Von Tag zu Tag


Montag 25. Mai 2020

Nein, nicht Jaffas Meter, sondern Jaffa 0m

Am Jahresanfang kreierte Michel Schnellenkamp für sein wachsendes 0m-Programm den Bereichstitel „Schnellis Meter“ innserhalb seines Spur 0 Kaufhauses. Den gleichen Schnitt hat Jaffa nun auch gemacht und sein 0m-Programm deutlich von den Gebäudebausätzen in 1:45, 1:32 und 1:160 abgesetzt. Der Bereich heißt nun

und ist auch direkt über die Webadresse www.jaffa-0m.de zu erreichen.


Plettenberger Kleinbahn-Paket

Wisst ihr, was ein Kleinbahn-Paket ist? Nein? Ich wusste es bis eben gerade auch nicht. Aber der gewohnheitsmäßige Check der VGB-Seite förderte dies zu Tage:

Ich selber besitze Buch und DVD schon seit dem Herbst 2019. Beides große Klasse, wie nicht nur ich meine. Die DVD ist ein interessant gemachter Mix von historischen Aufnahmen (u.a. von Detlev Luckmann), zeitnahe Aufnahmen der Lok PLETTENBERG beim DEV, Interviews mit alten Bahnstrategen (z.B. Gerhard Moll) und weiteren überraschenden Motiven, total sehenswert. Durch das Kombiangebot bekommt man die DVD quasi gratis dazu.

So, jetzt wisst ihr’s auch, was ein Kleinbahn-Paket ist.


Da liegt natürlich eine gewisse Gefahr drin, wenn ihr euch das Kleinbahn-Paket zulegt, nämlich, dass ihr euch (wie schon einige andere) ebenfalls in die Plettenberger Kleinbahn verliebt und dann auch die ganzen PKB-Sachen braucht, die hier in letzter Zeit im Blog und hier im Journal zu sehen waren. Aber das war nicht abgesprochen. Ich schwöre, Alter.

Sonntag 24. Mai 2020

Weichenengpass

Leider klemmt es mit dem Nachschub an Herzynia-Weichen – und ich weiß nicht einmal, was los ist. Keine Nachricht vom Weichenbauer. Hoffen wir mal, dass Covid da nicht die Finger im Spiel hat.

Diese Doppelweichen wünschten sich mehrere 0m-Bahner, aber es gibt sie derzeit nicht.

Neben diesen Doppelweichen standen auch diverse 1:5,5 Weichen wieder auf der Wunschliste, denn die 1:6-Weichen sind manchen doch etwas lang. Ich sage Bescheid, wenn sich die Lage bessert.

Samstag 23. Mai 2020

Jetzt kesselt es aber

Gestern schrieb ich einen Beitrag über den Kesselwagen 501 der Gernrode – Harzgeroder Eisenbahn (s. Teaser im rechten Randstreifen), wo es um das Bemühen geht, den viel zu dicken Kessel des alten AHA-Bausatzes durch einen korrekten zu ersetzen.

Aber was geschieht dann mit dem Kessel des Bausatzes? Kessel in die Tonne? Wäre doch schade. Wie wäre es denn mit dieser Alternative:

Kesselwagen 43 der Inselbahn Spieckeroog auf einem ex KAE-Flachwagen. Da könnte der Kessel aus dem AHA-Bausatz besser passen. Foto: OOK

Diesen Wagen fotografierte ich in den Siebzigern bei einem Tagesbesuch (von Wangerooge aus) auf Spiekeroog. Vor einiger Zeit fand ich das Bild wieder und schickte es Malte Werning für seine wunderbare Inselbahn-Website. Dort findet man jetzt das Bild in guter Gesellschaft und erfährt die hochinteressante Geschichte dieses Wagens.

Etwa zehn Jahre später (1983 ) war Wolf D. Groote auf Spiekeroog und fand den Wagen 43 in nicht mehr so vorzeigbarem Zustand vor. Die KAE-Herkunft erkennt der Insider an Form und Höhe des Puffers.

Es handelt sich um den Kessel von einem Regelspurwagen, der auf ein um 2m gekürztes Untergestell eines KAE-Flachwagens gesetzt wurde. 1985 wurde der Wagen (ohne den Kessel) von der Märkischen Museumsbahn erworben, die ihn nach Hüinghausen holte und wieder in den Originalzustand wie zu KAE-Zeiten zurückversetzte, unter anderem auch durch Rück-Verlängerung um 2m, wahrlich eine Großtat.

Wieder in den ursprünglichen KAE-Zustand zurückversetzt präsentiert sich der SS 811 in Hüinghausen bei der Märkischen Museums-Eisenbahn. Die Langblattfederdrehgestelle haben keine Verbindungsstange unterhalb der Achslager. Foto: W.D. Groote

Donnerstag 21. Mai 2020 • Vatertagsausgabe

Die B1′-Story

Als ich Anfang der Siebziger mit Hartmut Brandt zusammen das DEV-KURIER-Sonderheft über die Mindener Kreisbahn und Straßenbahn machte, weckte die B1′-Lokomotive der Mindener Kreisbahn meine besondere Aufmerksamkeit. Der gleiche Loktyp exisiterte übrigens auch bei der Herforder Kleinbahn.

Lok 6 der Mindener Kreisbahn, Slg. OOK
Lok VLOTHO der Herforder Kleinbahn. Slg OOK
B1’n2t der Mindener Kreisbahn und der Herforder Kleinbahn. Zeichnung: Hartmut Brandt

Als dann die LGB-Zeit begann, wagte ich mich daran, mir so eine Lok durch Umbau einer normalen LGB-STAINZ herzustellen, hier das Ergebnis:

Die Achsstände stimmen, nur die Treibräder sind etwas zu klein.

Seit ich in 0m unterwegs war und seit es die STAINZ in halbsogross von Magic Train gab, dachte ich darüber nach, das gleiche Ding in 1:45 zu drehen. Es unterblieb nur deshalb, weil ich mich recht früh auf den Harz festlegte.

Es gab aber im Kreis Bielefeld einen Möbelfabrikanten, der in seinem Bungalow-Keller schon längere Zeit an einer Anlage nach Bielefelder und Herforder Vorbild im Maßstab 1:45 baute, also 0m. Leider hielt er sein Hobby für nicht mit seinem Firmenimage kompatibel und hielt es geheim – und ich erfuhr erst sehr spät davon, kurz bevor ich den MITTELPUFFER einstellte. Da durfte ich zu einer Fotosession kommen, aber unter der Auflage, die Bilder nicht zu veröffentlichen, solange er Chef dieser Firma war. Daran habe ich mich gehalten.

