einmaligen Fahrt zum Endpunkt Lasao und zurück.

Mir ist schon klar, dass kaum jemand jetzt mal eben schnell ins Baskenland düsen wird, um am Samstag oder Sonntag mit diesem Zug zu fahren, aber vielleicht demnächst einmal?

PS: Das Baskische Eisenbahnmuseum in Azpeitia hält viele Leckerbissen bereit, einen davon könnt ihr hier im Blog sehen. (3. Bild von oben)

Dienstag 14. Juli 2020

Jan Reiners: Lok und Buch

In meinem Eintrag vom 9. Juli wies ich unbescheiden darauf hin, dass ich über die Kleinbahn Bremen – Tarmstedt mal ein Buch geschrieben habe und dass ich nicht wisse, ob es noch erhältlich sei. Es ist. Ich wurde darauf hingewiesen, dass es im Buchladen des DEV in Bruchhausen-Vilsen noch aufliegt und entweder dort erworben werden kann oder in deren online shop. Unten die Eigenanzeige für das Buch aus MITTELPUFFER 48, die andeutet, was alles enthalten ist: Typenzeichnungen von allen Lokomotiven und Wagen der Bahn, Gleispläne, Gebäudepläne etc. Und das Beste: im DEV-Buchladen gibts das Buch günstiger als in dieser Anzeige angegeben.

Montag 13. Juli 2020

Der kleine Euskirchener G-Wagen aus dem Beifang

In der Liste der meterspurigen Wagen mit Langblattfeder-Drehgestellen die mittlerweile zwölf Wagen umfasst) hatte ich u.a. dieses Bild mit einer Seite aus dem Schweers + Wall-Buch über die Euskirchener Kreisbahn eingestellt:

Dort ging es natürlich um den GG-Wagen ex Hagen-Haspe – Breckerfeld. Den wird es möglicherweise demnächst auch als gelasertes Modell in 1:45 geben.
Die beiden anderen auf der Titelseite angekündigten Themen sind ebenfalls sehr lesenswert.

Der superkurze G-Wagen oben auf der Seite hat in dem Zusammenhang gar nicht interessiert. Jetzt aber. Warum? Weil ich beim Durchblättern alter SSMV-Ausgaben einen Artikel von Herbert Fackeldey über den Bau eines 0m-Modells eben dieses Wagens gefunden habe. Mit einer Zeichnung (Rekonstruktion), die einen Achsstand von 2,20m ausweist. Damit passt das Wägelchen gut in die Landschaft der kurzen Straßenbahn geeigneten Wagen der PKB etc. In diesem Heft hier:

Sonntag 12. Juli 2020

Nachtrag zum Eintrag vom 28. Mai: Aus drei mach zwei

Ich stellte Karl Heinz Stümpfls neue verkürzte Modelle von den Mosbach-Mudauer Personenzugwagen vor.

In meinem Kommentar schrieb ich: „Wer aber gerne richtige lange Mosbach-Mudauer hätte, kauft halt drei Exemplare und schnitzt daraus zwei Achtfenstrige. Da die Wagenwände aus Polystyrol sind, dürfte das nicht allzu schwierig sein.“

Jetzt ist mir beim Durchblättern älterer Ausgaben von Schmale Spuren in Heft 3/19 ein Artikel von Georg Koch aufgefallen, der beschreibt, wie er aus KS Bausätzen von sechsfenstrigen Waldbahn-Personenwagen achtfenstrige Österreicher erzeugt. Allerdings brauchte er nicht drei Bausätze um zwei Verlängerte zu erhalten, sondern bekam die benötigten zusätzlichen Teile separat von KS.

Unabhängig davon, ob das hier auch ginge, ist bewiesen, dass es mit einfachen Mitteln möglich ist, solche KS-Bausätze zu verlängern. Ich glaube, HFy würde auch einen Artikel darüber gerne abdrucken.

Ein richtiges (und wichtiges) Schnäppchen

Da ich gestern beim Googlen nach „Meterspurbahnen“ auf diverse Bücher stieß, kam ich heute auf die Idee, zu ergooglen, ob es ein für Meterspur- und 0m-Freunde wichtiges Buch noch gibt, das vor siebzehn Jahren erschienene Buch Die Fahrzeuge der Harzer Schmalspurbahnen aus dem Verlag Schweers + Wall. Ergebnis: Ja! Aber:

Auch wenn das bei Amazon marketplace angebotene Exemplar sicher in einem viel besseren Zustand sein wird als mein total zerlesenes, ist der Preis, im Gegensatz zur Überschrift, kein wirkliches Schnäppchen. Aber es kommt noch besser:

Bei ZVAB, eigentlich immer eine gute Quelle für vergriffene Bücher, werden 195 Euronen verlangt, und ein bestimmtes Antiquariat hat begriffen, wie wertvoll das Buch ist und möchte 379 € + Porto überwiesen bekommen. Da war Weltbild günstiger: 45 €, aber leider schon ausverkauft. Pech.

Geht’s auch günstiger? Ich ging mal auf train24.de, die früher mal Kunde bei meinem Ferrook-Aril Verlag war, und – Augen reib – dort steht das Buch für sage und schreibe 19.95 € drin. Also, wenn das kein Schnäppchen ist …

Warum so viel Gedöns um dieses Buch?

Weil es immer noch eine wichtige Quelle ist, allein wegen der Vollständigkeit. Es enthält nämlich Übersichtzeichnungen im Maßstsb 1:87 von allen Dampflokomotiven (4 x SHE, 4 x GHE und 12 x NWE), die je auf den Harzbahnen gelaufen sind. Die Zahl der Wagenzeichnungen ist dreistellig.

Das Harzer Meterspurnetz ist so etwas wie das deutsche Pendant zum Netz der Rhätischen Bahn und den damit zusammenhängenden Meterspurbahnen in der Schweiz. Aber, im Gegensatz zum Schweizer Netz gibt es von den Lokotiven und Wagen der Harzbahnen noch sehr wenige 0m-Modelle. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.


Nachtrag/Aktualisierung: Als ich gerstern bei train24 reinschaute, war das Buch noch als lieferbar angezeigt, jetzt wurde mir gemeldet, dass es auch dort vergriffen ist. Tut mir leid.

Samstag 11. Juli 2020

Was passiert eigentlich, wenn man „Meterspurbahnen“ googlet?

Das wollte ich gerne mal wissen und tippte einfach mal „Meterspurbahnen“ ein. Wie immer tausende von Einträgen, aber diese Abbildung sprang mir ins Auge:

Dass die Braunlage – Andreasberger Eisenbahn in meinem Keller als Meterspurbahn eingestuft und gefunden wird, macht mich natürlich mächtig stolz. Das BAE-Buch also bei Thalia im Versand. Na gut, gibt’s aber auch bei Jaffas Moba-Shop. Da kann man gleich einen 0m-Bausatz mitbestellen. Macht ja Sinn.


Aktualisierung:

Die bebilderte Liste der Wagen mit Langblattfeder-Drehgestellen hat sich von neun auf elf Fahrzeuge verlängert.

Freitag 10. Juli 2020

Harz-Bock statt Alpenbock • 0m Bock statt Null Bock

In Schmale Spuren 4/13 brachte Herbert Fackeldey einen zweiseitigen Artikel über seine Entdeckung eines von der deutschen Firma Vögele hergestellten Weichenbockes bei der Museumsbahn Blonay – Chamby in der Schweiz. Mit großen Fotos und einer feinen bemaßten Skizze mit der typischen schweizer Weichenlaterne drauf. Am Schluss äußerte HFy dann Zweifel, ob diese simpelste aller Weichenbockmimiken je modellbahnerisch umgesetzt würde. Na, schaumermal.

Hier sind wir erkennbar nicht mehr in den Alpen, aber immer noch südlich des Bodensees, wenn auch knapp. Diese Doppelweiche mit zwei Stellböcken mit Vögele-typischen Langlöchern in den Hebeln war einst bei der Meterspurbahn Frauenfeld-Wil zu finden. Foto: Hans Waldburger †

Damit haben wir nicht nur die Alpen verlassen, sondern auch das Gebiet der dickschienigen Meterspur-Hauptbahnen wie RhB, FO, BVZ, MGO usw., hier regiert die leichte Schiene, vermutlich auch nicht schwerer als die bekannte preussische Form 5 (24kg/m).