Nun erhielt ich kürzlich die Information, dass er vor einigen Jahren verstorben ist. Das ist sehr schade, aber nun kann ich zumindest einmal dieses Bild von seiner wunderbaren 0m-Anlage veröffentlichen – mit einer B1′:

Alles, was wir hier sehen, ist im kompletten Selbstbau entstanden, die Lok, die Wagen, die Gleise und Weichen, die Gebäude. Unglaublich. Und das schon vor über zwanzig Jahren.

Tja, so eine B1′ in 0m, die könnte sicher auch heute so maches Modellbahnerherz erfreuen, oder?

Dienstag 19. Mai 2020

Sauerländer 0m im Harz

Der „Sauerländer Kleinbahner“, den wir aus den Foren kennen, stammt zwar tatsächlich aus den Sauerland, lebt aber aus beruflichen Gründen im Harz. Seine Heimatliebe lebt er jetzt u.a. in der Baugröße 0m mit Modellen der Plettenberger Kleinbahn aus.

Heute traf ich ihn im Sperberhaier Dammhaus, einem alten Grabenwärterhaus im Hochharz, jetzt ein beliebtes Restaurant. Da der Garten geöffnet war, konnten wir alle Mindestabstände wunderbar einhalten.

Der „Sauerländer Kleinbahner“ im Garten des Dammhauses mit Altenauer Bier und Sauerländer 0m-Modellen, die er im Bau hat

Mitgebracht hatte er die beiden PwPost der Plettenberger Kleinbahn, den vierachsigen DPwPost4 aus dem Lasercut-Bausatz von „teetrix“ und den zweiachsigen von Oliver Racky entwickelten Polystyrol-Bausatz.

Zwei ganz unterschiedliche Materialien und Fertigungstechniken (Polystyrol gefräst und Sperrholz gelasert)
Die Drehgestelle für den DPwPost4 stellt der Sauerländer Kleinbahner jetzt selber im 3D-Druck her. Interessenten können sich bei mir melden, ich leite die Anfrage weiter.

Nicht mitgebracht hatte er hingegen den Bausatz des Plettenberger G 30 von Jaffa, weil er damit noch nicht weit genug war.

Aber ist es nicht ein interessante Duplizität, dass jetzt, wo die PKB plötzlich im Fokus der 0m-Bahner steht, zwei völlig unabhängig voneinander entstandene PwPost dieser Bahn als Bausätze vorhanden sind?

Sonntag 17. Mai 2020

Privilegien

Privilegien können einen nerven und ärgern – wenn andere sie haben. Privilegien kann man aber auch genießen – wenn man sie selber hat, also Möglichkeiten, die nicht jeder hat, vielleicht sogar die wenigsten.

Von solch einem Privileg will ich euch heute erzählen, aber nicht, um euch zu nerven oder zu ärgen, sondern um eure Neugier und Vorfreude anzustacheln.

Gestern fuhr ich vom Ostrand des Ruhrgebietes in den Harz (wo es mich ja immer wieder hin treibt, wie meine Freunde wissen). Statt der gewöhnlichen Südroute über das AB Dreieck Kassel wählte ich diesmal die Nordroute über die Südtangente von Hannover, nicht, weil ich der Südroute überdrüssig war, sondern weil die Nordoute über das Städtchen Gehrden führt, wo laut Angabe auf dessen Website Jaffa mit seinem Moba-Shop residiert.

Aufgrund der – wenn auch gemilderten – Corona-Auflagen gab es diesmal keinen Händedruck,. und auch sonst wahrten wir die nötige Distanz, was in seinem großen Atelier nicht schwierig war.

Da ich an der Entwicklung von Jaffas 0m-Fahrzeugprogramm weder unschuldig noch unbeteiligt bin, wusste ich natürlich, was ich da zu sehen bekommen würde. Ich kannte das ja alles schon von vielen Bildern, die es auch hier in meinem Blog zu sehen gibt.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. „Zeig doch mal die PKB-Wagen und das Drehgestell“, bat ich Jaffa gleich in der ersten Minute. „Da!“, sagte er bescheiden. Und da machte es Wumm. Die fertigen Wagen, wiewohl noch ohne Farbe, waren so unglaublich schön – ich war hin und weg. Und das Langblattfederdrehgestell ebenso. Ich hatte ja noch meine alten AHA Messinggussdrehgestelle vor Augen, kein Vergleich. Bei technischen Objekten von Schönheit zu sprechen, ist etwas prekär, ich tue es dennoch, es war einfach mein gestriger Eindruck.

So, und jetzt kann ich euch einfach nur bedauern, dass euch dieses Erlebnis, das ich gestern hatte, verwehrt ist. Und da es auf mittlere Sicht keine Ausstellungen geben wird, wo diese Schönheiten mit euch flirten können, werdet ihr wohl andere Wege finden müssen, wenn ihr sie befühlen und beaugäpfeln wollt. Ja, das Leben kann hart sein.

Nicht verraten werde ich euch (jedenfalls noch nicht), was Jaffa und ich gestern für neue Pläne hinsichtlich 0m-Fahrzeugen geschmiedet haben. Geduld, Geduld.

Mittwoch 13. Mai 2020

Erinnerungen werden wach

Ich erinnere einen Besuch eines Freundes in Minden/Westf., schon lange her, wir unternahmen einen Stadtbummel, unter anderem durch die belebte Bäckerstraße, eine recht enge Geschäftsstraße, die gerade vor Kurzem zur Fußgängerzone umgewidmet worden war.

Natürlich sprachen wir über Eisenbahn und Straßenbahn, und mein Freund beschrieb mir den Verlauf der wenigen Linien der 1959 eingestellten meterspurigen Straßenbahn, unter anderem durch die Bäckerstraße, die wir gerade entlang schlenderten.

Ich schüttelte ungläubig den Kopf. Hier durch diese enge Gasse soll nicht nur der Autoverkehr sondern auch noch die Straßenbahn gefahren sein? Ein Ding der Unmöglichkeit.

Mein Freund lächelte wissend, das war ihm schon häufiger untergekommen. „Aber schau mal da oben!“, sagte er und zeigte mit der Hand in die Fensterreihe im ersten Stock des hohen Geschäftshauses. „Da, zwischen den beiden Fenstern!“

Der von Bahnhof durch die Bäckerstraße kommende Zug biegt am Poos in die Marienstraße ein. Man hört förmlich dass Pfeifen der Spurkränze im engen Gleisbogen.
Foto: P. Boehm, Slg. OOK

Und ich erkannte sogleich, was er meinte, die gusseiserne Rosette, an der einst die Querverspannung der Oberleitung der Straßenbahn aufgehängt war. Also doch! Er konnte mir dann noch ein ganzes Dutzend solcher Rosetten zeigen, nur an totalrenovierten Fassaden fehlten sie.

Und demnächst kann auch der 0m-Straßenbahner seine Fahrleitung an solchen Rosetten aufhängen, Schnelli machts möglich:

Vier Rosetten und sechs Haken zum Aufhängen einer Straßenbahnfahrleitung an einem Gussbaum aus der Produktion von Michael Schnellenkamp

Dienstag 12. Mai 2020

Ich muss euch sagen, es Plettenbergt sehr

Ja das ist schon fast wie Weihnachten, erst der DPwPost4, dann der kleine PwPost, gestern wurde der GG angekündigt, und heute nun kann ich vermelden, dass der O- und der G-Wagen der Plettenberger Kleinbahn, die Jaffa seit einiger Zeit als Lasercut-Bausätze in der Entwicklung hat, jetzt produktionsreif sind und in seinem Shop bestellt werden können, Auslieferung ab dem 15., also in drei Tagen.

Ohne Mittelpuffer sehen die Wagen noch ein wenig inkomplett aus, aber das ist der Tatsache geschuldet, dass Jaffa nicht wissen kann, welcher Kunde welche Kupplung in welcher Höhe haben will.

Die Bausätze sind komplett mit Bremsgestänge, jedoch ohne Radsätze und Spitzenlager, die als Ergänzungspaket mitbestellt werden können. Mit 65 € (der O-Wagen) und 68 € sind diese Bausätze sicher nicht teuer, selbst wenn man die 12,20 € für den erwähnten Zurüstsatz hinzurechnet.

Jetzt fehlt nur noch die Lok PLETTENBERG. Die hatte ich auf der NuSSA schon lauffähig auf meinem Stand:

Danach hieß es wie früher am Ende von Tagesschau-Reportagen: „Und nun zurück nach Hamburg“. Und da ist sie immer noch. Aber ich bin guten Mutes, eines schönen Tages wird sie mit einem schönen Zug von Jaffa Güterwagen und einem PwPost und einem GG von teetrix zu sehen sein. Wann und wo auch immer.

Sonntag 10. Mai 2020

Wie wir aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfahren haben …

….entwickelt Michael Carl („teetrix“ im schmalspur-treff-Forum) nach dem DPwPost4 der Plettenberger Kleinbahn jetzt auch den GG 31 der gleichen Bahn. Die gut unterrichteten Kreise waren bisher der „Sauerländer Kleinbahner“, der hier auch in zahlreichen Kommentaren auftritt, aber seit einer Viertelstunde weiß ich es auch von teetrix selber. Deswegen kann ich es jetzt auch weitersagen. So sieht das üppige Teil aus:

Die Aufnahme stammt von Reinhard Todt, von dem ich mal ein größeres Konvolut Bilder erwarb, als ich das Buch über die Klb. Bremen – Tarmstedt machte.

Da Michael nur den Wagenkasten macht, stellt sich wieder die Frage, woher die Drehgestelle nehmen. Aber die ist schon im vorhinein beantwortet. Denn der genannte Sauerländer Kleinbahner hat schon 0m-Drehgestelle für den DPwPost4 etwickelt, die für diesen Wagen ebenfalls passen:

Probedruck der von Sauerländer Kleinbahner konstruierten PKB-Drehgestelle, mit Schnellenkamp-Radsätzen bestückt. Ob man die Drehgestelle von ihm beziehen kann oder selber bei Shapeways ordern muss, ist noch nicht definitiv geklärt.
Hier das gebremste Drehgestell des GG 31. Die Verbindungsstange zwischen den beiden Achslagern müsste vom Modellbahner ergänzt werden.

Freitag 8. Mai 2020

Last call

Übermorgen läuft ADDIEs Sonderbestellfrist ab (Genaueres s. meinen Eintrag vom 4. Mai!) Es ging um den Bahnhof Waldheim, und was man für 0m draus machen kann:


Donnerstag 7. Mai 2020

Heute kein Eintrag

Der Grund ist einfach: Ich kann nur schreiben, wenn mir was einfällt.

Mittwoch 6. Mai 2020

Update zum DPwPost4 der Plettenberger Klb.

Vor knapp drei Wochen berichteten wir hier über den DPwPost4 der Plettenberger Kleinbahn. Dazu gibt es Neuigkeiten.

Bernd Mäders DPwPost4 aus dem Bausatz von „teetrix“ in 0e realisiert.

„Teetrix“ teilte mir heute mit, dass er die bisherigen Besteller zum ausgelobten Preis von 80.-€ bedient hat, dass aber neue Besteller leider 10€ mehr überweisen müssten, da er selber die Lacercutteile auch entsprechend teurer bekommt als früher. Ich denke aber, dass das adrette Fahrzeug auch diesen Preis wert ist, zumal es passende 0m-Drehgestelle in Kürze von „Silbergräber“ gibt, so zu lesen im schmalspur-treff-Forum.


Eine richtig gute Fichte

Fichten werden im Harz leider rar. Der Borkenkäfer grassiert weiterhin im ganzen Hoch- und Oberharz. Insofern bekommt meine 0m-Anlage Braunlage – Andreasberger Eisenbahn nun auch die Funktion einer musealen Darstellung des Harzes vor der B-Katastrophe.

Gestern nun erreichte eine stattliche Fichte von immerhin 40cm Höhe die Bahndirektion:

Ein wunderbarer borkenkäferresistenter Zuwachs zum Fichtenwald auf der BAE-Anlage. Und wer baut so einen Baum? Na, der aus mehreren Foren bekannte „baumbauer 007“, ein alter Freund aus Nienburger Zeiten.

Montag 4. Mai 2020

Spur 0m Gebäude

Die Überschrift ist als leicht ironisch anzusehen. Ich lese aber häufiger die Bezeichnung „Spur 0 Gebäude“. Da weiß man natürlich, was gemeint ist, aber Gebäude haben nun mal keine Spurweite. Und deswegen meine ich heute „Modelle, die gut zu 0m passen“, also zur Aufstellung an einer Meterspuranlage im Null-Maßstab.

Auf die Idee kam ich, als gestern das neue Heft (Nr.40) des Spur Null Magazins kam und darin eine Anzeige der Fa. ADDIE mit einigen terminierten Gebäude-Abverkäufen wegen Geschäftsaufgabe. Und da ist u.a. auch der gute alte „Bahnhof Waldheim“.

Dieser Bahnhof war schon das erste EG auf so mancher Anlage im 0-Maßstab. Aber mir fiel, als ich ihn in der Anzeige sah, ganz etwas anderes ein. Aus diesem Empfangsgebäude habe ich 1994 das erste Harzer Wohnhaus an der Dorfstraße von Schluft auf meiner BAE II-Anlage gebaut. Ja wirklich. Es sieht auf den ersten Blick so gar nicht harzig aus. Aber das lässt sich leicht ändern:

Das Erdgeschoss von Waldheim habe ich nie verwendet, und wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hat Herr Kleinhanß mir seinerzeit auch das Obergeschoss separat verkauft.