Was übrigens nicht heißt, dass die Rhätische Bahn mit solchen simplen Stellböcken nichts anzufangen wusste.

Dieser Vögele-Bock stand dort, wo jetzt die riesige Baustelle für den zweiten Albulatunnel grassiert: in Preda. Gut zu sehen das typische und funktional wichtige eingeschmiedete Langloch im Hebel. Foto: OOK.

HFy schrieb am Schluss seines erwähnten Artikels in Schmale Spuren, man habe hier „einen typischen schweizer Stellbock“ vor sich. Na, wenn dass mal stimmt! Gibt es also solche Weichenböcke mit dem erhöhten Laternenständer nur bei den Eidgenossen? Mitneffen. Meinen Lieblingsweichenbock entdeckte ich schon zwanzig Jahre bevor ich erstmals in die Schweiz kam:

Statt einer Weichenlaterne nur eine kreisrunde Scheibe. Da weiß der Kenner sofort: Südharzbahn !!! Genau, das Bild ist in Braunlage aufgenommen, wo es über ein Dutzend dieser Vögele-Böcke gab.
Bahnhof Braunlage vom Gleisende her gesehen. Foto: OOK.

Also doch Harz-Bock, nicht nur Alpenbock. Und weil ich als notorischer Südharzbahnfan gerne solche Dinger auf meine 0m-Anlage bekäme, habe ich mal geschaut, wie die Datenlage so ist. Und fand in meinen Dateiwusten eine Originalzeichnung der Fa. Vögele:

Das Langloch macht die für die preußischen Weichenhebel typische Wippe als zusätzlichem Bauteil, das beim Zusammenlöten im Modell immer für zu Berge stehende Haare sorgt, überflüssig.

Was mir bis dato entgangen war ist, dass die Liechtensteiner Firma Model Rail schon einen solchen im Programm hat. Kostenpunkt 51 sFr. Die Internet-Seite ist leider etwas sperrig. Aber der Hebel ist drin.

Früher gab es diese bei Ferro-Suisse, die Bausätze sahen so aus:

Dem Hebel fehlt zwar das Langloch, aber davon abgesehen ist es genau die Vögele-Konstruktion. Leider gehört mir das goldige Teil nicht, es ist eine Leihgabe von Hubert Wetekamp (Goose)

Übrigens: Wer sich überzeugen möchte, dass es diese schönen simplen Teile auch im großen Kanton nördlich des Bodensees gibt, der begebe sich (wieder einmal) nach Bruchhausen-Vilsen, wo ein letzter Zeuge dieser einst auch bei der Kleinbahn Hoya – Syke – Asendorf verbreiteten Bauart erhalten ist:

Jaffa hat diesen HSA-Zeugen gerade bei seiner Pirsch am 4.7.2020 entdeckt und schleicht sich an.
So sieht Jaffas Aufnahme aus. Irgendwie wirkte er recht angetan von dem schönen Teil. Vielleicht reizt es ihn ja zu irgendwelchen Taten, wer weiß?

Donnerstag 9. Juli 2020

OOK, der Bescheidwisser aus Bremen

Wenn man über dreißig Jahre lang DEV-Mitglied war, dann kennt man sich aus bei der Museum-Eisenbahn in Bruchhausen-Vilsen. Deswegen gab ich letzten Samstag bei der Bremsgestänge-Aktion von Jaffa (s. Eintrag vom Montag 6. Juli) auch den großen Bärenführer, der alles erklären konnte.

Gleich beim Eintritt in die große Fahrzeughalle war dies das erste, was ich sah:

„Oh“, sagte ich zu Jaffa, „Die HOYA ist in HU? Wusste ich gar nicht.“ Dass es die HOYA war, daran bestand kein Zweifel. Diese typischen Lochscheibenräder der HANOMAG-Serie von 1899, die Allan-Steuerung etc. Foto: Jaffa

Ein altes arabisches Sprichwort sagt: Es ist nicht schlimm wenn man etwas nicht genau weiß, schlimmer ist es, wenn man etwas genau weiß, aber es ist anders. Deswegen war es auch ziemlich peinlich, als wir wenige Minuten später zwei Gleise weiter vor der völlig intakten und betriebsfähigen HOYA standen. Nanu, die BRUCHHAUSEN konnte es nicht sein, die hatten wir gerade bei der Ankunft noch auf ihrem Denkmalssockel gesehen. Himmeldonnerwetterheiligeskanonenrohr! Watt nu?