Die einzige Änderung, die ich vornehmen musste war, die eine Fensteröffnung passend für eine Tür aus dem ADDIE-Programm zu sägen und diese einzukleben. Dann erzeugte ich an der vorgesehenen Stelle der Dorfstraße aus Sperrholz und Füllspachtel ein solides Fundament für das nun eingeschossige Gebäude und setzte es dauf. Fertig war das typische Harzer Wohnhaus.

Heute, über fünfundzwanzig Jahre später, steht das Wohnhaus immer noch an der Schlufter Dorfstraße, aber auf der größeren BAE III. Es hat inzwischen ein wenig Finish bekommen. Bisher hat kein Besucher der Anlage von allein erkannt, dass dies das Obergeschoss des Bahnhofs Waldheim von ADDIE ist.

In der erwähnten Anzeige macht ADDIE ein paar Schlussverkauf-Angebote limitiert bis zum 10. Mai. Waldheim ist dabei. Wer also noch ein Harzer Wohnhaus braucht … Eile ist geboten.

Samstag 2. Mai 2020

Hódmezővásárhelykutasipuszta

Erinnern Sie sich? Das war der Name der kleinen Station in dem Film „Ich denke oft an Piroschka“ mit Liselotte Pulver. Gustav Knuth war der Bahnhofsvorsteher und interpretierte das Kürzel MAV der Ungarischen Staatsbahn als „Macht alles verkehrt“. Hódmezővásárhelykutasipuszta wurde damals als der längste Stationsname der Welt verkauft.

OK, und was sagen Sie zu diesem Bild?

Während der Hauptzug, der die gesamte Strecke befährt, schon an der Endstation ist, kommt dieser bestellte Zug gerade auf der Mittelstation* an, wo er endet und die Lok auf der Drehscheibe gedreht wird und sich dann an das andere Ende des Zuges begibt.

Wir sind in Colombier-le-Vieux–Saint-Barthélemy-le-Plain, der Mittelstation* der meterspurigen Touristikbahn Tournon – Lamastre in Südfrankreich, wo ich vor einem Jahr (16.5.19) die CC-Mallet 403 mit einem Extrazug beim Umsetzen erwischte.

*Mittelstation ist Colombier-le-Vieux–Saint-Barthélemy-le-Plain betrieblich, geografisch liegt sie schon am Ende des ersten Drittels der Strecke.



Tournon – Lamastre ist keine Schmalspurbahn

Ein Dialog zwischen den Herren Meyer-Lüdenscheidt und Dr. Klösner

Tournon – Lamastre keine Schmalspurbahn, sagen Sie? Ach! Stand da nicht gerade: „Mittelstation der meterspurigen Touristikbahn Tournon – Lamastre“?

Stand da, ja, aber Meterspur ist nicht Schmalspur.

Ach! Das ist ja das Allerneueste.

Nein, das ist nicht das Allerneueste, das war schon immer so. Seit es in Frankreich Meterspur gibt.

Ich wünsche eine Erklärung!

Gerne. In Frankreich untercheidet man – und jetzt muss ich die französischen Begriffe bemühen – zwischen voie normale, voie métrique und voie étroite, also Normalspur, Meterspur und Schmalspur.

Das glauben Sie doch selber nicht!

Stimmt, ich glaube es nicht, ich weiß es. Und das wusste auch der MOROP, als er unterhalb der Regelspur die Zusätze m für métrique und e für étroite festlegte.

Aha, verstehe. Das hieße also, dass ein französischer Modellbahner seine 0m Anlage oder Module niemals als voie étroite, also schmalspurig, bezeichnen würde.

Sie haben es erkannt.

Und ich dachte immer, Schmalspur ist Schmalspur.

Ja, ich weiß, da stehen Sie nicht allein.

Freitag 1. Mai 2020

0m Radsatzlehre: Kontrolle ist besser – zumal bei Radsätzen

Jeder, der schon eine paar Jährchen 0m-Aktivität hinter sich hat, hat auch ein krauses Sortiment von Wagenradsätzen unterschiedlicher Provenienz in seinen Schubladen und Kisten. Die meisten davon werden nicht besonders gut sein, denn die guten sind alle verbaut.

Die nicht so guten haben entweder ein falsches Radsatzinnenmaß oder die Räder sitzen nicht perfekt rechtwinklig und parallel auf der Achse. Solche Radsätze neigen zum Taumeln, wenn man sie über eine ebene Fläche rollen lässt und zum Entgleisen, wenn man sie in einem Fahrzeug verbaut hat.

Der beinharte Feinmechaniker kennt das Problem natürlich nicht, er hat die entsprechenden Vorrichtungen, um diese Malaisen zu kurieren. Nicht so der Bastler. Für die hat Michael Schnellenkamp jetzt ein kleines aber feines Gerät, um den genannten Fehlern beizukommen: eine 0m Radsatzlehre:

Für den abgebildeten Radsatz aus Schnellis eigener Produktion wird man die Radsatzlehre eher nicht brauchen,wohl aber für die erwähnten Alt-Radsätze.

Wenn der Radsatz nicht in die Lehre passt, ist das Radsatzinnenmaß schon mal zu eng. Wenn er reinpasst und Spiel hat, ist es zu weit. Und wenn die Räder an einer Stelle klemmen, an einer anderen nicht, dann sind sie nicht parallel. Das alles kann dann korrigiert werden, indem die Räder so zusammengepresst werden, dass sie auf den planen Außenflächen der Lehre perfekt anliegen. Dann wäre ein winziges Tröpfchen Cyanoacrylat in die Kontaktfuge zwischen Rad und Achse nicht schlecht, damit das korrigierte Maß auch Bestand hat. Acht Euro ist sicher nicht zu viel Einsatz, um seine alten Radsätze auf Vordermann zu bringen. Wenn man im Browser „Schnellis Meter“ eintippt, kommt man gleich zum richtigen Teil seines Spur 0 Kaufhauses.

Mittwoch 29. April 2020

Was es nicht alles gibt ….

Besser müsste es heißen: Was es alles gibt. In 0m nämlich. Da hat sich in letzter Zeit so viel getan, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Nicht die regelmäßigen Leser dieses Blogs natürlich, aber das latent an 0m interessierte Publikum. Daher habe ich mal eine geraffte Zusammenfassung gepostet, ausnahmsweise nicht hier , sondern dort, wo es (vermutlich) viel mehr Klicks gibt: im Bimmelbahnforum.


Open source Druck-Dateien von Hans-Jürgen Eicke

Hans-Jürgen Eicke ist ein ganz bekannter hochkarätiger Modellbahner im IIm-Bereich. Als solcher hat er eine ganze Reihe von Druck-Dateien von Wagen entwickelt und stellt nun einige davon nicht kommerziellen Interessenten zur Verfügung. Das heißt nichts anderes, als dass jeder, der will und kann, sich den Wagen seiner Wahl ausdrucken darf. Für sich selbst! Das hat zum Beispiel Olaf Große getan, aber nicht in 1:22,5. sondern in 1:45, sonst würde das nicht in diesem Blog stehen, logo.