Nochmal zurück zur vermeintlichen Hoya in HU, jetzt von der anderen Seite:

Dieser extem hohe Dampfdom, diese dicke um den Kessel geschlungene Dampfzuleitung zum Schieberkasten, das kam mir doch irgenwie bekannt vor (Foto: Jaffa). Dann plötzlich zündete es: Das war natürlich nicht die HOYA, sondern diese Lok:
Das war die Lokomotive Bremen – Tarmstedt Nr. 1, hier aufgenommen auf ihrem Denkmalssockel in Bremen-Findorff.

Da habe ich nun zwanzig Jahre in Bremen gelebt und diese Lokomotive wieder und wieder gesehen und habe sie nicht wieder erkannt. Naja, ich habe die Dame auch nie unbekleidet gesehen, da kann schon mal eine Verwechslung passieren.

Also langer Rede kurzer Sinn: Diese Lok von Bremen-Tarmstedt befindet sich beim DEV zwecks äußerlicher Aufarbeitung. Dann kommt sie zurück auf ihren Sockel.

Jetzt kann ich ja verraten, dass mich noch mehr mit dieser Lok verbindet. Vor fünfzehn Jahren habe ich mal ein Buch über die Bahn geschrieben:

Ob das Buch noch erhältlich ist, weiß ich nicht, es wurde zuletzt von VGB vertrieben. Müsst ihr mal bei den einschlägigen Bahnbuchversendern oder notfalls bei Amazon schauen.

Darin gab es neben vielen spannenden Bildern auch diese Fahrzeugzeichnung:

Verzeiht ihr mir, dass ich die Maschine nicht auf Anhieb erkannt habe?

Mittwoch 8. Juli 2020

Darf es etwas enger sein?

Ein Modellbahner aus NRW möchte in 0m eine Straßenbahnanlage mit Güterverkehr bauen und dafür Weichen bestellen. Aber er hat gaaaaanz wenig Platz. Daher wollte er wissen, wie groß der Mindestgleisabstand bei Rollbock- oder Rollwagenverkehr sein muss.

Bei meinem HOHENPLETTBERG Exponat beträgt der 90mm, aber geht es auch enger? Versuch macht bekanntlich kluch:

Stellprobe auf meiner BAE-Anlage. Wenn auf dem zweiten Gleis nur Meterspurfahrzeuge verkehren (Umlaufen des Triebfahrzeugs), dann reichen wie man sieht 70mm.

Durch die Verengung des Gleisabstandes wird der Platzbedarf nicht nur in der Breite geringer, sondern auch in der Länge, da bei einem gegebenen Weichenwinkel der Abstand zwischen Zungenanfang und Erreichen des Mindestabstandes (Grenzzeichen) ebenfalls deutlich abnimmt.

Dienstag 7. Juli 2020

Eine ländliche Ladezene mit Meterspur

Nein, hier wird nichts in die Bahn verladen. Hier ist Heu mit der Bahn gekommen und auf die kleinen gummibereiften Fuhrwerke umgeladen worden. Wo kann das sein? Foto: Peter Loeffler † Slg OOK.

Montag 6. Juli 2020

Was macht Jaffa denn da?

Jaffa und OOK waren am Samstag in Bruchhausen-Vilsen, und zwar nicht, um mitzufahren (es war immerhin spannender Diesel-Betriebstag), sondern um Studien zu treiben:

Jaffa war (anders als OOK) zum ersten Mal in der großen Fahrzeughalle des DEV und ging vor Ehrfurcht gleich auf die Knie. Die Tageskarten wurde nicht genutzt, ihr Erwerb war als Spende und Dank für die vielen wunderbaren Studienobjekte gedacht.
Hier können wir schon ahnen, worum es ihm ging: Um das Bremsgestänge. Bei seinem G-Wagen der Plettenberger Kleinbahn hat er sehr schön das Bremsgestänge nachgebildet, aber der Wagen hat nur Handbremse.