Olaf Großes Erstversuch mit dem 3D-Druck. Dank open source Druckdatei vom Könner offenbar nicht so das mega Problem. Kenner haben schon erkannt, um welchen Wagen es sich hier handelt, um den ehemaligen Feuerlöschwagen der DR Harzquerbahn (da war er aucxh feuerrot), ursprünglich Flusssäuretransportwagen der Rüttgerswerke im Selketal.

Gerade vor wenigen Tagen hatte ich das jetzt im Besitz der IG HSB befindliche Originalfahrzeug vorgestellt (eben mal zurückscrollen bis zum 24. April!)

Gleich mal hinter vorgehaltener Hand verraten: Olaf baut eine große Selketalbahnanlage in 0m. Ich werde berichten.

Montag 27. April 2020

Verfrühtes roll out

Eigentlich wollte ich es noch eine Weile geheim halten, dass auf meiner 0m-Anlage, der BAE, jetzt teilweise der Rollbockbetrieb eingeführt werden soll. Denn noch ist es experimentell und muss sich erst bewähren. Aber heute Morgen ließ ich mich durch eine kritische Hinterfragung im MAPUD-Forum zu meinem BAE-Buch provozieren, das einzige bisher geschossene Bild dieser Probefahrten zu posten. Da es nunmal passiert ist, kann ich es ja auch hier im 0m-Blog zeigen, macht ja Sinn:

Die Probefuhre (mit nicht epochegerechtem Regelspurwagen) im Bahnhof Sieber Nord. Während 0m Rollböcke aus Kleinstserie relativ schwierig zu beschaffen sind, wird es Rollwagen bekanntlich in Kürze von Schnellenkamp in größerer Auflage geben.

Sonntag 26. April 2020

Von der Willkommenseite kommt man zu einer Unterseite mit dem Titel Warum 0m? Gute Frage, gell? Die habe ich heute (am Schluss) etwas aktualisiert, weil ich nämlich zufällig herausgefunden habe, dass diese Frage vor 16 Jahren schon einmal gestellt (und beantwortet) wurde.


0m Rangierbuch? Nicht wirklich

Noch nicht lange her, da erschien bei VGB mein Buch „Rangieren, aber richtig“, kurz das Rangierbuch genannt. Jetzt könnte ich es ja selber in den Himmel loben, aber das wäre a) peinlich und ist b) nicht nötig. Denn was Peter Wieland, seines Zeichens Redakteur Modellbahn beim eisenbahn-magazin in seinem Blatt dazu gesagt hat, reicht:

Bleibt eine Frage: Was hat das Ganze mit 0m zu tun? Nicht gerade überwältigend viel, ein wenig aber doch. Im Vorbildteil wird Rangieren bei zwei Meterspurbahnen dargestellt (beide in Österreich gelegen), und im Modellteil gibt es tatsächlich ein üppiges 0m-Rangierkapitel: die Umsetzung von Kurswagen im Bahnhof Sonnenberg meiner eigenen 0m-Anlage. Und das ist noch nicht mal eine spinnerte Idee, wie manche jetzt vielleicht denken mögen, das ist nur die konsequente Weiterdenkung der meterspurigen Kurswagen Wernigerode – Braunlage, die vor dem Krieg in jedem Sommerfahrplan der Harzquerbahn und der Südharzbahn enthalten waren.


Initiative Straßenbahn Modulsystem 0m

Im Spur 0-Forum (SNM-Forum) hat jemand eine Initiative zur Schaffung eines Straßenbahn-Modulsystems in 0m gestartet. Es soll innerhalb des Forums ein Konferenzraum geschaffen werden, wo über die Parameter diskutiert werden kann. Schaumerma was draus wird. Bin gespannt.

https://forum.spurnull-magazin.de/mitstreiter-gesucht-gruppen-und-vereine/stra-enbahn-0-0m-bundesweit-22224/#post168042

Samstag 25. April 2020

Schauma, die Schöma!

Dass die Tm 2/2 der Furka-Oberalp-Bahn, die von FAMA als 0m-Modell erschienen ist, der Schöma der Spiekerooger Inselbahn wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt, habe ich hier schon in einem Beitrag gezeigt.

Kürzlich war eine bei Probefahrten auf der HBI-Grubenbahn zu beobachten:

So könnte man sich die Modernisierung der HBI-Grubenbahn (die in OOKs BAE-Anlage integriert ist) vorstellen. Dann müssten allerdings die Radreifen abgedreht werden, denn die Pizzaschneider der FAMA-Lok rattern auf den Schiennägeln entlang und bleiben in den Weichenherzen stecken.

Die FAMA Schömas tauchen hin und wieder noch bei Märkten und in der Bucht auf. Meine Empfehlung: festhalten. Nicht alle potentiellen Neu-Nullemmer sind Anhänger der Vorkriegsepoche.

Freitag 24. April 2020

Beifang meiner zwei tollen Tage im Harz (vor 16 Jahren),

die ich gestern abend im Bimmelbahnforum beschrieben habe.

Da war nämlich in Nordhausen Gelegenheit, ganz bequem unter einige Güterwagen zu schauen ohne sich zu bücken. Davon profitiere ich heute, wo ich so intensiv mit dem Bremsthema unterwegs bin.

Ist doch nett, die Wagen so schön hoch aufzustellen, wenn einer kommt, der sich die Bremsanlage anschauen will. Es handelt sich um den ex Südharzbahn O 274 und den ehemaligen Feuerlöschwagen, der vor dem Krieg als Flusssäurewagen der Rüttgers-Werke diente.
Hier ist etwas Ungewöhnliches zu sehen: Bremskupplungen für Saugluft- und Druckluftbremse.
Der Kesselwagen ist auf Druckluftbremse umgebaut (wobei man die senkrechte Arbeitsrichtung des Zylinders beibehalten hat). Deswegen hat er auch einen Bremsgewichtumsteller und einen Lösezug.

Aber abgesehen von dem winzigen Bremszylinder ist alles wie bei einer Vakuumbremse. Hier sammle ich Bilder und Daten dieser Bremsart.

Donnerstag 23. April 2020

Bremsanlage – ungebremst in der Detaillierung

Ich schrieb schon gestern, dass der Bremszylinder von AHA heute nicht mehr so state of the art wäre. Das wird besonders deutlich, wenn man die entsprechenden Messinggussteile von Armin Hagen Berberich anschaut:

Der Körting-Zylinder (rechts) ist hoch detailliert und hat sogar die Achsstummel, mithilfe derer er schwenkbar aufgehängt werden kann, wie das z.B. bei der Brohltalbahn Usus war.

AHB hat aber nicht nur diese Teile einer Vakuumbremse als Ms-Gussteile realisiert, sondern alle, wie dieser Blick unter den Wagenboden eines G-Wagens der Kreis-Altenaer Eisenbahn zeigt:

Hier fehlt nichts, weder die Schlauchleitungen von der Bremsleitung zum Zylinder und zum Vakuum-Hilfsbehälter, noch die Muttern zum Nachstellen der Verbindungsstangen zwischen den Bremsdreiecken (wenn die Bremsklötze abgefahren sind). Vor allen Dingen aber ist die Führung des Mitnehmers an der Kolbenstange in der Gabel des Hebels auf der Hauptbremswelle in hervorragender Weise umgesetzt. Beide Fotos: AHB

Armin Hagens Ansprüche an die Detaillierung von Schmalspurfahrzeugen in 1:45 sind hoch, sehr hoch, so hoch, dass er sie nur mit seinen eigenen von ihm selbst entwickelten Gussteilen erfüllen kann. Aber er lässt andere gerne teilhaben. Ein Blick auf seine website zeigt, was es da sonst noch so gibt.

Mittwoch 22. April 2020

Bremsgestänge umgangssprachlich

In der Vorstellung des kleinen O-Wagens der Plettenberger Kleinbahn heißt es u.a.: „Es fehlen im abgebildeten Zustand noch die gesamte Bremsmimik und der Aufbau der Bremserbühne, die natürlich ergänzt werden.“ Bremsmimik ist eine nette Umschreibung und letztlich ja auch umfassender als Bremsgestänge, denn eine Umlenkwelle ist schließlich kein Gestänge, gehört aber zur Bremsausrüstung. Dabei fällt mir ein, dass Axel Hartig immer vom „Gelumpe unterm Wagenboden“ sprach, wenn er die Bremseinrichtung meinte. Der etwas abfällig klingende Ton hinderte ihn jedoch nicht, richtig schöne Körting Bremszylinder aus Messing gießen zu lassen.


Inzwischen habe ich mal in meinen Bauteile-Schubladen gekramt und noch so einen Bremszylinder von Axel Hartig gefunden:

Rechts ist unten, der Querstift in der Kolbenstange ist der Mitnehmer für den Hebel auf der Hauptbremswelle. Links die dicke Stange ist nur Gussansatz, der muss unmittelbar an der Oberkante des Zylinders abgetrennt werden.

Also so doll schön, wie ich das in Erinnerung hatte, ist er doch nicht. Das würde man heute wohl besser machen. Zum Beispiel würde man heute wohl die Verbolzung des Deckels nachbilden und auch die Elemente zur Befestigung des Zylinders am Wagenboden. Vielleicht auch die Manschette am Austritt der Kolbenstange, aber das könnte man auch mit ein wenig geknüllter Alufolie nachträglich tun.


Noch mehr Bremsteile

Da ich aber nun mal an den Bauteile-Schubladen war, schaute ich gleich mal, was ich denn da sonst noch so habe:

Ok là là,was haben wir denn da!? Lauter Bremskupplungen, und bis auf die Nr.1 alle für Vacuumbremse.

Nur bei der Nr. 3 kann ich ganz genau sagen, wo das Teil herstammt: aus einem Zinnguss-Teilesatz der Wiener Fa. WMK zur Superung von Magic Train Wagen (s. auch Bild unten). Nr.2 ist die Verdoppelung von 1 und aus Messing, und es fragt sich, was wovon der Nachguss ist. Gut nachgebildet bei beiden der Kupplungskopf mit den Haken sowie die Leerkupplung. Solche doppelten Bremskupplungen waren z.B. bei der Dampflokomotiven der Harzquerbahn üblich. Nr.4 ist auch aus Messing, aber wesentlich einfacher ohne Kupplungskopf und Leerkupplung.

Um nochmal auf die Nr. 1 zu kommen: hier ist ein gerippter Schlauch, der typisch ist für Vakuumbremse mit einem Kupplungskopf für Druckluftbremse kombiniert. Sowas gibt es z.B. bei der Märkischen Museumsbahn.

Teilesatz Hardy Saugluftbremse von WMK zur Superung eines Magic Train-Wagens

Diese Teilesätze enthielten auch die notwendigen Messing- und Kupferdrähte und einen gut gemachten Montageplan. WMK hatte wohl gedacht, dass die österreichischen Schmalspurfreunde sich scharenweise auf Magin Train und folglich auch auf diese Superungssätze stürzen würden. Dem war wohl nicht so. Und noch jemand hat sich da verschätzt: Michael Schnellenkamp, der bei WMK offenbar gleich eine Kiste voll solcher Teilesätze abgenommen hat – und dann auch Schwierigkeiten hatte, sie loszuwerden. So konnte ich bei einer der frühen Spur 0-Tage in Buseck gleich einen Zehnerpack für einen Freundschaftspreis ergattern.

Montag 20. April 2020

Die richtigen Hebel und Stangen bei der Vacuumbremse

Ausschnitt aus der Grafik im Unterforum „Allgemeine Fahrzeugdaten“

Die komplette Grafik habe ich heute auf der genannten Seite hinzugefügt. Sollte ein Leser weitere Bilder und/oder Informationen über die Luftsaugebremse (Hardy oder Körting) haben, wäre ich dankbar, wenn er sie mir zur Verfügung stellt.

Sonntag 19. April 2020

Die Elektrische kommt nach Schluft im Siebertal

Der erste Prototyp von Jaffas 0m Straßenbahn weilt immer noch bei mir, weil ich die/das Tram nach der Präsentation auf der NuSSA mit heim genommen habe. Gestern fiel mir plötzlich ein, damit doch mal einen kleinen Gag zu reißen, schließlich habe ich ja auch Rillenschienengleis im Straßenpflaster auf meiner BAE-Anlage.

Wenige Minuten später war ich mit Tram und Fotoapparat im Keller, stellte das Modell auf das Gleis in der Schlufter Dortstraße, und dann „Camera, light, action!

Hört ihr das Jaulen der Tatzlagermotoren? Mal was anderes als immer nur diese Auspuffschläge der Dampflokomotiven, oder?

Na ja, war nur Spaß.

Donnerstag 16. April 2020

Schokoladenpudding mit Vanillesauce

Schokoladenpudding ist, wenn richtig zubereitet, schon für sich eine ganz leckere Sache, aber wenn da noch Vanillesoße drauf kommt, mmmm, unwiderstehlich. Daran dachte Micheal Schnellenkamp möglicherweise, als er zu seiner MV 8 noch das passende Buch über die Hohenlimburger Kleinbahn legte, als ob die Lok selber nicht schon lecker genug wäre:

Ein Ausschnitt aus einer Anzeige für seine neue Produktlinie „Schnelli’s Meter“.