Für seine weiteren Projekte wollte er sich nun umfasssend über die diversen Bremsgestänge bei Fahrzeugen mit Saugluftbremse informieren, insbesondere auch deren Anordnung bei Fahrzeugen mit zwei Bremsklötzen pro Rad und – noch spezieller – bei Drehgestellen mit acht Bremsklötzen. Wo könnte man das besser studieren, als bei der großen Fahrzeugsammlung des DEV?

Die Ergebnisse von Jaffas Studien werden zu gegebener Zeit sicher noch in diesem Blog Thema sein.

Freitag 3. Juli 2020

Den kennen wir doch!

Trotz des kryptischen Logos an der Wagenseite erkennen wir natürlich sofort, dass dies ein Personenwagen der Plettenberger Kleinbahn ist.

Aufgenommen habe ich das Bild vor langer Zeit, als die NuSSA noch nicht NuSSA hieß und in Ladbergen zelebriert wurde. Aber ist das denn auch 0m, oder warum steht er in diesem Blog? Naja so gaaaanz hundertprozentig 0m ist es nicht. Der in Belgien wohnende Brite Don Sibley wählte für seine excellenten Exponate gerne ungewöhnliche Maßstäbe, um ja nicht in Versuchung zu geraten, irgendwas Fertiges zu kaufen. Und daher ist das hier 1:50. Na gut, fast 0m. Heute gebe ich mal den Toleranten.

Aber möglicherweise sehen wir diesen Wagen demnächst mal in echt 0m? Plettenberger Kleinbahn soll ja angesagt sein, habe ich mitbekommen.

Mittwoch 1. Juli 2020

Lange nichts von Hohenplettberg gehört, oder?

Nachdem im Frühjahr alles so ratz-fatz gehen musste, nahm der lockdown und der damit verbundene Entfall der Ausstellungen, speziell in Gießen, die ganze Energie aus dem Unternehmen. Immerhin hatte ich die zwei Weichen in Auftrag gegeben, die auf das B-Teil des Arrangements kommen sollen. Jetzt sind sie da und es könnte eigentlich losgehen:

Um den geplanten mit Edding eingezeichneten Gleisverlauf zu realisieren, müssten die beiden in einem Stück hergestellten Weichen geteilt werden. Ich überlege aber noch, ob ich lieber den Plan dementsprechend ändere.

Dienstag 30. Juni 2020

Noch ein Spremberger Kohlewagen

Gerade war ein Modellbahner hier, der seine Herzynia Doppelweiche abgeholt hat. Er holte aber nicht nur ab, er brachte auch etwas mit:

0m-Modell des Spremberger Kohlwagens auf einem Magic Train Fahrwerk, gebaut von mkb.

Das Preisausschreiben um den Spremberger Kohlewagen sollte eigentlich mit den Spur 0-Tagen in Gießen ablaufen. Die fanden aber gar nicht statt, deswegen gilt es auch weiter und der Erbauer dieses zweiten Modells bekommt selbstverständlich auch das ausgelobte kleine Geschenk aus dem Programm von Jaffas Moba-Shop.

Das erste Modell wurde uns, wie manche sich erinnern werden, bei der NuSSA in Stadtoldendorf auf die Gleise von Hohenplettberg gestellt:

Erste Einreichung eines Modells des Spremberger Kohlewagens, gebaut von M.S. auf Magic Train Basis bei der NuSSA 2020

War also doch nicht so ganz in den Wind gesprochen, dieses niedliche „Preisausschreiben“. Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei, deshalb warten wir jetzt noch auf die dritte Einreichung, dann endet die Ausschreibung und die Namen der Erbauer werden veröffentlicht. Also: Sei du, gewährt mir die Bitte, in diesem Bunde der Dritte.

Samstag 27. Juni 2020

Müssen Herzynia-Weichen weichen?

Michael Schnellenkamp meldet in seinem neuesten news-letter, dass die ersten der von ihm projektierten 0m-Weichen in ca. 4 – 6 Wochen ausgeliefert werden. Das ist eine frohe Botschaft für alle Freunde der 0m-Spur und die, es werden wollen.

Was bedeutet das nun für die Herzynia-Weichen. Wird es die noch weiterhin geben?

Ja, aber ….

Herzynia-Weichen kann es dank der handwerklichen Einzelanfertigung in vielen Formen geben: 1:5,5, 1:6, Doppelweichen, Bogenweichen etc. , sebst EKW und DKW sind möglich. Alle diese und weitere Wünsche der Null-Emmer kann ich weiterleiten und die Herstellung organisieren.

Nur eine Form nicht, die, die Michael Schnellenkamp jetzt in Großserie herausbringt. Welche das ist? Sobald ich das selber weiß, sage ich es euch.

Eine von Hubert Wetekamp mit den halben Kleineisen von Jaffa bestückte Herzynia 1:5,5-Weiche.

Mittwoch 24. Juni 2020

Halbe Kleineisen mit ganzer Wirkung

Die Herzynia-Weichen, die seit einiger Zeit in diversen Formen aber begrenzter Stückzahl verfügbar sind, sind bekanntlich in der traditionellen Lötmethode hergestellt und können daher keine Kleineisenimitationen haben. Das hat Jaffa dazu bewogen, halbe Kleineisen drucken zu lassen, die dann nachträglich aufgebracht werden können. Der in den Foren als Goose bekannte Modellbahner Hubert Wetekamp hat nun erstmals in großem Stile diese Methode angewandt und darüber im Spur 0-Forum berichtet.

Samstag 20. Juni 2020

Neues vom GHE Kesselwagen 501: erster Prototyp

Im Eintrag vom 9. Juni berichtete ich über den neuesten Stand hinsichtlich der Entwicklung eines 0m-Modells des GHE Kesselwagens 501.

Aber dieser „neueste Stand“ ist halt nicht mehr der neueste. Die Entwickung geht rasend schnell. In engem synergetischen Zusammenwirken von Bust (ursprünglicher 3D-Entwurf), Christian (Dateioptimierung und 3D-Druck) und Jaffa (Laserteile sowie Zusammenbau) ist ein Prototyp entstanden, der noch diverse Mängel aufgezeigt hat, die es zu beheben gilt, aber schon mal zeigenswürdig ist:

Trotz Fehlens diverser Zurüstteile kommt die Gesamtanmutung des GHE-Kesselwagens schon gut rüber.

In einer unfassbar kurzen Zeit ist hier das 1:45-Modell eines besonderen Meterspurfahrzeugs aus dem Harz (Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn) entstanden. Die fehlenden Zurüstteile sind in Arbeit, die Körtingbremse incl. Bremsgestänge wird im Juli hinzukommen.

Freitag 19. Juni 2020

Sie ist wieder da!

Wer? Die Website der Zeitschrift Schmale Spuren. Zwei Jahre lang war sie down, jetzt hat sie einen neuen Webmaster (Jürgen Hans alias Jaffa) und wird Seite für Seite neu aufgebaut und aktualisiert.

Bis der relaunch vollständig ist, kann es noch ein Weilchen dauern. Aber ein Anfang ist gemacht. Schaut mal rein:

https://www.schmale-spuren.com/

Montag, 15. Juni 2020

Wieder eine Partie Weichen verteilt

15 normale und drei Doppelweichen in 0m – und alle schon vergeben

Wie bekannt, sammele ich immer Bestellungen von Nullemmern, die Weichen brauchen und lasse sie dann in deren Auftrag im EU-Ausland (nix China) von einem Bastler anfertigen. Manchmal bestelle ich einige mehr, um dann welche für brandeilige Anfragen parat zu haben, das ist diesmal nicht der Fall. Alle abgebildeten Weichen sind schon vergeben, die untere Reihe (mit Ausnahme der ganz linken Doppelweiche) wurde heute von einem Freund abgeholt. Aber ich sammele erneut.

Das sind die meistgewünschten Weichenformen. Von unten: 1:6-Weiche, 1:5,5-Weiche, 1:4-Weiche sowie Weichen mit r = 30cm.

Sonntag 14. Juni 2020

Es Plettenbergt noch mehr …

Schon im Eintrag vom 10. Mai kündigte ich hier an, dass Michael Carl (aka teetrix) vorhat, den GG der Plettenberger Kleinbahn in ähnlicher Machart wie zuvor den DPwPost4 aufzulegen. Jetzt konnte er im schmalspur-treff erste getane Schritte zeigen:

Ein Anfang der 3D-Konstruktion ist gemacht, es ist das Werk von Alexander Krauth, seines Zeichens Moderator des schmalspur-treff Forums.