Ich selber gehe leider leer aus, weil ich mich mal vor einem Vierteljahrhundert auf die Harzbahnen festgelegt habe. Na gut, dann warte ich halt weiter auf die Jung-Mallet – mit einer passenden Zugabe versteht sich.

Mittwoch 15. April 2020

Luftsaugebremse Systeme Körting und Hardy

Schmalspurbahn und Saugluftbremse, das war mich in meiner Jugend ein und dasselbe. Die Schmalspurbahnen, die ich da nach und nach kennen lernte, hatten diese speziellen Bremssysteme, die völlig anders funktionierten als die Druckluftbremsen der Regelspur.

Heute weiß ich natürlich, dass es auch druckluftgebremste Schmalspurbahnen gibt – und saugluftgebremste Regelspurbahnen.

Lok SPREEWALD des DEV beim Aufrüsten in Bruchhausen Vilsen. Die beiden Pfeile weisen auf mein heutiges Thema hin: Saugluftbremse (oder Luftsaugebremse, manchmal auch Vacuumbremse genannt). Der linke Pfeil weist auf den Schalldämpfer der Abdampfleitung der Körtingbremse hin, der rechte auf den Bremsschlauch am hoch liegenden Standrohr mit Bremskupplung, jedoch ohne Absperrhahn. Foto: Henrik Mücher (BAE-Club)

Weil die Luftsaugebremse beim Thema Schmalspur (und damit auch bei Meterspur) so eminent wichtig ist, habe ich ein neues Thema darüber eröffnet und sammle dort zunächst Dokumente und Fotos, die ich dann später sortieren und strukturieren und mit Text versehen werde. Gerne nehme ich auch solche von Lesern hinzu.

Um die Seite zu finden, geht man oben im Menü auf Vorbildinfos > Allgemeine Fahrzeugdaten > Luftsaugebremse

Dienstag 14. April 2020

Heute 50. Journaleintrag

Wenn man nichts zu schreiben weiß, schreibt man über sich selbst, wobei Blogs ja ursprünglich genau zu diesem Zweck erfunden wurden, wenn wir uns erinnern. Dieser Blog wurde am 25. September 2019 gegründet und war von Anfang an alles andere als ein Tagebuch, sondern wurde schnell zu einer vielschichtigen und strukturierten Website. Das war so nicht vorauszusehen gewesen, aber manche Dinge entwickeln halt ihre Eigendynamik.

Es wurde dann bald klar, dass es bei der schnellen Entwicklung, die 0m derzeit „durchmacht“ doch eine Art Tagebuch braucht, weil nicht jede hereinkommende Notiz und jede Idee gleich einen strukturierten Beitrag nötig oder möglich macht – und dennoch nicht hinten runter fallen soll. Das war die Geburtsstunde des „Journal“ am 17. Dezember 2019.

Und nun nach knapp vier Monaten der 50. Eintrag. Das mag ein Gradmesser dafür sein, wie schnell sich 0m zur Zeit entwickelt. Dabei stehen die ganz großen Events ja noch bevor, das definitive Erscheinen von einer ganzen Reihe von Triebfahrzeugen, die noch in diesem Jahr auf die 0m-Gleise kommen sollen.

Ostersonntag 12. April 2020

Das Oster-Überraschungsei: Synergie vom Feinsten

Zu den Gesetzen des Marktes gehört der Wettbewerb: Besser zu sein als der andere, preisgünstiger, schneller, was auch immer. Die negativste Art des Wettbewerbs ist der so genannte Verdrängungswettbewerb. Der Mitbewerber gilt als böse Konkurrenz und soll abgedrängt werden, am besten von der Bildfläche verschwinden.

Umso erstaunlicher ist es, wenn einmal das totale Gegenteil passiert und der Mitbewerber als Ergänzung und Komplettierung des eigenen Programms angesehen wird. Ja, das gibt es. Im Bereich 0m:


Neuester newsletter von M. Schnellenkamp (Auszug):

In seinem neuesten „newsletter“ im Bereich „Meterspur“ bewirbt Michael Schnellenkamp natürlich ausgiebig die bei ihm in Entwicklung stehende Diesellok MV 8, von der hier schon mehrfach die Rede war. Soweit alles normal. Das haben wir nicht anders erwartet.

Doch dann kommt links unten in der Ecke das Oster-Überraschungsei: Schnelli legt seinen Kunden die V 52 von ZT Modellbahnen (Martin Zeunert) „ans Herz“. Es zeugt nicht nur von Großzügigkeit und Charakter, sondern auch von Weitblick und ganzheitlicher Philisophie, wenn Michael Schnellenkamp den Erwerb dieser anderen Diesellok, die schon länger in der Entwicklung ist und daher eher erscheinen wird, als seine eigene VM 8, nahe legt. Das ist unerhört, will sagen, so etwas habe ich noch nie gehört. My hat is off!

Frohe Ostern!

Karsamstag 11. April 2020

MKB 10 mit Sack und Pack

Nicht so gut zu erkennen vor dem unruhigen Hintergrund: das Säckchen mit kleinen Steinen aus dem Harz auf Kessel und Dach der Lok

Gestern musste die Probedruck-MKB 10 nochmal so richtig hart ran: mit drei leeren Spatwagen am Haken die 45‰-Steigung hinauf zum Scheiteltunnel der Grubenbahn an der BAE. Wie das Bild zeigt, schaffte es die mit nur 157 g federleichte Lok nur mit einem Säckchen voller Steinen als Ballast. Mehr darüber im Harz- und Harzbahnforum.

Karfreitag 10. April 2020

Teile für die „Dicken Wismarer“

Die Dicken Wismarer sind jene schwere Stahlwagen der Nordhausen – Wernigeroder Eisenbahn, die wegen ihres spezielles Daches auch den Spitznamen Sargdeckelwagen hatten. Im HSS II habe ich ein ganzes Kapitel diesen Wagen gewidmet.

Schon lange spitze ich darauf, wenigstens ein Exemplar dieses Wagentyps auf meiner Anlage zu haben, beispielsweise als Kurswagen Wernigerode – St. Andreasberg. Deswegen habe ich mir mal einen Teilesatz für den Wagenkasten lasern lassen, zu einer Zeit, als es gerade möglich geworden war, auch Polystyrol zu lasern. Hier das Ergebnis:

Drei Sätze solcher Teile für den Wagenkasten des Dicken Wismarers ließ ich mir schon vor Jahren von Willi Winsen in Poly lasern.

Einen Satz setzte ich mal probeweise zu einem Wagen zusammen (ohne Klebung):

Das Dach hat ein niederländischer Freund mal als Unikat hergestellt, die Drehgestelle sind nur provisorisch (SHE Drehgestelle von Axel Hartig), sieht aber irgendwie schon aus wie ein Dicker Wismarer.

Und seit einiger Zeit gibt es auch die passenden Drehgestelle dazu, gedruckt von Christian Sawade-Meyer. Die habe ich in diesem Blog zwar schon mehrfach gezeigt, hier aber noch ein spezielles Bild von unten:

Das Teil ist zwar noch nicht ganz versäubert, zeigt aber die Konstruktion des komplett in einem Stück gedruckten Drehgestells. Die beiden Löcher, besser gesagt Vertiefungen sind passgenau zum strammen Einpressen der bekannten englischen Spitzenlager aus Messing, in die dann wiederum die Speichenradsätze von Michael Schnellenkamp (Maß über die Spitzen 31mm lt. FREMO 0m-Norm) genau hineinpassen.

Gestern verriet ich einem Freund, dass ich mir drei Teilesätze für den Wagenkasten habe lasern lassen, aber maximal zwei brauche. Eine Stunde später hatten ein Teilesatz und zwei Drehgestelle für einen Freundschaftspreis den Besitzer gewechselt. Das Spiel lässt sich leider nicht wiederholen, es sei denn, es zeigt sich ein so großes Interesse, dass eine Nachproduktion der Teile lohnen würde.

Dienstag 7. April 2020

Persil wäscht so weiß, weißer geht’s nicht!

Das war in meiner Jugend jahrzehntelang der Werbeslogan der Fa. Henkel für ihre Kernmarke. Und dann, plötzlich, neue Plakate an den Wänden: „Persil wäscht jetzt noch weißer!“

Daran wurde ich erinnert, nachdem Jaffa vor einigen Tagen gemeldet hatte: „TW 51 • Entwicklung abgeschlossen“. Und gestern abend schickt er mir Bilder, die zeigen, was er seitdem am Reutlinger Straßenbahn Tw geändert hat. Wie kommt’s? Oh, ich weiß es, denn ich bin ganz absichtslos in diesen Vorgang einbezogen worden.

Vor drei Tagen kam ich nämlich auf die glorreiche Idee, die abgeschlossene Entwicklung des Tw 51 im Modellbahnforum der DSO vorzustellen. Au weia, man hatte mich gewarnt, aber ich hatte diese Warnungen in den Wind geschlagen.

Es fanden sich nämlich gleich zwei Bescheidwisser, die offenbar den Reutlinger Triebwagen in- und auswendig kennen wie ihre Westentasche. Das ist per se keine schlechte Sache, davon möchte man ja als Modellentwickler gerne profitieren. Aber anstatt nun konkret zu benennen, was anders sein müsste und wie, metzelten sie einfach herum und machten das Modell nieder, als sei es eine Gnomy-Tram. Immerhin bescheinigten sie Jaffas Modell eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vorbild.

Es gab aber noch ein drittes Forumsmitlied, das auf meinen Eröffnungspost einging, allerdings nicht laut trötend, dass er total Bescheid wisse, sondern indem er Jaffa eine email schrieb. Darin legte er dar, worauf sein Wissen beruht und machte dann ganz konkrete Änderungs- und Verbesserungsvorschläge mit Hand und Fuß. Und die konnte Jaffa nicht nur umsetzen, er bekam auch total Lust dazu, sie sofort umzusetzen. Und deshalb konnte er mir schon gestern Abend ein völlig neu gestaltetes Dach präsentieren und eine verbesserte Anbringung des Pantografen.

Mit den richtigen Quellen ausgestattet konnte Jaffa die ganze Dachpartie mit der Position der Widerstände und der Anbringung des Pantografen an das Vorbild anpassen. Der Pantograf selber ist allerdings immer noch nicht der richtige. Es gibt einfach in 1:45 keinen typischen Straßenbahn-Pantografen der Dreißigerjahre. Noch nicht. Sobald sich das ändert, wird
Jaffa ihn mit Sicherheit auch verwenden.

Darüberhinaus hat Jaffa aufgrund der neuen Erkenntnisse auch an den Laserdateien der Teile des Wagenkastens Änderungen vorgenommen, die aber erst demnächst zu sehen sein werden.

Wenn in Kürze die Auslieferung beginnt, kann der Käufer sicher sein, ein Modell zu erhalten, an dem alle bekannten Daten des Vorbildes umgesetzt worden sind.

Sonntag 5. April 2020

Schon mehr als ein Dutzend …

… Vorbestellungen für die MV 8 hat Michael Schnellenkamp keine 48 Stunden nachdem er die Vorbestellfunktion in seinem Spur 0m Kaufhaus freigeschaltet hat.

Diese MV 8 ex Hohenlimburg konnte ich im vergangenen Herbst in Hüinghausen bei der Märkischen Museums-Eisenbahn fotografieren.

Ich freue mich für ihn und mit ihm!

Samstag 4. April 2020

Lasercut G-Wagen kommt wieder

Vor ca. drei Jahren entdeckte ich am Stand von 0-scale Hobbyshop an den Spur 0-Tagen in Gießen einen preisgünstigen Bausatz für einen G-Wagen nach Vorbild der OEG. Das war ein schönes Objekt, aber damals war 0m eine ziemlich unbekannte Größe. So verschwand der schöne Bausatz auch bald wieder in der Versenkung, obwohl er im schmalspur-treff-Forum ausgiebig vorgestellt und gewürdigt wurde.

Zwei Kritikpunkte gab es, zum einen die eingelaserte Eigentümerbezeichnung, die nur per Überspachteln entfernt werden konnte (was einen Neuanstrich erforderlich machte) und die Darstellung der für solche Wagen typischen L und U-Profile mit den Schraubenköpfen.

Da schritt Alexander Krauth, seines Zeichens Moderator des genannten Forums, zur Tat, konstruierte sämliche für den Wagen erforderlichen Profile in einer zusammenhängenden Form und ließ das bei shapeways drucken. Neulich Anfang März bei der NuSSA brachte er den Wagenkasten auf meinen Wunsch hin mit und stellte ihn mal auf das HOHENPLETTBERG-Diorama:

Man sieht es dem Wagenkasten nicht an, dass er aus Pappe ist. allerdings tragen die extra gedruckten L- und U-Profile doch sehr zur plastischen Wirkung bei.
Links die von Alexander Krauth entwickelten Profile an einer der Schiebetüren, rechts eine originale Schiebetür aus dem Bausatz.

Warum ich das hier alles schreibe? Weil Hartmut Scholz, der Designer des Modells, mir mitgeteilt hat, dass er den Wagen wieder auflegen will. Ich werde berichten.

Mittwoch 1. April 2020

Heute kein Eintrag

Warum nicht? Weil das eh jeder für einen Scherz halten würde. Aber eine Sache gibt es doch zu vermelden, und das ist kein Scherz: Ich habe heute im SNM-Forum (Spur 0-Forum) ein Thema zur Entwicklung unserer Bn2t-Lok auf Magic Train-Basis eröffnet.

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