Zur Erinnerung, der GG der Plettenberger Kleinbahn sieht so aus:

Trotz seiner stattlichen Länge war dieses Fahrzeug für den Einsatz auf den Straßenbahnradien der Plettenberger Kleinbahn gedacht. Foto: Reinhard Todt, Slg. OOK

Man darf also davon ausgehen, dass es diesen Wagen in absehbarer Zeit ebenfalls geben wird. Die passenden 0m-Drehgestelle gibt es bereits von Sauerländer Kleinbahner.

Donnerstag 11. Juni 2020

Falschmeldung (durch OOK)

Gerade gestern schrieb ich noch: „Angesichts der Tatsache, dass noch keins der für 0m angekündigten Triebfahrzeuge auf dem freien Markt gesichtet worden ist ….“

Und schon kommt eine Mail von Herbert Fackeldey, die meldet, dass eine (seine) V 52 von ZT Modellbahn bei ihm , also bei seiner Mittelbadischen Eisenbahn, eingetroffen ist. Und schickt auch dieses Bild:

Eine leibhaftige V 52 in 0m, keine umdekorierte V 51. Foto: Herbert Fackeldey

Man darf wohl davon ausgehen, dass es in der nächsten Ausgabe von Schmale Spuren einen ausführlichen Bericht über diese Lokomotive geben wird.

Wieder ein Grund mehr, über einen Wechsel zu 0m nachzudenken.

Mittwoch 10. Juni 2020

Die laufen gut (in des Wortes doppelter Bedeutung)

Gemeint sind diese beiden Wägelchen, die ersten Güterwagen aus Jaffas 0m-Programm:

Die Kombination von Schnellenkamp Radsätzen mit den englischen pinpoint-Lagerbuchsen aus Messing verhilft allen von Jaffa entwickelten Wagen und Drehgestellen zu traumhaften Laufeigenschaften, wie wir sie im (käuflichen) 0m-Bereich bisher nicht hatten.

Im Handel hat der Satz, dass bestimmte Modelle gut laufen aber noch eine andere Bedeutung, die ich hier niemandem erklären muss. Und für welche Stückzahlen das gilt, ist sehr abhänging vom Produkt. Märklin hat da andere Maßstäbe als ein Lasercut-Kleinserienhersteller. Und schließlich bedeutet „laufen gut“ nach zweimonatiger Marktpräsenz etwas anderes als nach jahrzehntelanger.

Jaffa meldete mir vorgestern, dass von diesen Wagenbausätzen bereits mehr als zwei Dutzend Exemplare über die virtuelle Ladentheke gegangen sind, zwei Drittel davon gedeckte Wagen.

Angesichts der Tatsache, dass noch keins der für 0m angekündigten Triebfahrzeuge auf dem freien Markt gesichtet worden ist, ist das – meine ich – eine richtig gute Zahl.

Dienstag 9. Juni 2020

Neues vom GHE Kesselwagen 501

Von diesem vierachsigen Kesselwagen der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn gibt es kein Foto. Gäbe es eins, wüsste ich es. Das ist so eine großmäulige Behauptung, mit der man schnell auf die Nase fallen kann.

Das bleibt mir zwar erspart, aber es gibt jetzt Fotos von diesem Kesselwagen, genauer gesagt von diesem Kesselwagentyp, denn ein gleichartiger lief bei der Nassauischen Kleinbahn.

Mehr brauche ich hier nicht zu schreiben, alles Weitere findet ihr an der entsprechenden Stelle in diesem Blog.

Montag 8. Juni 2020

Wundersamer Zufall oder Scherz?

In meiner Liste der Wagen mit Langblattfeder-Drehgestellen hatte ich dieses Bild eingestellt:

Es ging um den GG-Wagen der Euskirchener Kreisbahn ex Hagen – Breckerfeld. Dieser Tage streifte mein suchender Blick mal wieder über dieses Bild – und blieb diesmal nicht am GG hängen, sondern an der kleinen G-Wagen-Zeichnung links, die mehr aus Versehen mit drauf gekommen war.

Hmm! woran erinnerte mich das? Zum Beispiel an dies hier:

Der G 151 von magic-Train war nur eine Farbvariante des G 503, sonst identisch.

Die Ähnlichkeit war frappierend, so frappierend, dass ich mich an diverse Koryphäen wandte mit der Frage, ob es sein könne, dass so ein österreichischer 760mm-Wagen bei der Bergheimer Kreisbahn gelandet sein könnte oder ob Hans Schweers sich einfach mal einen kleinen Scherz erlaubt hat und diese Zeichnung ins Buch gemogelt hat von einem Wagen, von dem es kein einziges Foto gibt. Leider kann ich ihn nicht mehr fragen, weil Hans vor einigen Jahren verstorben ist. Aber schauen wir uns seine Zeichnung einmal genauer an:

Wenn das mal stimmt! Es gibt kein Foto, das diese Zeichnung belegt oder widerlegt.

Nun zum Vergleich eine Typenskizze des G 503 in „Schmalspurig durch Österreich“:

Ausschnitt aus „Schmalspurig durch Österreich II“, Slg. Dr. Markus Strässle

Tja, und nun?

Donnerstag 4. Juni 2020

Hoher Besuch in Oderteich

Oderteich ist ein Unterwegsbahnhof auf der Strecke Sieber – Braunlage meiner 0m-Anlage BAE. Es geht aber nicht um die Anlage, sondern um den Besuch. Einige Zeit nach dem Tode von 0m-Urgestein Wilfried Link war seine Witwe bereit, seine Fahrzeuge zu verkaufen. Der T 02, dessen Wagenkasten ich gebaut hatte, ein TA und einige Güterwagen aus AHA-Bausätzen kamen zur BAE. Die waren also kein Besuch und werden daher hier nicht gezeigt.

Ich kaufte aber auch für Freunde Fahrzeuge aus Wilfrieds Sammlung , die kurz auf meiner Anlage Station machten, bevor sie an die endgültigen Besitzer gingen:

Den Triebwagen von Zell – Todtnau hatte Wilfried von FKSB-Gründer Holger Jeworowski erworben, er ging jetzt über mich an einen der regelmäßigen BAE-Mitmacher.
Die V 29 war eine Eigenentwicklung von Heinz Esdorn und Wilfried, die genau zwei Exemplare bauten, für jeden eine. Alle Fotos: OOK
Die Deutz-Doppellok nach Vorbild Euskirchener Kreisbahn und Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (jetzt DEV) ist aus Bausätzen von Rainer Emmermacher † entstanden, eine der wenigen Maschinen aus diesen Bausätzen, die auch ans Laufen gekommen sind.
Die BRUCHHAUSEN (Schwesterlok der bekannteren HOYA) ist durch Umbau und Aufbrezelung eines MINEX Dreikupplers durch Holger Jeworowski entstanden.

Machten sich alle gut in Oderteich, aber gehören erkennbar nicht auf eine Harzer Anlage. War aber schön, sie mal zu Besuch zu haben.


Es gibt eine Aktualisierung des Eintrags vom 23. Mai 2020. Hinschauen lohnt sich.

Pfingstmontag 1. Juni 2020

Hochbetrieb in Sonnenberg (Harz)

Heute gibt es keine neuen Entwicklungen im 0m-Sektor zu vermelden, ist ja auch Feiertag. Stattdessen zeige ich euch mal 0m im Alltag, also ein ganz gewöhnliches Bild vom Betrieb auf meiner 0m-Anlage Braunlage – Andreasberger Eisenbahn.

Fünf Personen dicht gedrängt (Juni 2019, ein Jahr vor Corona!) im Bedienergang vor dem Abzweigbahnhof Sonnenberg, also der Fahrdienstleiter und vier Lokmannschaften. Es sind aber nur zwei Züge zu sehen. Ein dritter steht vor einem der drei Einfahrsignale, und außerdem wartet links außerhalb des Bildes eine Rangiereinheit auf die Erlaubnis, als Sperrfahrt zum Steinbruch Dreihörste fahren zu dürfen. Das betriebliche Geschehen des Tages ist im Belegblatt des Zugleiters festgehalten, aber über den Blutdruck des Fdl liegen keine Aufzeichnungen vor.

Zu den älteren Journal-Einträgen: